Verfilmungen gelungener Bücher haben es ja bekanntlich schwer, den hohen Erwartungen des hoffnungsvollen Zuschauers gerecht zu werden. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe, so wird man zum Beispiel bei einer Verfilmung mit Bildern konfrontiert, die möglicherweise im starken Gegensatz zu den Bildern stehen, die sich beim Lesen des Romans im Kopf gebildet haben. Das ist jedoch kaum zu vermeiden, und ich möchte es dem Film deshalb auch nicht ankreiden. Auch gibt es bei Verfilmungen die üblichen Kürzungen und Änderungen im Handlungsstrang, die mal mehr und mal weniger sinnvoll erscheinen. Leider finden sich in "Die falsche Fährte" einige Umänderungen der zweiten Art. So empfand ich zum Beispiel die Änderungen am Ende des Films als unnötig und verwirrend.
Aber "Die falsche Fährte" hat auch gute Seiten. So wird zum Beispiel die Atmosphäre des Buches sehr gut eingefangen, die Schauspieler können voll und ganz überzeugen, wobei mir vor allem Rolf Lassgard als Wallander gefällt.
Der Film ist spannend, wenngleich nicht so fesselnd wie das Buch, und ist durchaus sehenswert, kann aber alles in allem mit dem Buch nicht mithalten.