Im ersten Teil geht es um einen Firmenbesitzer aus Cham in der Oberpfalz, dessen seltsames Ausscheiden aus seiner Firma, die abgekühlte Ehe mit seiner Frau Ana und wunderliche Neigungen am Ende seines Lebens. Sein Sohn Costin spielt im zweiten Teil die Hauptrolle, er steigt auf zum Popstar, gerät in berufliche und persönliche Krisen, führt trotz aller Kurzbeziehungen ein einsames, zur Oberflächlichkeit neigendes Leben, obwohl er sich eigentlich nach Substanz sehnt. Im dritten Kapitel wird das ebenfalls vereinzelte, bei allem beruflichen Ehrgeiz zu Sinnlosigkeit neigende Leben von Costins Tochter Wendy beschrieben, die eine Universitätskarriere anstrebt und angewidert von ihrer Situation sich der Familie zuwendet, indem sie deren Geschichte rekonstruiert und aufschreibt.
Alle Kapitel durchzieht etwas wie Nihilismus und Sinnlosigkeit, bei allem äußeren Vorwärtskommen bleiben die Figuren innerlich unbefriedigt und entwurzelt, vor allem wohl deshalb, da ihnen angesichts der vielfältigen Möglichkeiten der modernen Welt das Einfache des Familienlebens abhandengekommen ist, wonach sie sich aber insgeheim ebenso sehnen wie nach Phantasie und Leichtigkeit.
Der Autor hat es verstanden, vor allem durch eine den Figuren und ihrer Umwelt angepasste Sprache jedem Kapitel ein eigenes Colorit zu geben, beispeilsweise findet man sich im zweiten Teil in der kurzlebigen und oberflächlich schillernden Popwelt wieder, in der alle Menschen abgekürzte Doppel- und Dreifachnamen haben und die Sinne durch die Technik regiert werden. Auch der Aufbau des Buches in Form von kurzen, zum Teil auseinandergerissenen Episoden macht den besonderen, gelegentlich pfiffigen Reiz des Buches aus.
Auch wenn im zweiten Teil manchmal des Guten etwas zu viel angehäuft wird und die ständigen Modernismen ab und an ein wenig nerven (was wohl auch beabsichtigt ist), lohnt es sich, bis zum Ende vorzudringen, da das letzte Kapitel wirklich sehr gelungen ist und ein schöner, verschlungener Schluss wartet.