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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Buchen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wald ohne Hüter: Im Würgegriff von Jagdinteressen und Forstwirtschaft. Ein Förster erzählt (Broschiert)
Ein wunderbares Buch - sachlich, spannend und rührend zugleich. Man erfährt viel über unseren Wald, besonders über das Familiengefüge der Bäume. Erschreckend ist allerdings, wie gefährdet der Wald ist und wie wenig eigentlich erforderlich ist, damit er in Ruhe wachsen kann. Durch den sehr persönlichen Schreibstil des Autors, der selber Förster ist, entwickelt man beim Lesen des informativen Buches Gefühle für die Buche, den eigentlichen Star des Buchs. Das Buch ist somit für alle Leser geeignet, die sich für die Natur interessieren und auf unterhaltsame Weise etwas dazu lernen wollen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fundierter Bericht über die desaströsen Zustände deutscher Wälder,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wald ohne Hüter: Im Würgegriff von Jagdinteressen und Forstwirtschaft. Ein Förster erzählt (Broschiert)
Das Buch gliedert sich in drei Kapitel. Im ersten Abschnitt Buchenwald und Buchenleben beschäftig sich Wohlleben mit der Mutter des Waldes, wie die Buche auch bezeichnet wird. Anschaulich wird dem Leser nicht nur das Heranwachsen eines solchen Baumes erklärt, auch die Erziehung im gesunden Wald und Beziehungen zwischen den einzelnen Pflanzen und Baumindividuen werden erläutert. Dass dabei so manche Theorie ein wenig esoterisch angehaucht erscheint, zum Beispiel die innige Freundschaft oder Liebe zwischen zwei einzelnen Bäumen, und die Buchen häufig vermenschlicht werden, verdeutlicht die Verbundenheit des Autors mit seinem Beruf.In der Darstellung eines Buchenlebens geht Wohlleben systematisch vor und schreibt unter anderem auch über diverse Krankheiten und Parasiten, die dem Baum im Laufe seiner Existenz zusetzen können. Hier wird offensichtlich, dass dem Buch, welches sehr populärwissenschaftlich aufgemacht ist und sich auch, oder gerade, an interessierte Laien wendet, entsprechendes Bildmaterial fehlt. Otto Normalverbraucher, beziehungsweise der gewöhnliche Spaziergänger wird sicherlich mit der Beschreibung einer Buchenwollschildlaus wenig anfangen können. Im zweiten Kapitel, Jagdlust, wird auf die deutsche Jägerzunft und deren Auswirkungen auf den Wald eingegangen. Der Autor, selber Jäger, nutzt dieses Buch nicht, um Jäger anzufeinden, sondern schildert seine Sichtweise sehr differenziert. Tatsachen werden hinterfragt und Legenden geschickt widerlegt. Neben dem leidigen Thema der Trophäenjagd wird hier insbesondere auf die sehr einseitige Katalogisierung des Tierreiches in nützlich und schädlich eingegangen. Äußerst anschaulich ist dabei das Beispiel mit der Waldameise, die unbedingt als nützlich angesehen wird und somit geschützt werden muss. Dass die Waldameise auf ihren Beutezügen, aber auch die Raupen gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Schmetterlingsarten frisst, wird geflissentlich übersehen. Im letzten Abschnitt schließlich geht Peter Wohlleben auf die Missstände in der Forstwirtschaft ein und belegt, dass die BRD in Sachen Forstwirtschaft mittlerweile zu einem Entwicklungsland geworden ist. Vor allem die voranschreitende Mechanisierung und Technisierung in der Forstwirtschaft wird von dem Schriftsteller und Förster heftig kritisiert. Dauerhafte Bodenschäden sind die Folge, wenn ein einziges Mal ein Harvester (Vollerntemaschine) den Waldboden befahren hat. Gutgemeinte Ansätze und Strategien den Wald wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen und vermehrt heimische Laubbaumarten, wie eben die Buche, anzusiedeln, schlagen bedauerlicherweise häufig fehl. Doch Wohlleben kritisiert nicht nur, er hat auch Lösungsvorschläge parat und ermutigt jeden einzelnen Bürger die Augen offen zu halten und örtliche Politiker und Forstbeamte auf die schlechten Verhältnisse in deutschen Wäldern aufmerksam zu machen. Leider ist das recht dünne Buch, mit knapp 130 Seiten nicht gerade günstig und beinhaltet, wie oben bereits erwähnt, auch keine Fotos und Abbildungen, welche einige der Behauptungen gut hätten untermauern können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was Sie schon immer über die Geheimnisse des Waldes wissen wollten,
Von Tom "Aquos" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wald ohne Hüter: Im Würgegriff von Jagdinteressen und Forstwirtschaft. Ein Förster erzählt (Broschiert)
Das Thema hört sich auf den ersten Blick sehr trocken an. Dem Autor ist es aber gelungen, ein kurzweiliges, informatives und unterhaltsames Buch über den deutschen Wald und die Natur zu schreiben, dass auch für Menschen die wenig Zeit zum Lesen haben, dank der in kleinere Kapitel gepackten spannenden Geschichten gut geeignet ist. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und mich angefixt: jetzt will ich mehr über das Thema erfahren! Und den Wald sehen wir bei unseren Spaziergängen mit ganz anderen Augen.
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