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Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist bis auf Konturenschatten klasse, der Ton ausgezeichnet, die Extras sind umfangreich, aber nicht so richtig prickelnd. Und dann noch: Der neue Warnungs-Film gegen Raubkopierer ist sexistisch, geschmacklos und brutal und geeignet, einem so richtig den Spaß am Film zu verderben. Ebenso unfreundlich ist, daß man aus dem aufgezwungenen Trailer-Reel nicht mehr herauskommt, da man weder bis zum Ende skippen, noch scannen oder via Menü-Taste flüchten. Zumutung.
Bild: Bis auf leichte Konturenschatten, die schon etwas auf die Konturiertheit der Schärfe einwirken (00:09:45, Gesicht, Nah). Ansonsten wartet die Disc mit sehr guten Werten auf, ist höchst bewegungsstabil (00.37.50, Schlägerei in schummrigem Casino, Handkamera) und kann auch in puncto Rauschen gewinnen. Plastisch, farbstabil, nur in den Konturen etwas zu schattiert.
Ton: Erstklassiges Klangbild. Eine exakt gesetzte Direktionalität begeistert den ganzen Film hindurch. Kleine Effekte wie das Zufallen einer Tür (00:43:39) klingen genauso lebensecht wie das Nahen eines Trucks (00.23.24) oder die Kulisse im Polizeirevier (00.31.30), die extrem detailiert gezeichnet ist. Bei ebenfalls detailvoller und transparenter Musikabbildung (00:00:55, Eingangssong) eine Top-Akustik.
Extras: Viel zu viel Kommentare...formal ist da ja nett, zwei Kommentarspuren zu finden, aber es ist nicht immer spannend, was die Leute darauf zu erzählen haben. Hier jedenfalls wird auf die Hauptfigur rekuriert, die ohnehin so eindimensional ist wie Faxpapier...das ist nicht spannend. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Das Original mit Joe Don Baker in der Hauptrolle war ein Eintrag ins sogenannte 'Hixploitation'-Subgenre (Hicks entspricht Rednecks) und erfolgreicher Vorreiter der in den 70er Jahren populären Selbstjustiz-Thriller à la 'Ein Mann sieht rot'. Für die Neuadaption des Drehbuchs waren immerhin vier Autoren notwendig, die die formelhafte Geschichte auffällig noch mehr fiktionalisierten. Der Haudrauf-Held heißt jetzt Chris Vaughn, der nun nicht mehr professioneller Ringer, sondern ein ehemaliger Special Forces Elitesoldat ist und in sein Heimatstädtchen im ländlichen Washington (gefilmt wurde im naturschönen British Columbia) zurückkehrt. Während seiner achtjährigen Abwesenheit hat sich viel verändert. Die örtliche Holzfabrik hat zugemacht und Chris' ehemaliger Schulkamerad Jay Hamilton (Neil McDonough aus 'Timeline' gibt einen kompetenten Bösewicht ab) hat ein Casino eröffnet, das mit Striptease, Drogen und Falschspiel aufwartet. Die örtliche Polizei drückt mit aufgehaltener Hand beide Augen zu und so wimmelt es im Städtchen von 'künstlichen Brüsten und echten Arschlöchern'. Im Casino wird der moralisch unerschütterliche Fels Chris denn auch alsbald in eine Riesenschlägerei verwickelt, wonach er von Hamiltons Schurken fast zu Tode gefoltert wird. Als sein kleiner Neffe wenig später mit einer Drogenüberdosis ins Krankenhaus eingeliefert wird, sieht Chris endgültig rot. Er schnappt sich einen Holzpfosten und haut das Casino kurz und klein. Doch statt dafür im Kittchen zu landen, wählen ihn die geplagten Bürger zu ihrem neuen Sheriff, der den amoralischen Sumpf konsequent trocken legt.
An Johnsons wuchtige Seite gesellen sich 'Jackass' Johnny Knoxville, der mit seinen bewährten (wenn auch entschärften) Maso-Stunt-Einlagen als amüsanter Sidekick aufwartet, und 'S.W.A.T.'-Girl Ashley Scott als sexy Love Interest, die dem bleihaltigen Shootout im Sheriffsgebäude nach ihrem gemeinsamen Schäferstündchen im roten Spitzen-BH beiwohnt. Auf Realismus fußende Glaubwürdigkeit wird bei der abgehackt wirkenden Inszenierung des ehemaligen Videoclipregisseurs Kevin Bray (Debüt: 'All About the Benjamins') also nicht unbedingt großgeschrieben. Dafür legte er sein Augenmerk bei einer ausgesprochen dürftigen Lauflänge von knapp 75 Minuten fast ausschließlich auf Nonstop-Action im primitiven Hausmannskostformat. Dies gibt Johnson Gelegenheit, seine Wrestlingkünste in machohaft-bodenständigen Keilereien einzusetzen. Mehr ist kaum drin. Dennoch blitzt auch hier sein beträchtliches Charisma auf. Man wünscht dem schauspielerisch nicht untalentiertem Johnson für die Zukunft weniger eindimensionale Projekte. Dann hätte er durchaus das Zeug, die derzeit ein wenig in der Schwebe hängende Hollywood-Actionkrone in Anspruch zu nehmen. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Während Jay und seine Bande von Finsterlingen frei schalten und walten können, landet Chris sogar vor Gericht. Aber zusammen mit Deni und seinem Freund Ray (Johnny Knoxville) geht er in die Offensive. Zum Sheriff gewählt, lässt Chris erneut die Dachlatte sprechen - und zeigt den schikanierten Bürgern der Stadt, was aufrecht gehen ("walking