....und wie!
Zwar sagen viele Leute mittlerweile, dass Banksy völlig ins Kommerzielle gedriftet ist und nurnoch Profitgeil ist (Prinz William hat sich u.a. ein Bild für 100.000 Pfund von ihm gekauft), der Begriff, das Buch mit "Wahnsinn" zu betiteln, trifft es meiner Meinung nach allerdings wohl doch am besten.
Ein weiterer großer Teil der Gesellschaft hält es für unsozial, falsch und illegal etwas auf Wände zu malen. Wie und wo jeder mit seiner Meinung steht, möchte ich nicht beurteilen, ich denke allerdings, dass dieses Buch, dem Leser es zumindest ermöglicht, seinen Horizont zu erweitern und von vielen Vorurteilen Abstand zu gewinnen.
Banksy fasst, ohne viel Gerede über seine Person, zusammen, was er denkt. In dem Buch befinden sich über 150 verschiedene Zeichungen und Bilder die dem Betrachter oft mehr als nur ein leichtes Zucken am Mundwinkel herrauskitzeln.
Man identifiziert sich enorm schnell mit der Einstellung von Banksy, welche er in 2 etwas längeren Texten beschreibt. Er sieht sich selbst als Opfer, als eine Art Ratte. "If you are dirty, insignificant and unloved then Rats are the ultimate role model"- in dementsprechend vielen Bildern sind Ratten enthalten.
Zudem kritisieren viele seiner Bilder in "Wall & Piece" die Gesellschaft sowie den Staat und ihre Formen. So stellt er z.B. in einigen Bildern Polizisten und Guards der Lächerlichkeit preis, was ihm insgesamt enorm gut gelingt.
Banksy bewegt die Gemüter. Niemand kennt ihn, seinen richtigen Namen oder sein Aussehen. Allein das macht ihn schon Interessant, weshalb ich jedem, der sich ein wenig für neue Kunst interessiert, und sich gerne mal von etwas inspirieren lässt, was gesellschaftlich (noch?) nicht anerkannt ist, disess Buch empfehle!