In drei Kapiteln beschäftigt sich der Autor wirklich umfassend und vor allem interdisziplinär mit Problemen, die lange Zeit stiefmütterlich behandelt worden sind. Gibt es moralische Pflichten im Umgang mit einem Forst? Wer trägt die Verantwortung für den Wald und vor allem wem gegenüber? Theologische Überlegungen werden ebenso berücksichtigt wie philosophische, wirtschaftliche wie forstkundliche, historische wie psychosoziale.
Hangartner gelingt es mit seinem Ansatz, weit über die Theologie hinaus den Ethik-Diskurs zu bereichern, den er in seinem Werk kapitelübergreifend und interdisziplinär versteht. So ist die Einführung des Begriffs „Abgeordnet-Sein" Denkanstoss und Handreichung zur Vertiefung des wissenschaftlichen Gesprächs und der praktischen Anwendung. Nun liegt es an den forstlichen Disziplinen, diese umfassende Vorlage konstruktiv zu verwerten.