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RT @radiofm4: Wir hören gleich gemeinsam mit Eva Umbauer in das neue Album von @wallisbird, die ja auch bald am #Linzfest spielt!


Biografie

„Counting one, two, three, four… the way I’m acting is ridiculous/like a dog in heat/following and sniffing your tail/what is wrong with me?“ – aus dem Song „Counting To Sleep“ von Wallis Bird

Wallis Bird in Zahlen: eine numerische Einführung in die Welt der irischen Singer/Songwriterin mit der lauten Gitarre und der unglaublich klaren Stimme, die ihre Karriere in Deutschland antrat, um nun auch ihre eigentliche Heimat zurückzuerobern...

Sechs: das Alter, in Monaten allerdings, in dem Wallis ihre erste Gitarre bekommen hat... „Allerdings wurde ich nie dazu gezwungen“, stellt Wallis gleich ... Lesen Sie mehr

„Counting one, two, three, four… the way I’m acting is ridiculous/like a dog in heat/following and sniffing your tail/what is wrong with me?“ – aus dem Song „Counting To Sleep“ von Wallis Bird

Wallis Bird in Zahlen: eine numerische Einführung in die Welt der irischen Singer/Songwriterin mit der lauten Gitarre und der unglaublich klaren Stimme, die ihre Karriere in Deutschland antrat, um nun auch ihre eigentliche Heimat zurückzuerobern...

Sechs: das Alter, in Monaten allerdings, in dem Wallis ihre erste Gitarre bekommen hat... „Allerdings wurde ich nie dazu gezwungen“, stellt Wallis gleich im ersten Satz klar. „Ich bin früher immer auf der Klampfe herumgetanzt, bis auch mir irgendwann klar wurde, dass man sie ja eigentlich über die Schulter tragen und anderweitig einsetzen sollte.“

Null: die Anzahl der Gitarrenstunden, die Wallis in ihrem Leben absolviert hat... „Ich habe nie wirklich gelernt, wie man Songs schreibt oder Noten liest. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich eine ganz schön faule Sau sein kann. Wenn mir ein Song einfällt, dann schreibe ich die Idee keinesfalls auf, ich spiele ihn einfach. Was auch bedeutet, dass mir viele Songs im Laufe der Zeit abhanden gekommen sind, weil ich mich nicht mehr an sie erinnern konnte.“

Sechs: die Zahl der Linien, aus denen ein Notensystem besteht – so dachte zumindest Wallis... „Ich habe doch schon gesagt, dass ich von Noten keine Ahnung habe!“ Vielleicht hätte man diese Frage tatsächlich besser auslassen können. Ihr Zusatz zur Antwort: „feckin’ eejit“ (Deutsch (etwa): Die Steigerung von Vollidiot).

650: Durchschnittliche Besucherzahl bei Wallis’ Konzerten in Deutschland... Wallis Bird kam in der Stadt Meath zur Welt, wuchs in Wexford auf und studierte (und feierte!) schließlich in Dublin. Sie ist stolze Irländerin, was sie auch gerne lautstark verkündet –, und ihr Akzent sickert ohne Frage in vielen ihrer Songs durch. Und doch hat sie ihre musikalische Karriere in Deutschland begonnen. Sie zog vor rund zwei Jahren hierher, nachdem sie zwei deutschen Brüdern begegnet war: Auf einem einwöchigen internationalen Musikworkshop waren die drei per Zufall in einer Jam-Session gelandet. Die dreist-gefühlvollen Songs und das energisch-intuitive Gitarrenspiel von Wallis passte perfekt zu dem „echten“ musikalischen Können von Christian (Schlagzeug) und Michael Vinne (Bass). Als sich die Brüder schließlich wieder in ihre Heimatstadt Mannheim aufmachten, „eine kleine alte Arbeiterstadt zwischen Stuttgart und Frankfurt“, so Wallis, ging sie kurzerhand mit ihnen und holte kurze Zeit später ihre irische Freundin Aoife O’Sullivan als weiteres Bandmitglied dazu. „Ich wusste plötzlich, in welche Richtung ich gehen wollte, und mir wurde klar, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen wollte: Songs schreiben und eine Band haben. Ich hatte mich vorher nie so recht festlegen können.“

27: Ihr derzeitiges Alter (jetzt aber in Jahren)…

Fünf: die Anzahl der Finger an Wallis’ linker Hand, die von einem Rasenmäher abgetrennt wurden, als sie gerade anderthalb Jahre alt war... Allerdings wurden vier davon wieder angenäht. „Ziemlich gut dafür, dass es erst 23 Jahre her ist, oder?“, sagt sie und wackelt sichtlich erfreut mit den geretteten Fingern. Die Linkshänderin versuchte sich schon kurz nach ihrem Krankenhausaufenthalt erneut an der Gitarre – trotz eines dicken Verbands an der linken Hand. Inzwischen ist sie überzeugt, dass es die bestmögliche Krankengymnastik war. Denn: beobachtet man sie heute dabei, wie sie ihre Gitarre bearbeitet, wie sie auf sie einschlägt und sie durch die Gegend schleudert, fällt ihr Handicap keinesfalls auf. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wäre Wallis niemals diejenige Ausnahmegitarristin geworden, die sie heute ist, wenn ihr nicht besagter Unfall „in die Quere gekommen“ wäre: Denn aufgrund der Verletzungen lernte Wallis von nun an auf einer Rechtshänder-Gitarre, die sie einfach nur andersherum hielt. Was auch bedeutet: Die Reihenfolge der Saiten war genau umgekehrt. Was wiederum die Grifftechniken und das gesamte Gitarrenspiel von Wallis Bird zu einer verdammt außergewöhnlichen und einzigartigen Angelegenheit macht. Was man natürlich auch raushören kann..

29: das Alter ihres deutschen Produzenten, Marcus Wüst, der ihr kommendes Debütalbum aufgenommen hat...

52: die durchschnittliche Fahrzeit in Minuten von Mannheim nach Offenburg – eine Strecke, die Wallis’ Mitstreiter Christian und Michael Vinne zurücklegen müssen, wenn sie ihre Eltern besuchen wollen. Von London, wo die Vinne-Brüder inzwischen mit Wallis gelandet sind, dürfte die Reise noch ein wenig länger dauern.

Zwei: die Anzahl der Songs, in denen Wallis, wie sie selbst zugibt, fast schon wie eine „Stalkerin“ klingt... Einerseits wäre da das ruhige und zugleich angespannte Stück „Moodsets“ (digitaler Single-VÖ im Juni), das mit einer Mischung aus eindringlichen Akustik-Einlagen und an Grunge erinnernden Akkorden besticht. „Als der Song entstanden ist, durchlebte ich gerade eine unglaublich miese Phase. Mir ging’s wirklich richtig dreckig. Ich war absolut verliebt, allerdings gab es nicht einmal die geringste Chance für mich, also fragte ich mich, wie ich damit klarkommen sollte. Und, sicherlich, in gewisser Weise habe ich mich sogar wie eine Stalkerin verhalten. Ich hab mich unfassbar seltsam verhalten, so kenne ich mich gar nicht! Wenn man verliebt ist, kann es einem ohne Weiteres passieren, dass man sich wie der letzte `eejit´ (Vollidiot) verhält“, gesteht sie schulterzuckend. Der andere Song ist das bereits eingangs zitierte „Counting To Sleep“. „Ich war gerade dabei, mich unsterblich zu verlieben, und ich konnte nachts kein Auge mehr zutun – also lag ich die ganze Nacht wach im Bett rum. Ich wusste schließlich überhaupt nicht mehr, was ich mit mir anfangen sollte. Das war echt verdammt hart: Ich fühlte mich wie eine läufige Hündin, und ich wollte andauernd in seiner Nähe sein... das war alles echt ziemlich peinlich, was damals abging.“

Sieben: das Alter, in dem Wallis ihren ersten eigenen Song komponierte... Der Song handelte von „einer Autofahrt und, oh mein Gott, es klingt echt übel, es ging nämlich darum, wie es ist, wenn man sich auf dem Rücksitz küsst...“, lacht sie leicht beschämt. „Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass meine Mutter mich immer davon abhalten wollte, diesen Song zu singen, weil ich ja noch so jung war – sieben Jahre! Danach habe ich dann gemeinsam mit meinem Bruder eine ganze Reihe brutaler Songs geschrieben: Über einen Gang zum Schlachter zum Beispiel... Wir saßen dann in seinem Schlafzimmer und haben die Köpfe über einem Kassettenrecorder zusammengesteckt – und seither habe ich nicht mehr damit aufgehört.“

3000: die Stückzahl, die Wallis von ihrer in Deutschland erschienenen Debüt-EP „Branches Untangle“ hat pressen lassen... „Alles selbst gemacht, mit großartigem Artwork – wir haben alles auf eigene Faust erledigt und dabei ein Vermögen ausgegeben! Aber immerhin ist die EP wie eine Bombe im deutschen Radio eingeschlagen. Sicherlich hätte die Aufnahmequalität noch einen Tick besser sein können, aber den Leuten hat’s auch so gefallen. Darum wurde die Scheibe bei eBay Deutschland schließlich auch für 60 Euro gehandelt!“

6500: Die Gesamtzahl, die von der EP „Branches Untangle“ verkauft wurden, wenn man Download-Käufe dazuzählt...
Mehrere Millionen: die Zahl der Fernsehzuschauer und Radiohörer, die kürzlich Wallis’ sechzigminütigen Auftritt bei einem deutschen Festival mitverfolgten, der von einem der größten Sender übertragen wurde... Die handverlesene Liste der Künstler zeigte deutlich, wer die heißesten Acts im deutschen Radio sind: Corinne Bailey Rae, Scissor Sisters, James Morrison, The Fray, Paolo Nuttini, Nerina Pallot, The Feeling und Wallis Bird.

20: die Anzahl der Wochen, die ihre Radiosingle „Blossoms In The Street“ in den deutschen Airplay-Charts vertreten war...

10: die Anzahl der Wochen, die besagte Single in den Top-10 der SWR3-Hörercharts zu finden war. Die Höchstplatzierung war der zweite Platz... was wiederum deutlich macht, dass Wallis Bird den umgekehrten Weg gegangen ist: Sie hat die Insel verlassen, um (nicht nur) im Südwesten Deutschlands ihre Karriere auf eigene Faust zu starten – und um dann erst bei der englischen Plattenfirma Island Records zu landen (doch dazu später mehr).
Gegen Null: Das Budget, mit dem Wallis ihre Karriere ins Rollen gebracht hat. Inzwischen dürfte sie aber ihren Dispo wieder verlassen haben.

„Zwei Milliarden-Millionen“: laut Wallis Bird die (ungefähre) Zahl ihrer MySpace-Friends... Wobei einer von diesen „Friends“ die Band ihres Bruders ist: Sticky Digit. Wallis bevorzugt es, gar nicht erst über die Bedeutung des Bandnamens zu reflektieren.

Sieben: die Zahl der Kinder des Ehepaars Bird... Wallis ist das zweitjüngste Kind. „Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann erinnere ich mich in erster Linie an das ganze Geschrei, an die konstante Lautstärke, die in unserem Haus herrschte, und an die ganzen Auseinandersetzungen zwischen meinen Geschwistern. Das normale Programm eben, das in jeder Familie abläuft. Es war schon eine sehr coole Zeit.“ Auch gesteht sie, dass Wallis eigentlich gar kein typisch irischer Name ist. Er hat nichts mit Wallis Simpson zu tun, der in Amerika geborenen Herzogin von Windsor, für die Edward VIII. seinen Thron verlassen hat. Fragt man ein wenig nachdrücklicher, gesteht Wallis schließlich leicht beschämt, dass ihre Mutter sie „nach einem Steinkohlenbergwerk benannt hat... Andere Kinder werden nach wunderschönen Blumen benannt, oder sie tragen den Namen eines bestimmten Wochentags, nur ich musste unbedingt nach einem ollen Bergwerk benannt werden! Inzwischen versucht meine Mutter sogar, diese Tatsache unter den Teppich zu kehren – sie sagt, dass sie den Namen doch wegen Wallis Simpson ausgewählt hat –, aber das kann jetzt auch nichts mehr an der Tatsache ändern.“

Sechs: die Zahl der Monate, die Wallis und Co. inzwischen in London verbracht haben, nachdem sie Ende 2006 Mannheim verließen... Nachdem sie einen ordentlichen Hype in ganz Deutschland verursacht hat, gefolgt von einem eindrucksvollen Showcase in London (im März 2006), unterzeichnete Wallis schließlich im September 2006 einen Vertrag bei Island Records. Ihr Debütalbum hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits im Kasten – sie selbst hatte als Co-Produzentin mitgewirkt, während Marcus Wüst den Rest erledigt hat. Trotzdem vermisst sie Irland hin und wieder.
Unbekannt: Die Zahl der Gitarren, die Wallis im Jahr verschleißt. Ihr deutscher Endorsement-Partner Lakewood unterstützt sie allerdings, um den Verschleiß durch ausgelassene Live-Experimente auszugleichen.

60: Die Zahl der Menschen, denen Wallis mit dem Song „The Circle“ ein Zeichen ihrer Zuneigung gesetzt hat... „Es handelt sich keinesfalls um ein gewöhnliches Liebeslied. Es geht vielmehr um einen Pub – und um ein ganz besonderes Gefühl. Dazu muss man wissen, dass ich früher gemeinsam mit einer Gruppe von insgesamt 60 Leuten jeden Montag in einen Pub in Dublin gegangen bin. Wir waren wirklich jeden Montag da, ohne Ausnahme! Das war während meines Studiums. Der Pub war einfach perfekt – und die Gruppe war wie meine Familie“, seufzt sie wehmütig. „Wir haben die ganze Nacht getanzt, haben uns volllaufen lassen und die ganze Nacht durchgefeiert. Wir haben so viel getrunken, geraucht und getanzt, dass wir meistens schon am Dienstag für den Rest der Woche pleite waren. So eine Gruppe von Leuten, wie meine Pub-Freunde, wird man nur selten finden. Insofern handelt `The Circle´ von ihnen allen, weil ich mich einfach nur für die gute Zeit bedanken wollte.“

Fünf: die Zahl der Songs auf Wallis Birds Fünf-Song-Compilation, die sie als „kathartisch“ beschreibt... „Die Songs haben auf jeden Fall ein kathartisches Element, etwas Reinigendes. Und sie alle spiegeln mein Leben wider. Ich muss in meinen Songs einfach absolut ehrlich sein – anders geht es gar nicht“, berichtet sie. Die wunderschöne Ballade „All For You“ (Textbeispiel: „when I am with you I have magic“), ist ein perfektes Beispiel für diesen Selbstreinigungseffekt.

Zwei oder drei (ungefähr): die Zahl sagt aus, wie oft du dir Wallis Birds erste „richtige“ Single „Blossoms In The Street“ anhören musst, um von ihr abhängig zu werden... Ein Hauch von Edie Brickells „What I Am“, dazu ein Tupfer Joni Mitchell, und obendrein eine dicke, fette Ansage von einer Singer/Songwriterin, die genauso eindringlich flüstern wie lautstark losbrüllen kann, die mit 23 Jahren autodidaktischer Erfahrung die Standards des Gitarrespielens (und die Gitarre selbst) auf den Kopf stellt, und die ihr Herz, ihre Seele und sämtliche Gefühlslagen aus ihrer Magengegend ungefiltert in jede einzelne Zeile schüttet, die sie von sich gibt. „I shave my legs today“, singt sie sanft und doch nachdrücklich, „and hope someone may want to touch my…. skin“. Wallis Bird: mit ihren Texten genauso direkt und auf den Punkt wie mit ihren Melodien.

54.600: ungefähre Einwohnerzahl von Baden-Baden... jenem Ort also, an dem Wallis vergangenes Jahr beim New-Pop-Festival geglänzt hat. Danach trat sie ihre erste „richtige“ Tour an, die sie durch...

14: ... Städte in Deutschland führen sollte.
Oh, Diverse: die Zahl der Einflüsse, die Wallis in den Sinn kommen, wenn man sie danach fragt... Irland. Familie. Freunde. Leben. Liebe. Pubs. Ella Fitzgerald. Nina Simone. Fiona Apple. „Ich liebe Jazz, und ich liebe Frauen, die mächtige und mutige Stimmen haben. Früher habe ich lange Jahre zu Ani DiFranco aufgeblickt. Ihr geht wirklich alles am Arsch vorbei; sie macht nur, wonach ihr der Sinn steht – was sie zum Inbegriff einer starken Frau macht. Ich musste mir ihre Sachen einfach immer und immer wieder anhören, und sie hat all das im Alleingang auf die Beine gestellt. Darum hat sie heute auch so eine große Gefolgschaft und einen derartigen Kultstatus.“

Ohne Zahl: Wallis Bird – die Irin mit der unglaublichen stimmlichen Gabe, die ihren Träumen nach Deutschland gefolgt ist, die ihre Gefühlswelt mit absoluter Ehrlichkeit präsentiert, die sich nicht einmal davon abhalten ließ, als sie die Hälfte ihrer Finger verlor – glaubt, dass man die Sache wie DiFranco angehen sollte: An erster Stelle muss man in sich reinhorchen und seinen Instinkten folgen. „Wenn du dein Leben glücklich mit dem bestreiten kannst, was du so oder so tust, dann ist alles im Lot. Daran glaube ich.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„Counting one, two, three, four… the way I’m acting is ridiculous/like a dog in heat/following and sniffing your tail/what is wrong with me?“ – aus dem Song „Counting To Sleep“ von Wallis Bird

Wallis Bird in Zahlen: eine numerische Einführung in die Welt der irischen Singer/Songwriterin mit der lauten Gitarre und der unglaublich klaren Stimme, die ihre Karriere in Deutschland antrat, um nun auch ihre eigentliche Heimat zurückzuerobern...

Sechs: das Alter, in Monaten allerdings, in dem Wallis ihre erste Gitarre bekommen hat... „Allerdings wurde ich nie dazu gezwungen“, stellt Wallis gleich im ersten Satz klar. „Ich bin früher immer auf der Klampfe herumgetanzt, bis auch mir irgendwann klar wurde, dass man sie ja eigentlich über die Schulter tragen und anderweitig einsetzen sollte.“

Null: die Anzahl der Gitarrenstunden, die Wallis in ihrem Leben absolviert hat... „Ich habe nie wirklich gelernt, wie man Songs schreibt oder Noten liest. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich eine ganz schön faule Sau sein kann. Wenn mir ein Song einfällt, dann schreibe ich die Idee keinesfalls auf, ich spiele ihn einfach. Was auch bedeutet, dass mir viele Songs im Laufe der Zeit abhanden gekommen sind, weil ich mich nicht mehr an sie erinnern konnte.“

Sechs: die Zahl der Linien, aus denen ein Notensystem besteht – so dachte zumindest Wallis... „Ich habe doch schon gesagt, dass ich von Noten keine Ahnung habe!“ Vielleicht hätte man diese Frage tatsächlich besser auslassen können. Ihr Zusatz zur Antwort: „feckin’ eejit“ (Deutsch (etwa): Die Steigerung von Vollidiot).

650: Durchschnittliche Besucherzahl bei Wallis’ Konzerten in Deutschland... Wallis Bird kam in der Stadt Meath zur Welt, wuchs in Wexford auf und studierte (und feierte!) schließlich in Dublin. Sie ist stolze Irländerin, was sie auch gerne lautstark verkündet –, und ihr Akzent sickert ohne Frage in vielen ihrer Songs durch. Und doch hat sie ihre musikalische Karriere in Deutschland begonnen. Sie zog vor rund zwei Jahren hierher, nachdem sie zwei deutschen Brüdern begegnet war: Auf einem einwöchigen internationalen Musikworkshop waren die drei per Zufall in einer Jam-Session gelandet. Die dreist-gefühlvollen Songs und das energisch-intuitive Gitarrenspiel von Wallis passte perfekt zu dem „echten“ musikalischen Können von Christian (Schlagzeug) und Michael Vinne (Bass). Als sich die Brüder schließlich wieder in ihre Heimatstadt Mannheim aufmachten, „eine kleine alte Arbeiterstadt zwischen Stuttgart und Frankfurt“, so Wallis, ging sie kurzerhand mit ihnen und holte kurze Zeit später ihre irische Freundin Aoife O’Sullivan als weiteres Bandmitglied dazu. „Ich wusste plötzlich, in welche Richtung ich gehen wollte, und mir wurde klar, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen wollte: Songs schreiben und eine Band haben. Ich hatte mich vorher nie so recht festlegen können.“

27: Ihr derzeitiges Alter (jetzt aber in Jahren)…

Fünf: die Anzahl der Finger an Wallis’ linker Hand, die von einem Rasenmäher abgetrennt wurden, als sie gerade anderthalb Jahre alt war... Allerdings wurden vier davon wieder angenäht. „Ziemlich gut dafür, dass es erst 23 Jahre her ist, oder?“, sagt sie und wackelt sichtlich erfreut mit den geretteten Fingern. Die Linkshänderin versuchte sich schon kurz nach ihrem Krankenhausaufenthalt erneut an der Gitarre – trotz eines dicken Verbands an der linken Hand. Inzwischen ist sie überzeugt, dass es die bestmögliche Krankengymnastik war. Denn: beobachtet man sie heute dabei, wie sie ihre Gitarre bearbeitet, wie sie auf sie einschlägt und sie durch die Gegend schleudert, fällt ihr Handicap keinesfalls auf. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wäre Wallis niemals diejenige Ausnahmegitarristin geworden, die sie heute ist, wenn ihr nicht besagter Unfall „in die Quere gekommen“ wäre: Denn aufgrund der Verletzungen lernte Wallis von nun an auf einer Rechtshänder-Gitarre, die sie einfach nur andersherum hielt. Was auch bedeutet: Die Reihenfolge der Saiten war genau umgekehrt. Was wiederum die Grifftechniken und das gesamte Gitarrenspiel von Wallis Bird zu einer verdammt außergewöhnlichen und einzigartigen Angelegenheit macht. Was man natürlich auch raushören kann..

29: das Alter ihres deutschen Produzenten, Marcus Wüst, der ihr kommendes Debütalbum aufgenommen hat...

52: die durchschnittliche Fahrzeit in Minuten von Mannheim nach Offenburg – eine Strecke, die Wallis’ Mitstreiter Christian und Michael Vinne zurücklegen müssen, wenn sie ihre Eltern besuchen wollen. Von London, wo die Vinne-Brüder inzwischen mit Wallis gelandet sind, dürfte die Reise noch ein wenig länger dauern.

Zwei: die Anzahl der Songs, in denen Wallis, wie sie selbst zugibt, fast schon wie eine „Stalkerin“ klingt... Einerseits wäre da das ruhige und zugleich angespannte Stück „Moodsets“ (digitaler Single-VÖ im Juni), das mit einer Mischung aus eindringlichen Akustik-Einlagen und an Grunge erinnernden Akkorden besticht. „Als der Song entstanden ist, durchlebte ich gerade eine unglaublich miese Phase. Mir ging’s wirklich richtig dreckig. Ich war absolut verliebt, allerdings gab es nicht einmal die geringste Chance für mich, also fragte ich mich, wie ich damit klarkommen sollte. Und, sicherlich, in gewisser Weise habe ich mich sogar wie eine Stalkerin verhalten. Ich hab mich unfassbar seltsam verhalten, so kenne ich mich gar nicht! Wenn man verliebt ist, kann es einem ohne Weiteres passieren, dass man sich wie der letzte `eejit´ (Vollidiot) verhält“, gesteht sie schulterzuckend. Der andere Song ist das bereits eingangs zitierte „Counting To Sleep“. „Ich war gerade dabei, mich unsterblich zu verlieben, und ich konnte nachts kein Auge mehr zutun – also lag ich die ganze Nacht wach im Bett rum. Ich wusste schließlich überhaupt nicht mehr, was ich mit mir anfangen sollte. Das war echt verdammt hart: Ich fühlte mich wie eine läufige Hündin, und ich wollte andauernd in seiner Nähe sein... das war alles echt ziemlich peinlich, was damals abging.“

Sieben: das Alter, in dem Wallis ihren ersten eigenen Song komponierte... Der Song handelte von „einer Autofahrt und, oh mein Gott, es klingt echt übel, es ging nämlich darum, wie es ist, wenn man sich auf dem Rücksitz küsst...“, lacht sie leicht beschämt. „Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass meine Mutter mich immer davon abhalten wollte, diesen Song zu singen, weil ich ja noch so jung war – sieben Jahre! Danach habe ich dann gemeinsam mit meinem Bruder eine ganze Reihe brutaler Songs geschrieben: Über einen Gang zum Schlachter zum Beispiel... Wir saßen dann in seinem Schlafzimmer und haben die Köpfe über einem Kassettenrecorder zusammengesteckt – und seither habe ich nicht mehr damit aufgehört.“

3000: die Stückzahl, die Wallis von ihrer in Deutschland erschienenen Debüt-EP „Branches Untangle“ hat pressen lassen... „Alles selbst gemacht, mit großartigem Artwork – wir haben alles auf eigene Faust erledigt und dabei ein Vermögen ausgegeben! Aber immerhin ist die EP wie eine Bombe im deutschen Radio eingeschlagen. Sicherlich hätte die Aufnahmequalität noch einen Tick besser sein können, aber den Leuten hat’s auch so gefallen. Darum wurde die Scheibe bei eBay Deutschland schließlich auch für 60 Euro gehandelt!“

6500: Die Gesamtzahl, die von der EP „Branches Untangle“ verkauft wurden, wenn man Download-Käufe dazuzählt...
Mehrere Millionen: die Zahl der Fernsehzuschauer und Radiohörer, die kürzlich Wallis’ sechzigminütigen Auftritt bei einem deutschen Festival mitverfolgten, der von einem der größten Sender übertragen wurde... Die handverlesene Liste der Künstler zeigte deutlich, wer die heißesten Acts im deutschen Radio sind: Corinne Bailey Rae, Scissor Sisters, James Morrison, The Fray, Paolo Nuttini, Nerina Pallot, The Feeling und Wallis Bird.

20: die Anzahl der Wochen, die ihre Radiosingle „Blossoms In The Street“ in den deutschen Airplay-Charts vertreten war...

10: die Anzahl der Wochen, die besagte Single in den Top-10 der SWR3-Hörercharts zu finden war. Die Höchstplatzierung war der zweite Platz... was wiederum deutlich macht, dass Wallis Bird den umgekehrten Weg gegangen ist: Sie hat die Insel verlassen, um (nicht nur) im Südwesten Deutschlands ihre Karriere auf eigene Faust zu starten – und um dann erst bei der englischen Plattenfirma Island Records zu landen (doch dazu später mehr).
Gegen Null: Das Budget, mit dem Wallis ihre Karriere ins Rollen gebracht hat. Inzwischen dürfte sie aber ihren Dispo wieder verlassen haben.

„Zwei Milliarden-Millionen“: laut Wallis Bird die (ungefähre) Zahl ihrer MySpace-Friends... Wobei einer von diesen „Friends“ die Band ihres Bruders ist: Sticky Digit. Wallis bevorzugt es, gar nicht erst über die Bedeutung des Bandnamens zu reflektieren.

Sieben: die Zahl der Kinder des Ehepaars Bird... Wallis ist das zweitjüngste Kind. „Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann erinnere ich mich in erster Linie an das ganze Geschrei, an die konstante Lautstärke, die in unserem Haus herrschte, und an die ganzen Auseinandersetzungen zwischen meinen Geschwistern. Das normale Programm eben, das in jeder Familie abläuft. Es war schon eine sehr coole Zeit.“ Auch gesteht sie, dass Wallis eigentlich gar kein typisch irischer Name ist. Er hat nichts mit Wallis Simpson zu tun, der in Amerika geborenen Herzogin von Windsor, für die Edward VIII. seinen Thron verlassen hat. Fragt man ein wenig nachdrücklicher, gesteht Wallis schließlich leicht beschämt, dass ihre Mutter sie „nach einem Steinkohlenbergwerk benannt hat... Andere Kinder werden nach wunderschönen Blumen benannt, oder sie tragen den Namen eines bestimmten Wochentags, nur ich musste unbedingt nach einem ollen Bergwerk benannt werden! Inzwischen versucht meine Mutter sogar, diese Tatsache unter den Teppich zu kehren – sie sagt, dass sie den Namen doch wegen Wallis Simpson ausgewählt hat –, aber das kann jetzt auch nichts mehr an der Tatsache ändern.“

Sechs: die Zahl der Monate, die Wallis und Co. inzwischen in London verbracht haben, nachdem sie Ende 2006 Mannheim verließen... Nachdem sie einen ordentlichen Hype in ganz Deutschland verursacht hat, gefolgt von einem eindrucksvollen Showcase in London (im März 2006), unterzeichnete Wallis schließlich im September 2006 einen Vertrag bei Island Records. Ihr Debütalbum hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits im Kasten – sie selbst hatte als Co-Produzentin mitgewirkt, während Marcus Wüst den Rest erledigt hat. Trotzdem vermisst sie Irland hin und wieder.
Unbekannt: Die Zahl der Gitarren, die Wallis im Jahr verschleißt. Ihr deutscher Endorsement-Partner Lakewood unterstützt sie allerdings, um den Verschleiß durch ausgelassene Live-Experimente auszugleichen.

60: Die Zahl der Menschen, denen Wallis mit dem Song „The Circle“ ein Zeichen ihrer Zuneigung gesetzt hat... „Es handelt sich keinesfalls um ein gewöhnliches Liebeslied. Es geht vielmehr um einen Pub – und um ein ganz besonderes Gefühl. Dazu muss man wissen, dass ich früher gemeinsam mit einer Gruppe von insgesamt 60 Leuten jeden Montag in einen Pub in Dublin gegangen bin. Wir waren wirklich jeden Montag da, ohne Ausnahme! Das war während meines Studiums. Der Pub war einfach perfekt – und die Gruppe war wie meine Familie“, seufzt sie wehmütig. „Wir haben die ganze Nacht getanzt, haben uns volllaufen lassen und die ganze Nacht durchgefeiert. Wir haben so viel getrunken, geraucht und getanzt, dass wir meistens schon am Dienstag für den Rest der Woche pleite waren. So eine Gruppe von Leuten, wie meine Pub-Freunde, wird man nur selten finden. Insofern handelt `The Circle´ von ihnen allen, weil ich mich einfach nur für die gute Zeit bedanken wollte.“

Fünf: die Zahl der Songs auf Wallis Birds Fünf-Song-Compilation, die sie als „kathartisch“ beschreibt... „Die Songs haben auf jeden Fall ein kathartisches Element, etwas Reinigendes. Und sie alle spiegeln mein Leben wider. Ich muss in meinen Songs einfach absolut ehrlich sein – anders geht es gar nicht“, berichtet sie. Die wunderschöne Ballade „All For You“ (Textbeispiel: „when I am with you I have magic“), ist ein perfektes Beispiel für diesen Selbstreinigungseffekt.

Zwei oder drei (ungefähr): die Zahl sagt aus, wie oft du dir Wallis Birds erste „richtige“ Single „Blossoms In The Street“ anhören musst, um von ihr abhängig zu werden... Ein Hauch von Edie Brickells „What I Am“, dazu ein Tupfer Joni Mitchell, und obendrein eine dicke, fette Ansage von einer Singer/Songwriterin, die genauso eindringlich flüstern wie lautstark losbrüllen kann, die mit 23 Jahren autodidaktischer Erfahrung die Standards des Gitarrespielens (und die Gitarre selbst) auf den Kopf stellt, und die ihr Herz, ihre Seele und sämtliche Gefühlslagen aus ihrer Magengegend ungefiltert in jede einzelne Zeile schüttet, die sie von sich gibt. „I shave my legs today“, singt sie sanft und doch nachdrücklich, „and hope someone may want to touch my…. skin“. Wallis Bird: mit ihren Texten genauso direkt und auf den Punkt wie mit ihren Melodien.

54.600: ungefähre Einwohnerzahl von Baden-Baden... jenem Ort also, an dem Wallis vergangenes Jahr beim New-Pop-Festival geglänzt hat. Danach trat sie ihre erste „richtige“ Tour an, die sie durch...

14: ... Städte in Deutschland führen sollte.
Oh, Diverse: die Zahl der Einflüsse, die Wallis in den Sinn kommen, wenn man sie danach fragt... Irland. Familie. Freunde. Leben. Liebe. Pubs. Ella Fitzgerald. Nina Simone. Fiona Apple. „Ich liebe Jazz, und ich liebe Frauen, die mächtige und mutige Stimmen haben. Früher habe ich lange Jahre zu Ani DiFranco aufgeblickt. Ihr geht wirklich alles am Arsch vorbei; sie macht nur, wonach ihr der Sinn steht – was sie zum Inbegriff einer starken Frau macht. Ich musste mir ihre Sachen einfach immer und immer wieder anhören, und sie hat all das im Alleingang auf die Beine gestellt. Darum hat sie heute auch so eine große Gefolgschaft und einen derartigen Kultstatus.“

Ohne Zahl: Wallis Bird – die Irin mit der unglaublichen stimmlichen Gabe, die ihren Träumen nach Deutschland gefolgt ist, die ihre Gefühlswelt mit absoluter Ehrlichkeit präsentiert, die sich nicht einmal davon abhalten ließ, als sie die Hälfte ihrer Finger verlor – glaubt, dass man die Sache wie DiFranco angehen sollte: An erster Stelle muss man in sich reinhorchen und seinen Instinkten folgen. „Wenn du dein Leben glücklich mit dem bestreiten kannst, was du so oder so tust, dann ist alles im Lot. Daran glaube ich.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„Counting one, two, three, four… the way I’m acting is ridiculous/like a dog in heat/following and sniffing your tail/what is wrong with me?“ – aus dem Song „Counting To Sleep“ von Wallis Bird

Wallis Bird in Zahlen: eine numerische Einführung in die Welt der irischen Singer/Songwriterin mit der lauten Gitarre und der unglaublich klaren Stimme, die ihre Karriere in Deutschland antrat, um nun auch ihre eigentliche Heimat zurückzuerobern...

Sechs: das Alter, in Monaten allerdings, in dem Wallis ihre erste Gitarre bekommen hat... „Allerdings wurde ich nie dazu gezwungen“, stellt Wallis gleich im ersten Satz klar. „Ich bin früher immer auf der Klampfe herumgetanzt, bis auch mir irgendwann klar wurde, dass man sie ja eigentlich über die Schulter tragen und anderweitig einsetzen sollte.“

Null: die Anzahl der Gitarrenstunden, die Wallis in ihrem Leben absolviert hat... „Ich habe nie wirklich gelernt, wie man Songs schreibt oder Noten liest. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich eine ganz schön faule Sau sein kann. Wenn mir ein Song einfällt, dann schreibe ich die Idee keinesfalls auf, ich spiele ihn einfach. Was auch bedeutet, dass mir viele Songs im Laufe der Zeit abhanden gekommen sind, weil ich mich nicht mehr an sie erinnern konnte.“

Sechs: die Zahl der Linien, aus denen ein Notensystem besteht – so dachte zumindest Wallis... „Ich habe doch schon gesagt, dass ich von Noten keine Ahnung habe!“ Vielleicht hätte man diese Frage tatsächlich besser auslassen können. Ihr Zusatz zur Antwort: „feckin’ eejit“ (Deutsch (etwa): Die Steigerung von Vollidiot).

650: Durchschnittliche Besucherzahl bei Wallis’ Konzerten in Deutschland... Wallis Bird kam in der Stadt Meath zur Welt, wuchs in Wexford auf und studierte (und feierte!) schließlich in Dublin. Sie ist stolze Irländerin, was sie auch gerne lautstark verkündet –, und ihr Akzent sickert ohne Frage in vielen ihrer Songs durch. Und doch hat sie ihre musikalische Karriere in Deutschland begonnen. Sie zog vor rund zwei Jahren hierher, nachdem sie zwei deutschen Brüdern begegnet war: Auf einem einwöchigen internationalen Musikworkshop waren die drei per Zufall in einer Jam-Session gelandet. Die dreist-gefühlvollen Songs und das energisch-intuitive Gitarrenspiel von Wallis passte perfekt zu dem „echten“ musikalischen Können von Christian (Schlagzeug) und Michael Vinne (Bass). Als sich die Brüder schließlich wieder in ihre Heimatstadt Mannheim aufmachten, „eine kleine alte Arbeiterstadt zwischen Stuttgart und Frankfurt“, so Wallis, ging sie kurzerhand mit ihnen und holte kurze Zeit später ihre irische Freundin Aoife O’Sullivan als weiteres Bandmitglied dazu. „Ich wusste plötzlich, in welche Richtung ich gehen wollte, und mir wurde klar, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen wollte: Songs schreiben und eine Band haben. Ich hatte mich vorher nie so recht festlegen können.“

27: Ihr derzeitiges Alter (jetzt aber in Jahren)…

Fünf: die Anzahl der Finger an Wallis’ linker Hand, die von einem Rasenmäher abgetrennt wurden, als sie gerade anderthalb Jahre alt war... Allerdings wurden vier davon wieder angenäht. „Ziemlich gut dafür, dass es erst 23 Jahre her ist, oder?“, sagt sie und wackelt sichtlich erfreut mit den geretteten Fingern. Die Linkshänderin versuchte sich schon kurz nach ihrem Krankenhausaufenthalt erneut an der Gitarre – trotz eines dicken Verbands an der linken Hand. Inzwischen ist sie überzeugt, dass es die bestmögliche Krankengymnastik war. Denn: beobachtet man sie heute dabei, wie sie ihre Gitarre bearbeitet, wie sie auf sie einschlägt und sie durch die Gegend schleudert, fällt ihr Handicap keinesfalls auf. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wäre Wallis niemals diejenige Ausnahmegitarristin geworden, die sie heute ist, wenn ihr nicht besagter Unfall „in die Quere gekommen“ wäre: Denn aufgrund der Verletzungen lernte Wallis von nun an auf einer Rechtshänder-Gitarre, die sie einfach nur andersherum hielt. Was auch bedeutet: Die Reihenfolge der Saiten war genau umgekehrt. Was wiederum die Grifftechniken und das gesamte Gitarrenspiel von Wallis Bird zu einer verdammt außergewöhnlichen und einzigartigen Angelegenheit macht. Was man natürlich auch raushören kann..

29: das Alter ihres deutschen Produzenten, Marcus Wüst, der ihr kommendes Debütalbum aufgenommen hat...

52: die durchschnittliche Fahrzeit in Minuten von Mannheim nach Offenburg – eine Strecke, die Wallis’ Mitstreiter Christian und Michael Vinne zurücklegen müssen, wenn sie ihre Eltern besuchen wollen. Von London, wo die Vinne-Brüder inzwischen mit Wallis gelandet sind, dürfte die Reise noch ein wenig länger dauern.

Zwei: die Anzahl der Songs, in denen Wallis, wie sie selbst zugibt, fast schon wie eine „Stalkerin“ klingt... Einerseits wäre da das ruhige und zugleich angespannte Stück „Moodsets“ (digitaler Single-VÖ im Juni), das mit einer Mischung aus eindringlichen Akustik-Einlagen und an Grunge erinnernden Akkorden besticht. „Als der Song entstanden ist, durchlebte ich gerade eine unglaublich miese Phase. Mir ging’s wirklich richtig dreckig. Ich war absolut verliebt, allerdings gab es nicht einmal die geringste Chance für mich, also fragte ich mich, wie ich damit klarkommen sollte. Und, sicherlich, in gewisser Weise habe ich mich sogar wie eine Stalkerin verhalten. Ich hab mich unfassbar seltsam verhalten, so kenne ich mich gar nicht! Wenn man verliebt ist, kann es einem ohne Weiteres passieren, dass man sich wie der letzte `eejit´ (Vollidiot) verhält“, gesteht sie schulterzuckend. Der andere Song ist das bereits eingangs zitierte „Counting To Sleep“. „Ich war gerade dabei, mich unsterblich zu verlieben, und ich konnte nachts kein Auge mehr zutun – also lag ich die ganze Nacht wach im Bett rum. Ich wusste schließlich überhaupt nicht mehr, was ich mit mir anfangen sollte. Das war echt verdammt hart: Ich fühlte mich wie eine läufige Hündin, und ich wollte andauernd in seiner Nähe sein... das war alles echt ziemlich peinlich, was damals abging.“

Sieben: das Alter, in dem Wallis ihren ersten eigenen Song komponierte... Der Song handelte von „einer Autofahrt und, oh mein Gott, es klingt echt übel, es ging nämlich darum, wie es ist, wenn man sich auf dem Rücksitz küsst...“, lacht sie leicht beschämt. „Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass meine Mutter mich immer davon abhalten wollte, diesen Song zu singen, weil ich ja noch so jung war – sieben Jahre! Danach habe ich dann gemeinsam mit meinem Bruder eine ganze Reihe brutaler Songs geschrieben: Über einen Gang zum Schlachter zum Beispiel... Wir saßen dann in seinem Schlafzimmer und haben die Köpfe über einem Kassettenrecorder zusammengesteckt – und seither habe ich nicht mehr damit aufgehört.“

3000: die Stückzahl, die Wallis von ihrer in Deutschland erschienenen Debüt-EP „Branches Untangle“ hat pressen lassen... „Alles selbst gemacht, mit großartigem Artwork – wir haben alles auf eigene Faust erledigt und dabei ein Vermögen ausgegeben! Aber immerhin ist die EP wie eine Bombe im deutschen Radio eingeschlagen. Sicherlich hätte die Aufnahmequalität noch einen Tick besser sein können, aber den Leuten hat’s auch so gefallen. Darum wurde die Scheibe bei eBay Deutschland schließlich auch für 60 Euro gehandelt!“

6500: Die Gesamtzahl, die von der EP „Branches Untangle“ verkauft wurden, wenn man Download-Käufe dazuzählt...
Mehrere Millionen: die Zahl der Fernsehzuschauer und Radiohörer, die kürzlich Wallis’ sechzigminütigen Auftritt bei einem deutschen Festival mitverfolgten, der von einem der größten Sender übertragen wurde... Die handverlesene Liste der Künstler zeigte deutlich, wer die heißesten Acts im deutschen Radio sind: Corinne Bailey Rae, Scissor Sisters, James Morrison, The Fray, Paolo Nuttini, Nerina Pallot, The Feeling und Wallis Bird.

20: die Anzahl der Wochen, die ihre Radiosingle „Blossoms In The Street“ in den deutschen Airplay-Charts vertreten war...

10: die Anzahl der Wochen, die besagte Single in den Top-10 der SWR3-Hörercharts zu finden war. Die Höchstplatzierung war der zweite Platz... was wiederum deutlich macht, dass Wallis Bird den umgekehrten Weg gegangen ist: Sie hat die Insel verlassen, um (nicht nur) im Südwesten Deutschlands ihre Karriere auf eigene Faust zu starten – und um dann erst bei der englischen Plattenfirma Island Records zu landen (doch dazu später mehr).
Gegen Null: Das Budget, mit dem Wallis ihre Karriere ins Rollen gebracht hat. Inzwischen dürfte sie aber ihren Dispo wieder verlassen haben.

„Zwei Milliarden-Millionen“: laut Wallis Bird die (ungefähre) Zahl ihrer MySpace-Friends... Wobei einer von diesen „Friends“ die Band ihres Bruders ist: Sticky Digit. Wallis bevorzugt es, gar nicht erst über die Bedeutung des Bandnamens zu reflektieren.

Sieben: die Zahl der Kinder des Ehepaars Bird... Wallis ist das zweitjüngste Kind. „Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann erinnere ich mich in erster Linie an das ganze Geschrei, an die konstante Lautstärke, die in unserem Haus herrschte, und an die ganzen Auseinandersetzungen zwischen meinen Geschwistern. Das normale Programm eben, das in jeder Familie abläuft. Es war schon eine sehr coole Zeit.“ Auch gesteht sie, dass Wallis eigentlich gar kein typisch irischer Name ist. Er hat nichts mit Wallis Simpson zu tun, der in Amerika geborenen Herzogin von Windsor, für die Edward VIII. seinen Thron verlassen hat. Fragt man ein wenig nachdrücklicher, gesteht Wallis schließlich leicht beschämt, dass ihre Mutter sie „nach einem Steinkohlenbergwerk benannt hat... Andere Kinder werden nach wunderschönen Blumen benannt, oder sie tragen den Namen eines bestimmten Wochentags, nur ich musste unbedingt nach einem ollen Bergwerk benannt werden! Inzwischen versucht meine Mutter sogar, diese Tatsache unter den Teppich zu kehren – sie sagt, dass sie den Namen doch wegen Wallis Simpson ausgewählt hat –, aber das kann jetzt auch nichts mehr an der Tatsache ändern.“

Sechs: die Zahl der Monate, die Wallis und Co. inzwischen in London verbracht haben, nachdem sie Ende 2006 Mannheim verließen... Nachdem sie einen ordentlichen Hype in ganz Deutschland verursacht hat, gefolgt von einem eindrucksvollen Showcase in London (im März 2006), unterzeichnete Wallis schließlich im September 2006 einen Vertrag bei Island Records. Ihr Debütalbum hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits im Kasten – sie selbst hatte als Co-Produzentin mitgewirkt, während Marcus Wüst den Rest erledigt hat. Trotzdem vermisst sie Irland hin und wieder.
Unbekannt: Die Zahl der Gitarren, die Wallis im Jahr verschleißt. Ihr deutscher Endorsement-Partner Lakewood unterstützt sie allerdings, um den Verschleiß durch ausgelassene Live-Experimente auszugleichen.

60: Die Zahl der Menschen, denen Wallis mit dem Song „The Circle“ ein Zeichen ihrer Zuneigung gesetzt hat... „Es handelt sich keinesfalls um ein gewöhnliches Liebeslied. Es geht vielmehr um einen Pub – und um ein ganz besonderes Gefühl. Dazu muss man wissen, dass ich früher gemeinsam mit einer Gruppe von insgesamt 60 Leuten jeden Montag in einen Pub in Dublin gegangen bin. Wir waren wirklich jeden Montag da, ohne Ausnahme! Das war während meines Studiums. Der Pub war einfach perfekt – und die Gruppe war wie meine Familie“, seufzt sie wehmütig. „Wir haben die ganze Nacht getanzt, haben uns volllaufen lassen und die ganze Nacht durchgefeiert. Wir haben so viel getrunken, geraucht und getanzt, dass wir meistens schon am Dienstag für den Rest der Woche pleite waren. So eine Gruppe von Leuten, wie meine Pub-Freunde, wird man nur selten finden. Insofern handelt `The Circle´ von ihnen allen, weil ich mich einfach nur für die gute Zeit bedanken wollte.“

Fünf: die Zahl der Songs auf Wallis Birds Fünf-Song-Compilation, die sie als „kathartisch“ beschreibt... „Die Songs haben auf jeden Fall ein kathartisches Element, etwas Reinigendes. Und sie alle spiegeln mein Leben wider. Ich muss in meinen Songs einfach absolut ehrlich sein – anders geht es gar nicht“, berichtet sie. Die wunderschöne Ballade „All For You“ (Textbeispiel: „when I am with you I have magic“), ist ein perfektes Beispiel für diesen Selbstreinigungseffekt.

Zwei oder drei (ungefähr): die Zahl sagt aus, wie oft du dir Wallis Birds erste „richtige“ Single „Blossoms In The Street“ anhören musst, um von ihr abhängig zu werden... Ein Hauch von Edie Brickells „What I Am“, dazu ein Tupfer Joni Mitchell, und obendrein eine dicke, fette Ansage von einer Singer/Songwriterin, die genauso eindringlich flüstern wie lautstark losbrüllen kann, die mit 23 Jahren autodidaktischer Erfahrung die Standards des Gitarrespielens (und die Gitarre selbst) auf den Kopf stellt, und die ihr Herz, ihre Seele und sämtliche Gefühlslagen aus ihrer Magengegend ungefiltert in jede einzelne Zeile schüttet, die sie von sich gibt. „I shave my legs today“, singt sie sanft und doch nachdrücklich, „and hope someone may want to touch my…. skin“. Wallis Bird: mit ihren Texten genauso direkt und auf den Punkt wie mit ihren Melodien.

54.600: ungefähre Einwohnerzahl von Baden-Baden... jenem Ort also, an dem Wallis vergangenes Jahr beim New-Pop-Festival geglänzt hat. Danach trat sie ihre erste „richtige“ Tour an, die sie durch...

14: ... Städte in Deutschland führen sollte.
Oh, Diverse: die Zahl der Einflüsse, die Wallis in den Sinn kommen, wenn man sie danach fragt... Irland. Familie. Freunde. Leben. Liebe. Pubs. Ella Fitzgerald. Nina Simone. Fiona Apple. „Ich liebe Jazz, und ich liebe Frauen, die mächtige und mutige Stimmen haben. Früher habe ich lange Jahre zu Ani DiFranco aufgeblickt. Ihr geht wirklich alles am Arsch vorbei; sie macht nur, wonach ihr der Sinn steht – was sie zum Inbegriff einer starken Frau macht. Ich musste mir ihre Sachen einfach immer und immer wieder anhören, und sie hat all das im Alleingang auf die Beine gestellt. Darum hat sie heute auch so eine große Gefolgschaft und einen derartigen Kultstatus.“

Ohne Zahl: Wallis Bird – die Irin mit der unglaublichen stimmlichen Gabe, die ihren Träumen nach Deutschland gefolgt ist, die ihre Gefühlswelt mit absoluter Ehrlichkeit präsentiert, die sich nicht einmal davon abhalten ließ, als sie die Hälfte ihrer Finger verlor – glaubt, dass man die Sache wie DiFranco angehen sollte: An erster Stelle muss man in sich reinhorchen und seinen Instinkten folgen. „Wenn du dein Leben glücklich mit dem bestreiten kannst, was du so oder so tust, dann ist alles im Lot. Daran glaube ich.“

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