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Wait for Me
 
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Wait for Me

Moby Audio CD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hier ist es also, das neue Album Wait For Me des nerdigen New Yorkers. Man durfte gespannt sein, welche Richtung Moby nach dem wenig überzeugenden Disco-Experiment Last Night einschlagen würde und nachdem er selbst seine letzten Arbeiten als „überproduziert, unpersönlich und fast ein bisschen seelenlos“ bezeichnet hat, gabs es eigentlich nur eine Möglichkeit: in Richtung DIY-zielende Bedroom- Recordings, ohne großen, unnötigen Bombast und prominenten Gaststars. Und um es gleich mal vorwegzunehmen: eine radikale Neuerfindung des Moby-Sounds darf man von diesem neuen Album nicht erwarten. Vielmehr kehrt Moby eher zu seinen elektronischen Anfängen zurück, als ihm mit Why Does My Heart Feel So Bad der Durchbruch gelang. Die Stimmung der 16 neuen Tracks ist durchgängig melancholisch und sphärisch ruhig, wobei mit „Mistake“ ein eher groovy Uptempo-Ausreisser zu finden ist, der durchaus Hit-Potential besitzt (neben „Shot In The Back Of The Head“, zu dem der große Meister David Lynch auch das Video gedreht hat).

David Lynch war auch derjenige, der Moby mit einer Rede über Kunst, die sich nicht am Kommerz orientieren darf, zu diesem Album und dem „neuen“ Sound inspiriert hat. Damit ist auch zu erklären, dass sich Moby vom Bombast wegorientiert hat und diesmal auch durchaus ungewöhnliche Interludes wie z.B. „Stock Radio“ produziert hat.

Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass sich Mobys neuestes Werk durch seinen fließenden und eigentlich durchgängig eher düsteren Sound auszeichnet, der sich wohl eher für das heimische Listening anbietet als für den Club. Er bewegt sich immer noch in bekannten Gefilden, wobei der Kommerz aber immer noch um die Ecke lauert. Dadurch entsteht ein in sich geschlossenes Album, das den Hörer im positiven Sinne seltsam berührt und in eine schöne, melancholische Stimmung versetzt. Respekt! - Martin Sennebogen

motor.de

Auf "Wait For Me", seinem neunten Album in gut 20 Jahren Pop-Karriere, bereut Moby vergangene Taten, besinnt sich auf alte Stärken und ist in seiner bewährten Melancholie hörenswert wie lange nicht.

Sein letztes Album, das wenig überzeugende Disco-Experiment "Last Night", kam bei den Fans nicht wirklich an; was davor war, mochte Moby selbst nicht besonders. "Überproduziert, unpersönlich und fast ein bisschen seelenlos", nennt er rückblickend im Interview etwa "Hotel". Doch nachdem er eine Rede von Film-Genie David Lynch hörte, der eigentlich nur die alte Weisheit predigte, dass Kunst nicht im Hinblick auf Kommerz produziert werden sollte, war dem New Yorker Musiker, Produzenten und DJ klar, dass das nicht noch einmal passiert.

Von einer radikalen Neuerfindung kann auf "Wait For Me" trotzdem keine Rede sein, vielmehr scheint sich Moby an die Zeit zu erinnern, als ihm mit Songs wie "Why Does My Heart Feel So Bad" endgültig der Durchbruch gelang. Die Stimmung auf dem mittlerweile neunten Album ist ähnlich ruhig bis melancholisch wie damals auf "Play", wieder wird mit prägnanten Samples gearbeitet ("Study War") und wenn nicht gerade Moby selbst singt ("Mistake") oder alles instrumental ("Shot In the Back of the Head", zu dem passenderweise Lynch das Video beisteuerte) ist, kommen auch hier wunderschöne Frauenstimmen zum Einsatz. Die stammen zwar, weil für "Wait For Me" nur unaufwändig und im heimischen Schlafzimmer produziert werden sollte, dieses Mal nicht von prominenten Gaststars, sondern direkt aus Mobys Freundeskreis.

Aber davon - und vom selbstgezeichneten Cover - abgesehen bewegt Moby sich durchaus in bekannten Gefilden, in denen der Kommerz noch immer um die Ecke lauert. Trotzdem: als überzeugende, mitunter sogar sehr berührende Rückkehr zu alter Form ist "Wait For Me" tatsächlich so hörenswert wie lange kein Moby-Album mehr.

Kurzbeschreibung

moby – wait for me

Während einer Rede des Regisseurs David Lynch, hatte Moby einen Moment der Erleuchtung. Lynchs simple Kernaussage – dass Kreativität für sich genommen eine wunderschöne, fantastische Sache ist – war zwar ausgesprochen einfach, doch sie traf Moby mit der Schlagkraft der Rute eines Zenmeisters. "In diesem Moment entschloss ich mich, viel persönlichere Platten zu machen", so Moby. "Platten, die vielleicht etwas experimenteller, schwieriger und weniger eingängig sind, aber künstlerisch und kreativ mehr Befriedigung bringen. Darauf beruht auch mein neues Album."

Das Ergebnis dieser Erleuchtung, "Wait For Me", unterscheidet sich deutlich von Mobys bisherigen Alben, z. B. der letztjährigen Dancefloor-Hommage "Last Night", Mobys Modern-Rock-Flirt "Hotel" (2005), dem glitzernden Ambient-Exkurs "18" von 2002 und natürlich auch der damals zukunftsweisenden melancholischen Electronica des 1999er-Albums "Play".

Moby verzichtete auf teure Studios, High-Tech-Elektronik, bekannte Gäste und Geschwader von Grafikdesignern und Imageberatern, die den Vorgängeralben ihren Stempel aufgedrückt hatten. Diese Do-it-yourself-Ideologie prägt das gesamte Album, von der Aufnahme bis zum Design. "Die Fotos stammen von einem Freund, das Cover habe ich selbst gestaltet. Die ganze Platte ist bei mir zuhause entstanden; abgemischt habe ich sie mit einem verrückten Punkrocker, dem legendären Produzenten Ken Thomas dessen "Magic Touch" schon die Buzzcocks, Wire, Boyd Rice, Chris & Cosey oder auch Sigur Ros und M83 aufpolierte.“

Der Punk- und DIY-Ethos, der "Wait For Me" vom ersten bis zum letzten Song durchzieht, war Moby schon immer sympathisch: In den frühen 1980er Jahren hatte er selbst bei einer Hardcore-Band für Lautstärke gesorgt.

Auf "Wait For Me" treffen Mobys charakteristische, expansive und emotionale Flächen auf präzise Punkelemente, die an den überraschendsten Stellen auftauchen.

"Ich wollte eine Platte machen, die schön und warm, offen und einladend ist, gleichzeitig aber auch eigenwilliger und persönlicher", so Moby.

Der eigentliche Anstoß für dieses Album, David Lynch und seine Arbeit mit dem Komponisten Angelo Badalamenti, lässt sich heraushören – und sogar sehen. Lynch filmte das Video für "Shot In The Back Of The Head", eine Hommage an Phil Spectors expansiven "Wall of Sound". Und damit schließt sich ein weiterer Kreis, denn gleich zu Beginn seiner Karriere, im 1991er Top-10-Ravehit "Go", sampelte Moby mit der Kultserie "Twin Peaks" einen wichtigen Meilenstein des Filmemachers.

Mit der leisen, manchmal verstörenden Anmut von "Wait For Me" ist Moby auf jeden Fall eine warme, intime und offene Platte gelungen.

kulturnews.de

Der Exzentriker Moby hatte darauf bestanden, den Journalisten seine neue CD während einer Massage vorspielen zu lassen. Als Massagemuzak funktioniert "Wait for me" auch ganz vortrefflich. Mobys Waber-Rhabarber-Sound, gestrickt aus den triefigsten Synthiesounds diesseits von Vangelis und üblichen Chor- und Gesangseinlagen, ist wie gemacht für Wellnesshotels mit Panoramablick. Nur manchmal, wenn es - wie in "Shot in the Back of the Head" - dank leichter Störungen im Ablauf und Hallgitarre eher cinemascopisch als somnambul wird, gewinnt Mobys Album eine Qualität, die über die natürliche Funktionsbestimmung molligen Ambientpops hinausgeht. Einige seiner Ideen sind schlicht abgedroschen, wofür er einst selber sorgte. Gesampelte Sprach- und Gesangsfetzen ehrwürdig zerzauster Gospelsouler in fette Synthiesoße zu tunken war mal verblüffend interessant, muss aber nicht wiederholt werden. Moby tut's trotzdem ("Study War"). Natürlich sind manche Kontraste zwischen Studiosterilität und vokaler Erdigkeit noch immer reizvoll ("Walk with me"), und sobald er etwas abspeckt, beschleunigt und gitarristischer angeht ("Mistake"), gelingt ihm fast so was wie Indiepop, was während der Massage nicht weiter stört. Doch über das Etikett Eno für Arme kommt Moby einfach nicht hinaus. (mw)

Produktbeschreibungen

elektro
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