dass john legend und the roots gemeinsam ein album mit alten protestsongs aufgenommen haben, klingt vielversprechend.
und das ergebnis hält die versprechung durchaus. dei songauswahl ist prima. im regal zwischen donny hathaway und bill withers haben sie ein paar perlen herausgepickt, die sehr wohl bekannt aber noch nicht übersstrapaziert sind. bei den aufnahmen machen dann alle das, was sie am besten können, the roots grooven und steuern den (etwas) gröberen teil, währernd john legend am mikro kleine sahnehäubchen formt. wobei john legend für seine verhältnisse eher wenig schnörkelt.
und das tut dem album gut. es gibt funkige grooves (hard times, compared to what), klassische soulnummern (little ghetto boy, I wish I knew how) und sogar etwas reaggae (humanity) wobei die groovigen stücke besser wegkommen, als die ganz soften.
ihr vorhaben, die stimmung von 2008 auf einer platte einzufangen, ist ihnen durchaus gelungen. man hört die hoffnung und die aufbruchstimmung, in die der obamawahlkampft das land versetzt hat und die musikalische brücke zur bürgerrechtsbewegungden in den 60er jahren erscheint mehr als angebracht. allerdings rufen sie autmatisch den vergleich mit den originalen auf den plan. den brauchen sie nicht zu scheuen, aber wenn man donny hathaway, nina simone usw. noch im ohr hat, schneiden die originale doch einen tick besser ab.
also, richtig gute platte. aber die originale muss man trotzdem gehört haben.