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Produktinformation
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Sie ist achtundzwanzig Jahre alt, hochmusikalisch, verheiratet mit einem mittellosen Genie und führt ein Leben in seinem Schatten. Mathilde, die Frau von Arnold Schönberg, glaubt nicht mehr daran, daß sie so etwas wie Liebe erfahren wird. Da begegnet sie Richard Gerstl, einem blutjungen Maler, den viele für wahnsinnig halten. Das Drama beginnt.
Mit psychologischem Spürsinn begibt sich Lea Singer auf die Fährte einer dramatischen und wahren Geschichte im Wiener Künstlermilieu. Sie zeigt die Schattenseite jener vermeintlich glänzenden Zeit und erzählt von einer stillen Frau zwischen zwei genialen Männern: von Mathilde, der Frau des Komponisten Arnold Schönberg, die zur Geliebten des Malers Richard Gerstl wird.
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Weil sie ihren Mann in München wähnt; weil ihre Gefühle zerspringen, aus den Fugen geraten sind; weil die gewohnte Perspektive abhanden gekommen ist und weil sie aufbegehrt gegen den Schatten, der sie ist, sein Schatten, der des Musikers und Komponisten, des geisteskranken Arnold Schönberg, so wie sie ihn sehen, diese Intellektuellen, diese Schöngeister in diesem perversen Wien des Fin de Siècle.
Für die einen ist er Genie, für die anderen ist er Irrer.Und was ist sie für ihn? Die geliebte Ehefrau sicherlich nicht. Sie putzt und wäscht für ihn, legt ihm die Kleider zurecht; sie kocht für ihn, schneidet Zwiebel, hackt Kräuter und brät den Hammelbraten. Bettelt, damit sie ihr Auskommen haben, denn seine Kunst ist eine brotlose Kunst. Manchmal des nachts kommt er zu ihr, "um sich seinen Lohn abzuholen" für die Schmach, die er erleiden musste, weil sie seine Kompositionen nicht begreifen, ihn nieder geschrien haben:"Aufhören, Aufhören!", haben sie gerufen. Nein, für ihn ist sie Halt "wie die tragende Wand eines Hauses."
Jetzt ist ihre Liebe entbrannt, denn sie wird geliebt. Dabei war es Schönberg selbst, der ihn ins Haus geholt hat. Als sie damals in die dunkle Diele trat, ist da dieser fremde Geruch, der nicht in ihre Wohnung gehörte, den sie aber dennoch kannte, aus dem Konzertsaal, von der Galerie her, dieser Geruch nach Lavendel und Terpentin. Noch ehe sie ihn sieht, weiß sie, dass es Richard Gerstl ist, dieser junge, verrückte Maler, ja auch er ist verschrien wie Schönberg, weil er die Konturen auflöst in seinen Bildern wie Schönberg in seiner Musik. Die beiden Männer werden Freunde, was immer man auch unter Genies darunter verstehen mag.
Und hier beginnt die leidenschaftliche Liebe zwischen dem exentrischen Maler und der unscheinbaren Frau im Schatten Schönbergs. Eine wunderbare Liebe, eine tragische Liebe. Drei Jahre wird sie dauern, mehr ist ihr nicht gegeben. Und Mathilde wird teuer bezahlen an das Leben, auf Heller und Pfennig für jede Sekunde ihres Glücks.
Sing weiter, Mathilde, noch hast du Zeit! Sing deine Kinderlieder zu Ende, suhle dich in dieser "Wahnsinns Liebe"! Aber da ist schon dein Ehemann frühzeitig aus München zurückgekehrt wie ich lese und wundert sich schon, was du an einem so herrlichen Sonnentag so inbrünstig singst."Und für wen singst du dann diese tristen Kinderlieder", fragt er, "Und vor allem:warum an einem so schönen Tag?" "Ich weiß nicht", sagst du,"aber ich finde sie nicht trist." Ja, hüte dein Geheimnis, Mathilde..., aber man tuschelt schon.
Ein ergreifendes Buch von Kunst und Liebe mit viel Einfühlungsvermögen und weiblichem Gespür geschrieben.
Lea Singer hat sich in ihrem Buch „Wahnsinns Liebe" Künstlern wie den Komponisten A. Schönberg, A.Berg und A. Webern , Mahler und vielen anderen , die um die Jahrhundertwende 1899/1900 in Wien gelebt haben, gewidmet.
Im Mittelpunkt steht die dramatische und verzehrende Liebe zwischen Schönbergs Frau Mathilde und dem Maler Richard Gerstl. Mathilde erlebt nach einer ernüchternden Ehe mit Schönberg mit diesem Maler erst ein Leben der Liebe und des Verstehens .Von Schönberg, ihrem Mann, wurde sie benutzt und gebraucht wie ein Gegenstand des täglichen Lebens . Gerstl aber liebt sie und läßt sie diese Liebe spüren voller Gefühl und Hingabe.Es ist eine verwirrende, betörende Liebe, die sie mit dem ein wenig verrückten Gerstl erlebt. Sie bleibt trotz eigener Hingabe zuletzt zerrissen von der Verpflichtung, sich ihrer Kinder anzunehmen. Es ist eine tragische, dramatische Liebes- und Zeitgeschichte, die hervorragend erzählt wird und keinen Moment Langeweile aufkommen läßt. Die Gespräche der Protagonisten drehen sich um Kunst, um das Leben, die Liebe und vieles mehr, so daß der LeserIn einen lebendigen Eindruck vom Tun, Handeln und Denken im Künstlermilieu dieser Zeit bekommt, die neben den schönen Malereien von Klimt auch morbide und erotomane Genies hervorgebracht hat.
Für mich ist das ein großartiges Buch, das viel über die verrückten Künstler im Wien der Jahrhundertwende 1800/1900 verrät.
Cl.B.
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