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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Science Fiction im wörtlichen Sinn, 25. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Waisen der Schöpfung. (Broschiert)
Roger MacBride Allen ist keiner der bekannten Science-Fiction-Autoren. Die Tatsache, dass er sich auch als Episodenschreiber der Star Wars-Romanserie verdingt hat und Ideen von Isaac Asimov zu Romanen verarbeitet (unter Titeln wie "Isaac Asimovs Inferno"), lässt Ideenmangel vermuten. Doch welche Ueberraschung: "Waisen der Schöpfung", ein ganz eigenständiger Roman MacBride Allens, ist gut geschriebene, intelligente und spannend erzählte Science Fiction - Science Fiction im wörtlichen Sinne. Es handelt sich zwar um Fiktion, der Autor hat aber so gut recherchiert und so fundiert erzählt, dass man aufgrund des heutigen Wissensstandes sagen muss: Die Geschichte könnte möglich sein. Zudem: MacBride Allen ist einer der wenigen Autoren innerhalb dieses Genres, die ihre Figuren lebendig und liebevoll beschreiben können; was Koryphäen wie Gregory Benford, Arthur C. Clarke, David Brin oder JackMcDevitt einfach nicht können, MacBride Allen schafft's! Wissenscxhaftliche Fundiertheit hin oder her - das Wichtigste an einem Roman ist immer die Lebendigkeit der handelnden Personen: "Waisen der Schöpfung" bringt beides. Dass es für fünf Sternchen nicht ganz reicht, liegt daran, dass der Roman im zweiten Teil etwas an Spannung und Intensität verliert. Aber auch da ist er immer noch besser als manches Werk der sogenannt "grossen Autoren".
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Faszinierende Fiktion der Gegenwart und der Vergangenheit, 3. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Waisen der Schöpfung. (Broschiert)
Dieser Mann hat es drauf, den Leser vor menschliche Abgründe zu stellen und dann scherzhaft den Finger in den Rücken zu bohren... Ich war bisher selten von einem Roman so fasziniert, wie hier (natürlich mit Ausnahme der Reihe "Heimgesuchte Erde" des selben Autors). Roger MacBride Allen schreibt mit einer bislang nur selten zu findenden Detailtreue und Liebe zu den Figuren, die den Leser förmlich in die Handlung ziehen und ihn nicht mehr loslassen. Dabei erscheinen alle Erklärungen, die gegeben werden nicht nur spontan schlüssig und logisch, sie sind auch noch wissenschaftlich tief geführt und sehr gründlich recherchiert, so daß es dem normalen Leser schwerfallen dürfte, die Stelle zu finden, an der bewiesene Wissenschaft endet und Fiktion beginnt! Dabei hatte man von diesem Autor bislang nur wenig zu lesen bekommen und als "Erben" von Isaak Asimov möchte ich mir eigentlich niemanden vorstellen müssen... Ich war allerdings von der Idee hinter diesem Roman so fasziniert, daß ich mich genötigt sah, einen Blick hineinzuwerfen. Und im Gegensatz zu seinem Buch "Die Tiefen der Zeit" versucht er hier nicht, einen Haufen Figuren zu zeichnen, viele verschiedene Orte zu kreieren und dem Leser dann zu sagen "ist ja eigentlich nicht weiter wichtig, ich wollte nur, daß Du's mal gesehen hast!". Er zeichnet nur ganz wenige Figuren, die aber mit einer Detailverliebtheit, die einem die Persönlichkeiten so nahebringt, daß man sie einfach gern haben muß (oder eben nicht, je nach Wunsch des Autors)... Wenn mich jemand nach einer "Einstiegsdroge" in die Welt der Science-Fiction fragen würde, gehörte dieses Buch eindeutig zu meinen Spitzenreitern. Leider würden danach viele andere Autoren einen schweren Stand haben ;-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
An den Rand gedrängt, 13. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Waisen der Schöpfung. (Broschiert)
Die Paläanthropologin Barbara Marchando macht bei einer Familienfeier auf dem Grundstück ihrer Tante eine erstaunliche Entdeckung. Sie gräbt das Skelett eines Urmenschen aus, der eigentlich seit Jahrtausenden ausgestorben sein soll. Doch dieses Skelett ist höchsten hundertfünfzig Jahre alt. Das bringt die Lehren eines ganzen Wissenschaftszweiges gehörig durcheinander. Als auch noch die Presse Wind von der Sache bekommt, beginnt eine heftige Auseinandersetzung zwischen den Wissenschaftlern. Doch auch religiöse Gruppen melden sich zu Wort, was die Angelegenheit nicht unbedingt vereinfacht. Und dann stellt sich noch die Frage, ob es irgendwo in Afrika heute noch lebende Verrtreter dieser Art gibt. Barbara Marchando nimmt an dieser Expedition teil. In diesem Roman gibt es keine Action, trotzdem gibt es Dramatik und Spannung, die sehr unterhaltsam sind. Der Autor hat seine Gedanken und Schlussfolgerungen geschickt, glaubwürdig und verständlich formuliert und dabei auch den Lesespaß nicht vergessen. In einem guten Erzählstil bringt er dem Leser eine Story nahe, die auf den ersten Blick weit hergeholt erscheint. Aber trotzdem bleibt die Geschichte ansprechend und nachvollziehbar, während zugleich auch ein gewisser Tiefgang vorhanden ist.
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