Dan Burstein und Arne de Keijzer legen mit "Die Wahrheit über das verlorene Symbol" den fünften Titel ihrer Serie investigativer Bücher vor, die sich kritisch mit den Robert-Langdon-Romanen von Dan Brown auseinandersetzen.
"Die Wahrheit über das verlorene Symbol" erschien erstmals im Februar 2010 in der deutschen Fassung bei Goldmann. Es bespricht- wie der Titel bereits verrät- den Thriller "Das verlorene Symbol".
Zuallerst einmal: Dieses Buch war das erste, das ich von Burstein/de Keijzer gelesen habe, aber sicher nicht mein letztes! Ich bin ein bekennender Fan von Dan Brown und wie die meisten anderen seiner Leser stelle auch ich mir regelmäßig die Frage: Was ist in seiner Handlung Wirklichkeit und was ist Fiktion? Und genau diese Frage, wurde von Burstein/de Keijzer beantwortet.
Was erwartet nun den potentiellen Käufer?
Ihn erwartet eine abwechslungsreiche, für jede Bildungsschicht zugängliche, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Dan Browns drittem Robert-Landon-Roman. Die Auseinandersetzung erfolgt dabei mittels Essays, Experteninterviews, Exzerpten aus Büchern, Zeitungen und anderen Medien, sowie abgedruckten Bildmaterialien.
Im Einzelnen gliedert sich "Die Wahrheit über das verlorene Symbol" in zehn umfangreiche Kapitel plus einem Vorwort, einer Einleitung, einem Schlusswort und einem Anhang bestehend aus Kurzbiographien derjenigen Fachleute, die im Buch zu Wort kommen.
Der Fokus des Buches liegt dabei eindeutig auf den Freimaurern, da diese in "Das verlorene Symbol" die Schlüsselrolle spielen. Es wird ein Überblick über deren Geschichte, Rituale und Philosphie aufgezeigt. Recht ausführlich wird auch die Stadt Washington und deren Architektur beleuchtet.
Weitere Themen des Buches: Kryptologie, Religion, Noetik und Kunst.
Geringfügig negativ fällt ins Gewicht, dass Burstein/de Keijzer die einzelnen Themen nicht immer mit der gleichen Aufmerksamkeit behandeln.
Gegen Ende des Buches erfolgt eine Fehleranalye von "Das verlorene Symbol", die jedoch extrem mager ausfällt. Ich hätte gerade in dieser ein Highlight erwartet.
Alles in allem:
Ein zu empfehlendes Werk mit wenig Schwächen, das auch das gewisse Etwas hat: So bieten Burstein/de Keijzer beispielsweise einen Essay von Arturo de Hoyos, Freimauerer des 33. Grades und führender Freimauerexperte der USA. Oder ein Interview mit dem Bildhauer Jim Sanburn, der die weltberühmte Skulptur "Kryptos" schuf.