Dieses kleine Büchlein hat es in sich: Hakan Nesser verrät nun endlich den Mörder seines Romans "Kim Nowak badete nie im See von Genezareth". Klingt profan, ist es aber nicht.
Wie von vielen bereits vermutet, erzählt Nesser in Kim Nowak keineswegs eine fiktive Geschichte. Der Mord am Handballspieler hat sich tatsächlich zugetragen und Nesser hat mit vielen der an der Geschichte Beteiligten lange Gespräche geführt. Schon in dieser Zeit war der Mord verjährt. Aber Nesser sagte zu, den Mörder erst 10 Jahre nach Veröffentlichung des Romans zu verraten. Daran hat er sich gehalten.
Aber Nesser wäre nicht Nesser, wenn es bei dieser einfachen Wahrheit bliebe. In seinem schmalen Band lässt er weitere Zeugen zu Wort kommen, die Stellung beziehen zu den Geschehnissen von 1962. Unter anderem äußert sich Eugen G. Brahms (wer auch immer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt), der bereits das kleinen Bändchen "Badete van Veteren jemals im See von Kumla?" verfasste, das als Führer durch die Romanwelt Hakan Nessers dem letzten van Veteren Krimi ("Sein letzter Fall") als Zugabe beigefügt war. Und schon sind alle Klarheiten restlos beseitigt.
Bis Nesser wieder eingreift und den Mörder verrät. Es ist...
75 Seiten, die schnell gelesen sind, es aber in sich haben. Für Nesser-Fans eine Empfehlung.