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5.0 von 5 Sternen
Der Meister auf dem Höhepunkt, 7. September 2002
Nie war der Mann rockiger, als in dem Album „Wake Up Call" Die vorliegende CD umfaßt 12 Titel, die im Line-Up von Coco Montoya (lead guitar), Rick Cortes (bass guitar) und Joe Yuele an der Schießbude grundlegend ausgeführt werden. Sehen wir uns aber die Titel im einzelnen an:Mail Order Mystics (4:42) - eine mittelschnelle Bluesrocknummer mit herausragendem Harmonikaspiel von John Mayall, die Gitarre von Coco Montoya erinnert an ältere Santana-Zeiten. Einer meiner persönlichen Anspieltipps. Maydell (3:56) - Stromgitarre, wie sie sein soll! Tom Canning an der Hammond Orgel treibt den Rhythmus und das Schlagzeug ist präzise und hart abgestimmt darauf. Die Stimme von Mayall hat in den Jahren nicht an Kraft nachgelassen, im Gegenteil, sie ist heute bei weitem überzeugender als vor 30 Jahren. I Could Cry (5:09) - Ein Bluesklassiker aus der Feder von Junior Wells. Stargast an der E-Gitarre und vor dem Mikro ist kein geringerer als Buddy Guy. Ein langsamer Blues, eher untypisch für John Mayall, der hier das Piano gekonnt bearbeitet. Wake Up Call (4:12) - Wer Gitarrenspiel á la Mark Knopfler mag, kommt bei dem Titelsong voll auf seine Kosten. Mick Taylor bearbeitet die Saiten seiner Lead Guitar gekonnt und auch Mavis Staples als vokalische Unterstützung geben diesem Lied einen besonderen Touch. Saxophon und Trompeten geben der Nummer einen R & B- Anstrich. Fetzig, fetzig, für den Bären fast das beste Lied dieses Albums. Loaded Dice (4:27) - Bluesrock, einfach, rhythmisch, typisch Mayall, nichts Besonderes, aber sehr gut Undercover Agent For The Blues (5:21) - Mein Hörtip Nummer 1: Laut aufdrehen, eine Tony Joe White-Nummer, die es in sich hat. Voller Drive, obwohl nicht sehr schnell, verleidet aber sofort zum Mitwippen, Mitklatschen und Mitsingen Light My Fuse (4:15) - Albert Collins unterstützt mit seiner Gitarre und auch hier rockig, bluesig, fetzig, schnell gespielt und für alle Freunde der Stromquetsche ein absolutes Muß Anything I Can Say (3:43) - Zweifellos eine Füllnummer um über die Zeitrunde zu kommen. Nicht schlecht gespielt, aber austauschbar Nature's Disappearing (4:52) - Nur für Mayall-Fans, interessante Eigenkomposition, mit guter Bläserunterstützung, nichts besonderes, aber sehr gut hörbar I'm A Sucker For Love (4:07) - Endlich wieder mal eine John-Mayall-Komposition, die es in sich hat. Blues vom Feinsten, gut instrumentiert und voll Biss. Eine von den Titeln, die man den ganzen Tag im Player haben könnte. Für Freunde des E-Blues ein rassiges Gitarrensolo im Mittelteil und Collins und Montoya duellieren sich mit ihren Instrumente um die Wette. Not At Home (4:08) - Mayall an der Hammond und Synthesizer Flöte, ein bezaubernder und interessanter Blues, tanzbar und sinnlich Ain't That Lovin' You Baby (4:14) - Meinereins als bekennender Jimmy Reed-Fan hat natürlich besondere Freude an dieser J.R-Nummer, die John im Duett mit seiner Frau Maggie singt. Das ist Blues in Reinkultur, swingendes Piano, hämmerndes Schlagzeug, geile Gitarre und gute Stimmen. Eine würdige Abschlußnummer für dieses hervorragende Album.
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