Wälder sind nicht nur für Kinder überaus geheimnisvoll. Dort ist es einerseits zumeist viel ruhiger als in den Städten, andererseits gibt es dort viele fremde und manchmal auch unheimliche Geräusche. Die vielen Bäume und das Unterholz lassen den Wald oftmals sehr dunkel wirken, die vielfältigen Formen der Pflanzen und die Geländebeschaffenheit weichen so deutlich von den uns ebenso vertraut wie wohl geordnet erscheinenden Produkten der städte- und straßenbaulichen Architektur ab, so dass wir dem unwegsamen Wald immer etwas Neues, Interessantes abgewinnen können. Die hiervon ausgehenden Wirkungen lassen sich auch kulturgeschichtlich zurückverfolgen, denn Menschen haben seit jeher auch passende Produkte ihrer Fantasie in den Wald verortet: So existieren spannende Geschichten über Kobolde, Hexen oder Räuber, die im Wald wohnen und dort zumeist geheimnisvolle Dinge tun. Aber auch um viele Quellen, Bäume, Kräuter und Steine des Waldes ranken sich Mythen, Geschichten und Sagen. Diese vielen Geheimnisse legen es nahe, den Wald als erlebnispädagogischen Lernort zu erschließen.
In diesem Zusammenhang sei das praxisnahe Buch von Andrea Hielscher empfohlen. Sie legt eine wunderschöne Spielesammlung vor, die sich an Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter richtet. Inhaltlich hat sich die Autorin, die übrigens in einem heilpädagogischen Kindergarten arbeitet, auf die Wahrnehmungsspiele konzentriert und teilt ihre umfangreiche Spielsammlung in vier Kapitel auf: 1. Schnelle Spiele, 2. Spaziergänge, 3. Mit verbundenen Augen und 4. Lange Spiele. Die Spielbeschreibungen sind sehr anschaulich und fordern sofort zum Ausprobieren auf.