Was sich durch die erste Single "Love You Better" und den vorab veröffentlichte Song "No Kind Words" angedeutet hat, hat sich mit dem Album nun tatsächlich vollends bestätigt. The Maccabees sind gewachsen. Und zwar gigantisch.
Das erste Album war gut, die Songs insgesamt aber etwas zu durchschnittlich, ohne wirkliche Höhepunkte, und in letzter Konseuqzenz auch etwas plagiatorisch.
Das hat sich nun grundlegend geändert. Bei den meisten guten zweiten Alben benötigt man mehrer Hördurchurchgänge um deren Qualität (oder auch nicht) angemessen beurteilen und würdigen zu können. "Wall of Arms" bildet hier eine außergewöhnliche Ausnahme. Sofort wird man vom neuen Sound überzeugt, da jeder einzelne Song eingängig und prägnant ist. Gleichzeit bedarf es dennoch der intensiven Auseinandersezung mit den Tracks. Das Erstaunliche ist nämlich die geniale Idee, viele der Lieder mit einer (fast) permantenten, sich nur wenig unterscheidenenden "Gitarrengrundspur" zu unterlegen. So der Fall bei "Love You Better", "Can You Give It", "Dinosaurs" und sehr deutlich "Seventeen Hands". Dies sorgt einerseits für einen sehr raumfüllenden Klang, andereseits ermöglicht es mit Hilfe der anderen beiden Gitarren einen komplexen, geschichten Sound zu erzeugen.
Es gibt so viele feine Akkorde und Töne, die kaum merklich aber irgendwie durch das Erleben der Musik doch deutlich hörbar, sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen. Der gezielte Einsatz von Streich- und Blasinstrumenten tut sein weiteres.
Hervorzuheben wäre noch der neue Drummer. Seine Schlagzeugarbeit ist phantastisch und er trägt einen großen Teil dazu bei, dass die Songs um eine weitere Facette bereichert und häufig sehr tanzbar sind.
Garantiert kein Einheitsbrei, kein 'Das hab ich doch schon irgendwo anders genauso gehört', The Maccabees sind eigenständig geworden. Und das klingt ganz fabelhaft.