für "Hexentrank und Wiesenschmaus" charakteristisch war, hat die Autorin hier noch vertieft: Zahlreiche Anekdoten und Denkanstöße rund um "Mutter" Erde und die Pflanzen wechseln sich mit interessanten Rezepten ab, deren Zutaten meist leicht zu beschaffen sind und die auch in der Zubereitung keine besonders ausgefeilten Kochkünste benötigen. Neben den "Stars" aus dem Vorgängerbuch wie Brennnessel, Bärlauch, roter und schwarzer Holunder, etc., bietet das "Wald und Wiese auf dem Teller" jedoch auch neue Herausforderungen, denn die Autorin hat auch neue Pflanzen für die Küche entdeckt. Weidenröschen, Traubenkirsche und Hopfen sind nur einige davon, zu denen man außerhalb dieses Kochbuches leider nur allzu wenig Rezepte findet. Wieder sind sie jedoch im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet, ja meist sogar als lästiges Unkraut im eigenen Garten zu finden.
Abermals ist das Buch mit wunderschönen Fotographien geschmückt, die das Kochen gleich doppelt so schön machen.
Fazit: Wer "Hexentrank und Wiesenschmaus" mochte, sollte sich auch das Nachfolgerwerk nicht entgehen lassen, aber auch ohne Kenntnis des Vorgängers, ist "Wald und Wiese auf dem Teller" ein schönes Werk für Köche und Naturliebhaber.
Verfasst von Miriam Kraft