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Wallenstein. SPIEGEL-Edition Band 3
 
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Wallenstein. SPIEGEL-Edition Band 3 [Gebundene Ausgabe]

Golo Mann
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1296 Seiten
  • Verlag: Spiegel-Verlag (14. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3877630030
  • ISBN-13: 978-3877630037
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 239.674 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Golo Mann
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Produktbeschreibungen

Der Spiegel

Maler des Einmaligen

Ein „großes Erzählwerk“ nannte sie Rudolf Augstein in einer mehrseitigen SPIEGEL-Rezension; die „Neue Zürcher Zeitung“ kürte sie zu einem „Meisterwerk der Geschichtsschreibung“: die „Wallenstein“-Biografie von Golo Mann (1909 bis 1994).

Auch wenn es Kritik gab (die „Frankfurter Rundschau“ monierte, bei der Erwähnung des mecklenburgischen Kannibalismus sei der Autor wohl zeitgenössischen „Übertreibungen“ aufgesessen), war das Erscheinen dieses 1368-Seiten-Werks im Jahr 1971 ein großes Medienereignis. Mit der fast zwangsläufigen Folge, dass der von Golo Mann so lebendig wie detailliert erzählte Aufstieg und Fall des legendären Feldherrn und Herzogs von Friedland wenige Jahre später, 1978, in einer vierteiligen Fernsehverfilmung für das ZDF nachgezeichnet wurde.

Albrecht Wenzel Eusebius Wallenstein (1583 bis 1634) war ein böhmischer Adliger, der die habsburgisch-kaiserlichen Truppen unter anderem erfolgreich gegen den dänischen König Christian IV. und gegen den militanten Schweden-Herrscher Gustav II. Adolf führte (Gustav Adolf starb 1632 in der Schlacht bei Lützen); und der trotz dieser militärischen Erfolge, die auch sein Vermögen kräftig mehrten, am Ende von kaiserlichen Offizieren in Eger ermordet wurde – wegen angeblicher Verschwörungspläne gegen den Kaiser.

Wallenstein, der ökonomisch-effizient, also sehr modern dachte, zugleich aber noch an Astrologie glaubte, ist eine der schillerndsten und faszinierendsten Gestalten des Dreißigjährigen Krieges. Sie hat, auch unter dem Eindruck von Schillers Großdrama zu diesem Thema, Thomas Manns mittleren Sohn schon in den frühen dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts angezogen: Golo Mann schrieb 1932/33 eine historische Staatsexamensarbeit über die Geschichte der Wallenstein-Forschung.

War diese noch rein wissenschaftlich, geriet ihm die spätere Bio¬grafie eher zu einem „historischen Roman“, wie er selbst einmal bekannt hat. Ein gewisser „Anteil an Poesie“ sei für den Histori¬ker unvermeidlich, meinte er, weil die Geschichtsschreibung es mit dem Einmaligen und Ähnlichen, zumal mit ungewöhnlichen Individuen zu tun habe, und nicht mit strikt Vergleichbarem, das dann zur Grundlage irgendwelcher Gesetze werden könne.

Vor allem zwei Mittel sind es, mit denen Golo Mann diesem Einmaligen nahe zu kommen versucht: psychologische Einfühlung bis an den Rand der Spekulation; und das Schattieren von Nuancen, ob sie nun Landschaften betreffen oder das jeweilige „Schachspiel“ der Fürsten und Hofschranzen.

Eindrucksvoll, wie der Autor mit wenigen Strichen Orte skizziert: Er sieht, gleich zu Beginn, das Dorf Hermanitz „im Osten des schönen Landes Böhmen“ liegen, „an der Elbe oder Labe, dort, wo sie nach Süden fließt. Die Gegend, mit Wiesen, bewegtem Wasser und buchenwaldumzogener Höhenkette, ist lieblich noch heute, obgleich nicht ganz so, wie vor Zeiten, als um das Castell nur wenige Wirtschaftsgebäude und Wohnungen für die Leibeigenen standen.“ An anderer Stelle rühmt er das „böhmische Paradies mit seinen sandbestreuten Felsen und Fichten, rollendes Hügelland und fette Weiden, waldige Ausläufer des Riesengebirges“.

Von Joachim Fest, der Golo Mann in seinen „Begegnungen“ (2004) ein Porträt gewidmet hat, wissen wir: Golo Mann war ein Augenmensch. Malend hätte einer wie er, so gestand er, noch besser als mit Geschichtsschreibung es schaffen können, die „tausend Schrecken der Welt durch Formanstrengung“ zu bannen.

So fesselt das „Wallenstein“-Buch, das die späte Friedensliebe des Feldherrn vielleicht etwas überschätzt, vor allem durch eine Anschaulichkeit, die nicht selten ans Malerische grenzt (besonders gelungen in dem Kapitel „Mecklenburg“). Und die, da sie zum verweilenden Blick animiert, in reizvoller Spannung steht zum oft wie atemlos vorwärts drängenden Rhythmus der Sätze, deren archaisierender Tonfall immer wieder an eine alte Chronik erinnert.

Nachwort von Mathias Schreiber zu Wallenstein. SPIEGEL-Edition Band 3

Pressestimmen

Ein Klassiker der Geschichtsschreibung. Noch immer gilt Sebastian Haffners Diktum: "Golo Manns Buch ist das ausführlichste, das je über diesen Gegenstand geschrieben worden ist, und zugleich das kurzweiligste. Der Autor bringt die Geschichte selbst zum Sprechen, und der Leser, eingesponnen und getragen von einer epischen Gestaltungskraft, die in Deutschland heute nicht ihresgleichen hat, schließt das Buch mit dem Gefühl er sei zum erstenmal selbst dabeigewesen."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
55 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es kommt selten genug vor, daß eine historische Personenbetrachtung literarisch die gleiche Qualität erreicht wie geschichtswissenschaftlich - Golo Manns Erzählung über Wallensteins Leben aber gelingt dieses Kunststück.

Der Titel ist zutreffend gewählt - in teilweise fast plauderndem Tonfall, der den Leser oft auch sprachlich in die Zeit des dreißigjährigen Krieges zurückversetzt, und mit vielen Zitaten aus Primärquellen, die mit leichter und geschickter Hand wunderbar unkompliziert in den Erzählfluß integriert werden, wird hier das Leben Wallensteins in all seiner Vielschichtigkeit wirklich erzählt, ja geradezu erlebbar gemacht.

1100 Seiten lassen viel Raum für zahlreiche Nebenbetrachtungen und Ausflüge in benachbarte Themen - aber langatmig oder gar langweilig wird das Buch nie. Großartig der Detailreichtum, die grandiose Leichtigkeit, die Lebendigkeit und Unmittelbarkeit der Darstellung. Mann schildert in wahrhaft epischer Form nicht nur ein bewegtes und ungewöhnliches Leben, das die zeitgenössischen Beobachter ähnlich überrascht und ratlos zurückgelassen hat wie heute den modernen Leser, sondern beschreibt eine ganze Epoche mit all ihren Hoffnungen und Ängsten. In keinem Buch habe ich mehr darüber erfahren, was die Zeitgenossen Wallensteins dachten, was sie bewegt hat.

Ob der Autor zu sehr für Wallenstein Partei ergreift möge jeder Leser für sich entscheiden; mir erscheint die Darstellung ausgewogen, auch wenn eine gewisse unvermeidliche Identifizierung des Autors mit seinem Gegenstand feststellbar sein mag.

Ein - wenn man so will - Nachteil des Buches soll aber nicht verschwiegen werden. Es ist relativ ungeeignet für den interessegeleiteten studentischen Leser, der mit einer konkreten Zielsetzung (d.h. mit einer einzelnen Fragestellung für Referat oder Hausarbeit) an das Thema und damit das Buch herangeht. Das Register ist zwar umfassend und nützlich, aber wer hofft, ein oder zwei Kapitel, oder gar nur einige Seiten zur Bearbeitung einer Einzelfrage herausziehen zu können, der wird wohl von diesem Buch ziemlich enttäuscht werden und andere, zu diesem Zweck besser geeignete Darstellungen bevorzugen. Manns Wallenstein verlangt den geduldigen Leser, der das Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite liest. Doch man bereut keine Stunde, die man in dieses Buch investiert.

Für jeden historisch Interessierten ein Muß - aber nicht nur für Historiker lesenswert.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
66 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
... schludrige SPIEGEL-EDITION 22. September 2006
Von micha
Format:Gebundene Ausgabe
Manns Wallenstein in der SPIEGEL-EDITION ist ein einziges Ärgernis!

Das Text muß für diese Ausgabe gescannt und dann durch ein OCR-Programm gejagt worden sein, wonach man noch eine schwache Rechtschreibprüfung drüberhuschen ließ. Es wimmelt von irritierenden Fehler. Statt 'Heer' sieht man sich einem 'Herr' gegenüber, das Kepler gemeint ist, reimt sich der zweifelnde Leser aus dem Namen 'Johannes Kepier' zusammen, ich bin fast sicher, irgendwo wird aus einem 'Fußfall' ein Fußball (das schöne Beispiel finde ich allerdings nicht wieder) - kurz, dieses Buch ist äußerst schludrig produziert. Wenn darüber ein Lektor gesessen haben sollte, muß der von der naturtrüben Sorte sein. Die (wenigen) Karten sind nicht indexiert, und stößt man auf eine, ist es durchgängig die denkbar erbärmlichste Form von Grafikscan (lustiges Ortsnamen Raten).

Haptisch ist das Buch toll - man darf es bloß nicht lesen wollen ... Der 'Wallenstein' Manns ist großartig; die SPIEGEL Ausgabe absolut nicht zu empfehlen.

micha, seinen Augen nicht trauend
War diese Rezension für Sie hilfreich?
42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf die Spiegel Edition. Das Buch selbst ist inhaltlich ein wirkliches Meisterwerk der Geschichtsschreibung und dem Interessierten unbedingt zu empfehlen, wenn auch keine leichte Kost mit mehr als 1000 engen Seiten, vielen Original Zitaten und einer besonderen Sprache.

Wirklich mies hingegen ist die SPIEGEL Ausgabe dieses Buches:

Ich kann mich dem Vor-Rezensent nur anschließen. Das gesamte Buch ist von offensichtlichen Fehlern einer Texterkennungssoftware gespickt, das es fast schon an einen neuen Zeitvertreib erinnert, die wirkliche Bedeutung von Worten zu erraten.

Beispiele:

"muhe Welt" bedeutet vermutlich "rauhe Welt"

"Zerbsl" statt "Zerbst"

"Aschersieben" statt "Aschersleben"

Finger weg und eine andere Ausgabe gekauft !

Übrigens : Dies ist schon das 2. Buch das ich aus das Spiegel Edition gekauft und auch bewertet habe und auch das andere war von außerordentlich schlechter Druckqualität. Diese miese Qualität hat mich überhaupt erst bewegt hier ein paar Worte zu schreiben.
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Wallenstein
Geschichte wird hier detailgenau und auf hohem Niveau dargestellt. Die Besonderheit besteht hier in der Form der "Erzählung". Das Werk ist bekannt, aber immer noch gut lesbar.
Vor 8 Monaten von Burgunder veröffentlicht
Historie packend erzählt
Golo Mann gelingt es, den Leser durch besondere Sprachwahl in die Zeit des 30jährigen Krieges zu versetzen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von tim4812 veröffentlicht
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