Knapp ein Jahr nach dem erfolgreichen Album 'Random is resistance' koppeln Rotersand den wohl emotionalsten Titel aus und überzeugen auf nahezu ganzer Linie, wieder einmal, als unterhaltsame 'Tanzkapelle'.
6 Titel des Albums in neuen, und überwiegend, sehr hörenswerten Gewändern plus 3 Songs, die sie speziell für diese EP aufnahmen, das sind mehr als 50 Minuten feinster Trance-Electro-Pop.
'Waiting to be born' ist in 2 Versionen enthalten, die geradewegs auf die Tanzböden der Szeneclubs zugeschnitten sind, treibend, energetisch und mit ordentlich Wumms, besonders der Rework mit seinen knapp 7 Minuten hat einen schönen Aufbau und zieht nach vorn, tolle Sounds, fetter Beat. Ebenso die Stripped Down-Version von 'A number and a name' mit ihrer EBM-Kontur für die Oldschool-Fans oder der breitflächige und verzerrte Ivardensphere-Remix von 'War on error' für die neonfarbene Puschel-Fraktion wollen nur eins: im Rhythmus bleiben!
Lediglich [:SITD:] enttäuschen mich mit ihrer recht faden Überarbeitung von 'First time', im Original ein sehr runder und stimmungsvoller Popsong, hat dieser Mix außer des stampfenden Lesczenski-Taktes nichts Spannendes zu erzählen, schade, eine echt vertane Chance...
Die 3 neuen Songs könnten unterschiedlicher nicht sein. 'Wasted wings' ist ein typischer Füller oder einfach eine reine B-Seite, nett, aber kaum ein Grund sich diese EP zuzulegen. 'All these moments' spielt in der gleichen Liga wie der Titelsong, ein trancig-poppiges Opus, perfekt ausgeleuchtet und mit harmonischer Silhouette lädt es zum Schwelgen ein.
Bei 'A strange kind of love' schließlich handelt es sich um eine Coverversion des wunderschönen Peter Murphy Songs, die hier mit einem trockenen Beat versehen ist und mit lockeren Synthiespielereien, geht okay.
Besser gefallen hat mir das, was Sänger Rasc auf der Tour im November 2007 in Bremens 'Röhre' aus der Murphy-Nummer machte: sich selbst zur Akustikgitarre begleitend, die schönste Zugabe, die sie je gaben, und nur selten live noch überzeugender.
Anspieltipps: Waiting to be born (Rework), All these moments