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Auch im dreißigsten Jahr nach "Frumpy" dürfte das ausbleiben. Warum?
Weil das spirituelle Geschrei a'la' "Holy holy god" "Jesus is the King" und "Father in Heaven" einfach unglaubwürdig wirkt.
Dies Geschmachte nehme ich den Nachfahren der Sklaven ab, die in den 50er und 60er Jahren auf schwarzen Scheiben Gefühle zum Besten gaben. Inga Rumpf ist eine schlechte Kopie, man weiß bloß nicht recht von was. Eine Kopie war sie schon auf den Alben von Frumpy, auf denen "hinten" immer alles englisch sein mußte, weil der internationale Durchbruch unmittelbar bevorstand.
Immerhin wird auf der Innsenseite der CD nun deutsch erläutert. Aber was nützt das? Die Musik und das Outfit ist gleich: Immer 10 Jahre hinterher. Noch 1980 posiert sie wie eine verrauchte Verlorene aus den dunklen Kellern der späten 60er. Auf dieser CD nun scheint sie herumzutanzen wie die Disco-Königin von 1991 ,- Walking in the Light.
Nur die Musik hat sich nie gedreht, auch nicht mit Kompressor und vorschriftsmäßiger Aussteuerung von 99,99%.
Hübsch anzuhören, aber eben - unglaubwürdig und - vollkommen sinnlos, wenn man hinter die hübsche sentimentale Fassade blickt. Ich glaube ja gerne, daß alle Titel von Inga Rumpf und Jean Jacques Kravetz stammen, die Texte an Matthäus 5 angelehnt sind, - aber haben wir das nicht alles schonmal gehört?
"Only God makes stars" heißt ein Stück.
Das merken wir uns. Und warten auf sie selbst.
Kommt sie nochmal zu sich selbst? Zeit wird's!
S.R.
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