Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfekt!!, 21. Oktober 2007
1979 waren PINK FLOYD schon längst keine homogene Einheit mehr. So zeichnet sich zu einem Grossteil der exzentrische Bassist und Sänger Roger Waters für dieses Überwerk verantwortlich. Einmal mehr hat Herr Waters PINK FLOYD als Plattform seines psychischen Schmerzes genutzt. So werden in diesem Werk gleich mehre Themen verarbeitet. Es geht um einen Rockstar, der sich immer mehr in die Isolation flüchtet und zu den weltlichen Dingen des Lebens mitunter ein äußerst gestörtes Verhältnis hat. Klar, dass auch der frühe Tod von R. Waters Vater verarbeitet wird. Dazu kommt ein eigenartiges Mutter-Sohn-Verhältnis" und natürlich der Streß dem ein Kind schon sehr früh durch staatliche Erziehungsanstalten ausgesetzt ist.
Perfekte Themen um eine der interessantesten Geschichten der Musikwelt zu vertonen. "The Wall" war 1979 und ist bis heute ein FLOYD-untypisches Werk. Mit den Vorgängern hat "The Wall" kaum etwas gemein.
Produktionstechnisch, wie gewohnt auf höchstem Niveau, gibt es alle paar Minuten Effekte, Töne und weiteres Interessantes zu entdecken. Weltbekannt dürfte der sich annähernde Hubschrauber sein.
Musikalisch hat R. Waters (naja, eigentlich PINK FLOYD) dieses Album perfekt inszeniert. Es gibt aus meiner Sicht nicht einen (!!) Ausfall.
Gleich zu Beginn fegt das recht harte In the Flesh" mit Volldampf aus den Boxen. Die dann folgenden Übergänge, zu den mitunter recht kurzen Stücken, sind absolut fließend und logisch. Das bekannteste Stück dieser CD Another Brick in the Wall (Part II)" hat für mich absolut nichts discohaftes. Und ich kann es selbst kaum glauben, dass ich mir den Song noch immer nicht übergehört habe. Musikalisch interessanter sind allerdings Mother", One of my turns", Hey You", Vera" oder der absolute Höhepunkt Comfortably Numb".
The Wall" ist divenhaftig, rockig, kitschig, operettenhaft, musical-like und am Ende einfach nur....................PERFEKT!
Man kann dem Album zu recht einiges vorwerfen. Wer allerdings den Zugang findet, wird diese CD wohl für immer in sein Herz schließen.
Fazit: Außer D. Gilmour leistet keiner der Musiker auf The Wall" Außergewöhnliches. Und doch ist das Album etwas ganz Besonderes. Dieses Album musste es einfach geben. Ein Album aus einem Guß. Selbst das etwas holprig wirkende Ende (4. Seite der Doppel-LP), hätte mit keiner Note anders gespielt werden dürfen.
Noch vor MARILLIONS Script for a Jesters Tear" und DREAM THEATERS Scenes from a Memory" meine ganz eindeutige Nummer 1. Zu diesem Album würde ich niemanden überreden wollen. Wer möchte, der darf und soll!!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meilensteine der Musikgeschichte. Heute: The Wall, 11. August 2002
Die 1979 erschienene Platte "The Wall" nimmt wohl unstrittig eine ganz besondere Stellung in der Geschichte der Rockmusik ein. Bereits zehn Jahre zuvor hatten The Who eine vollkommen neue Art der Rockmusikinszenierung entworfen. Mit ihrem Werk "Tommy" war es ihnen gelungen, ein Album auf den Markt zu bringen, dass wie aus einem Stück gegossen war. Es beschäftigte sich vom Anfang bis zum Ende mit EINER Handlung. Die Lieder wurden von einem Konzept zusammengehalten und bildeten gemeinsam EIN Werk. Es war das erste Mal, dass so etwas wie eine Rockoper entstanden war. Genau dies, nämlich das Erschaffen einer Rockoper, gelang Pink Floyd, beziehungsweise Roger Waters, mit "The Wall" in vollendeter Form. Auch hier wird sich thematisch mit dem Erzählen einer einzigen Geschichte befasst. Musikalisch sieht das Ganze dann so aus, dass ein Stück zumeist nahtlos in das nächste übergeht und nur dort Pausen entstehen, wo sie inhaltlich erforderlich sind - wie in einer richtigen Oper also. Dem Komponisten Roger Waters ist dies auf solch eindrucksvolle Art und Weise gelungen, dass ich persönlich selten Lust habe, mir nur ein spezielles Lied des Albums anzuhören, sondern vielmehr meistens das Bedürfnis verspüre, das komplette Werk zu genießen. Das führt dazu, dass ich "The Wall" nicht sehr oft höre. Wenn ich es aber dann tue, dann ist dies mit einem besonders intensiven Erleben der Musik verbunden, welches sich auch nicht abzunutzen droht. "The Wall" steht in der Form, in der es entstanden ist, schon relativ einsam auf weiter Flur da. Es gibt nur wenige Alben, die solch eine Wirkung und auch Bedeutung für die Rockmusik haben. Es ist tatsächlich ein waschechter Meilenstein der Musikgeschichte, und jeder halbwegs Interessierte sollte dieses Album besitzen.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pink Floyd - The Wall, 23. Juli 2002
Von Ein Kunde
Roger Waters' zwei-CD-ige Selbstdarstellung ist eine Mischung aus Anti-Kriegs-Kampagne, Aufarbeitung der Psychosen Waters' und sonstigem lustigen Krams. Es dreht sich um die fiktive Person "Pink" (nein, nicht die Pseudo-Rock-Schlampe mit den Haaren), der im Laufe seines Lebens immer mehr in seine eigene, imaginäre Welt abdriftet. Stein für Stein baut er sich seine Mauer (The Wall eben) auf, hinter der er sich vor äußeren Einflüssen schützt und immer mehr emotional und auch sonst auf jede nur erdenkliche Weise abstumpft. Und eben diese "Steine in der Mauer" (das Lied Another Brick in the Wall wird wohl jeder kennen) werden in den Liedern beschrieben: der Tod seines Vaters im 2. Weltkrieg, die übertriebene Fürsorge seiner Mutter, die Schule mit den sadistischen Lehrern ("We don't need no education..."); kurz: was wir halt alle so aus unserem eigenen Alltag kennen, hehe. So spitzt sich das Ganze bis zum Finale zu, der Gerichtsverhandlung, in der Pink verurteilt wird, die Mauer niederzureissen und sich dem realen Leben zu stellen. Musikalsich einzuordnen weiß ich das Ganze nicht, weil ich nicht viel Ahnung von dem ganzen Schubladenkram habe, aber ich behaupte mal dreisterweise, The Wall wäre zu großen Teilen psychedelischer Rock (falls es so etwas gibt). The Wall konnte mich sowohl in musikalischer als auch in "konzeptioneller" und textlicher Hinsicht vollkommen überzeugen. Nicht zuletzt, weil ich mich auch in vielerlei Hinsicht mit Protagonist Pink und seinem Verhalten identifizieren kann. Dies wird wohl vielen anderen auch so ergehen, die dieses Album hören; und sei es nur, dass man sich in dem gefeierten, per Machtmißbrauch zum Diktator avancierenden Musikstar sieht. In diesem Sinne: Hört mehr The Wall (und nehmt meinen etwas albernen Schreibstil nicht allzu ernst)!
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