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Moviemans Kommentar zur DVD: Wer hier nicht auf seine Kosten kommt, dem kann man wohl auch nicht weiterhelfen. Bild- und Soundqualität sind meisterhaft und die Extras bieten einen satten Anteil Bonusfilme, Extraszenen, Featurettes und Kommentare. Erstklassig.
Bild: Hier gibt es von vorne bis hinten nichts auszusetzen. Die Blu-ray präsentiert aller höchsten Standard und lässt, bis auf ganz seltenes Bildruckeln in Schwenks (00:03:45) keinen Platz für Fehler, Staubkörnchen oder Kompressionsprobleme. Die Auflösung ist phänomenal hoch und auch das Farbspektrum erstreckt sich über alle nur erdenklichen Facetten. Gemeinsam mit den hervorragend herausgearbeiteten Oberflächenstrukturen finden sich Ansichten, die überhaupt nicht animiert, sondern regelrecht fotorealistisch anmuten. Eine durch und durch irre Optik ohne jeglichen Makel.
Ton: Was für das Bild gilt, kann man eigentlich auch vom Ton sagen, denn hier wurde getüftelt, was das Zeug hält. Der Raum sieht sich gespickt mit spannenden aber stets motivierten Effekten, die meist detailreich und äußerst diffizil ausfallen (Füßetrappeln des Insekts, 00:10:30). Aber auch an großen Sound-Momenten fehlt es nicht (Explosion und Umkippen der Schiffe, 00:21:50). Der Soundtrack ist äußerst eingängig und rund und die Effektarbeit so reichhaltig, dass kaum ausfällt, wie wenig gesprochen wird. Vorhandene Sprachsignale klingen dabei nicht nur voll und direkt, sondern sind auch mit Richtungsdynamiken ausgestattet (Rufe, 01:20:15). Eine, wie erwartet, hervorragende Arbeit, der es weder an subtilen Feinheiten noch an überbordend kraftvollen Momenten fehlt.
Extras: Die Anzahl an Extras ist schier erschlagend. Auf Disc eins befinden sich die Kurzfilme "Presto" und "Burn-E" (exklusiv auf dieser Blu-ray) sowie "Burn-E" mit Storyboards. Das eigentliche Bonusprogramm startet aber auf Disc 2, wo Axiom Arcade-Spiele, Flüge über 3D Sets, Buy n Large Kurzfilme und ein Dokumentarfilm über die Pixar-Story (88 Min.) warten. Außerdem werden ein Making Of, zusätzliche Szenen und die Featurettes "Sound-Design im Animationsfilm" und "Viele Bots Abenteuerbuch" geboten. Die neue Cine-Explore Erfahrung bietet außerdem einen Bild-im-Bild Kommentar von Regisseur Andrew Stanton und einen Geek Kommentar mit Trivials. --movieman.de
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Wall-E hat nach all der Zeit eine eigene Persönlichkeit entwickelt, und während er tagsüber brav seinem zugewiesenen Job nachgeht, verbringt er seine Freizeit mit dem letzten Lebewesen auf der Erde - einer Kakerlake - und einem alten Videoband des Musicals Hello Dolly!, das ihm jedoch immerzu ins Gedächtnis ruft, wie allein er auf der Welt ist. Dies ändert sich, als Eve in sein Leben tritt, eine automatisch ausgesandte Drone auf der Suche nach organischem Leben. Doch die Annäherung erweist sich als weitaus ruppiger als die zwischen Barbra Streisand und Walter Matthau.
Der Erfolg von Pixar schien schon immer unabhängig von gängigen Hollywood-Trends zu passieren. Toy Story zeigte der Filmwelt überhaupt erst, dass CGI-Filme künstlerisch und vor allem finanziell erfolgreich sein können, und zuletzt war es Ratatouille, der ausgerechnet Ratten in einer Küche zum Mittelpunkt des Geschehens machte. Langsam könnte man meinen, die Missachtung der Mode sei das höchste Ziel der Computerkünstler, denn auch Wall-E widersetzt sich jeglichem Zeitgeist mit Nachdruck. Der Film stützt sich nicht nur thematisch, sondern auch musikalisch auf ein geflopptes Musical von 1969, bietet kaum Dialogszenen und zieht eine ausgedehnte Tanzeinlage zwischen zwei Robotern in Schwerelosigkeit schnellen Schnittfolgen im Dienste der ADS-Generation vor. Regisseur Andrew Stanton, der mit Findet Nemo schon den bisherigen Spitzenreiter der Pixar-Filmographie inszenierte, kommt dadurch auch mit eingestreuter Konsumkritik durch, die in den meisten großen Studiofilmen eher verlogen wirkt. Dazu versteckten Stantons Mannen zahllose audiovisuelle Gags in der selbstverständlich atemberaubend produzierten Geschichte, die sich beim ersten Ansehen ganz sicher nicht alle erfassen lassen.
Wie sehr einem diese computergenerierten Maschinen innerhalb der 90 Minuten ans Herz wachsen können, ist kaum zu glauben. Witzig, rührend und wunderschön anzusehen - mit Wall-E schiebt Pixar die Messlatte ein weiteres Mal nach oben. Mit dem Kurzfilm Presto, der das Geld für die Kinokarte schon alleine wert wäre, als federleichtem Sahnehäubchen.
Filmkritik von: Felix "Flex" Dencker