In "Wallanders erster Fall" erfahren wir, wie der Kommissar zu dem Menschen und Polizisten geworden ist, den wir aus den bisherigen Romamen kennen.
Mankell versucht zu beschreiben, wie sich die Gesellschaft und folglich auch der junge Kommissar entwickeln.
Leider ist an einigen Stellen klar zu spüren, daß dieser "Prolog" erst nach den anderen Fällen (Mörder ohne Gesicht, Die Falsche Fährte, Die weiße Löwin, Der Mann der lächelte, Mitsommermord, Die Brandmauer) entstanden ist.
Zu systematisch wurden bereits vorhandene Informationen in die "Historie" eingebaut.
Diese Tatsache kann jedoch nicht verhindern, wieder die für Mankell typische Spannung aufkommen zu lassen.
Insgesamt kommt "Wallanders erster Fall" wohl nicht an die Vorgänger heran, befriedigt aber die Neugier der Leser nach Wallanders Vorgeschichte und bietet einen guten Krimi - also gute Unterhaltung.
Wer bisher noch kein Mankell Fan ist, sollte mit den Vorgänger-Werken anfangen, da hier doch kein "klassischer" Mankell vorliegt.
Die Lust auf mehr - und auf "Wallanders erster Fall" wird sich ohnehin einstellen.