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Wir sind die Wahnsinnigen. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang.
 
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Wir sind die Wahnsinnigen. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. [Broschiert]

Christian Schmidt
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Produktinformation

  • Broschiert: 349 Seiten
  • Verlag: Econ Tb.; Auflage: N.- A. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3612266284
  • ISBN-13: 978-3612266286
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 563.280 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Christian Schmidt porträtiert Joschka Fischer und seine Gang auf dem Weg zur (real-)politischen Macht. Gemeint sind damit Daniel Cohn-Bendit und andere, die in den 70er Jahren der linksradikalen Szene Frankfurts angehörten, und später unter dem Dach der Grünen zum Marsch durch die Institutionen des bundesdeutschen Politikbetriebes antraten.

Innerhalb weniger Jahre wandelte sich Joschka Fischer dank seines ausgeprägten Machtinstinkts und mit tatkräftiger Unterstützung seines "Frankfurter Clans" vom linksradikalen Sponti zum anerkannten Wortführer der sogenannten Realos, die sich unter seiner Regie zum dominanten Flügel der grünen Partei aufschwingen konnten. Allerdings glaubt Schmidt in der viel beschworenen Realpolitik Fischer'scher Prägung nichts anderes erkennen zu können als die opportunistische Anpassung an das bestehende System, unter Aufgabe jedes wirklich reformerischen oder gar revolutionären Politikansatzes. Einzig ausgerichtet auf die Eroberung von Macht- und Einflußpositionen ihrer Protagonisten.

Als sichtbarste Folge dieser Politik unterscheiden sich die Grünen -- die Drögen, wie Schmidt sie nicht ohne Häme nennt -- nur noch marginal von den einst so heftig bekämpften Altparteien. Und es ist zweifellos der Verdienst des Realpolitikers Fischer, daß sie damit ihrem Ziel, die FDP als dritte politische Kraft zu verdrängen -- und zugleich deren Rolle als geschmeidige Mehrheitsbeschafferin zu übernehmen -- so nahe gekommen ist wie niemals zuvor in ihrer 18jährigen Geschichte.

Damit ist Schmidt ein streckenweise polemisches, aber auch ein gründlich recherchiertes Buch gelungen, das dank seines ironischen Stils unterhaltsam zu lesen ist, und das durch die Wahl der ersten rot-grünen Bundesregierung und die Berufung Joschka Fischers zu deren Vizekanzler und Außenminister an Brisanz nur noch gewonnen hat. --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung


Vom autonomen Straßenkämpfer zum Vizekanzler
Der Aufstieg des wichtigsten Politikers der Grünen, Joschka Fischer, ist beispiellos. Wie wurde er zu einem staatstragenden Politiker? Wie wurde der Star des Pariser Mai 1968, Daniel Cohn-Bendit, zum Europa-Abgeordneten der Grünen? Christian Schmidt legt eine längst fällige Abrechung mit Fischers Frankfurter Gang vor. Er wirft einen unterhaltsamen Blick hinter die Kulissen der Sponti-Szene und beschreibt mit reichlich Ironie Joschkas Weg vom "jungen Wilden" zum deutschen Außenminister.
Mit vielen Bildern und einem aktuellen Nachwort, das eine Bilanz der ersten rot-grünen Regierungsmonate zieht.
Christian Schmidt, geboren 1956, war von 1989 bis 1995 Redakteur des Satiremagazins "Titanic". Heute ist er freier Journalist und Fernsehautor.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Christian Schmid verleugnet nicht, dass er unseren Außenminister nicht leiden kann, aber das hat - wie sich mit der Lektüre seines Buches unschwer erkennen lässt - gute Gründe. Es gibt nur eine Sache, die man allen ernstes an "Wir sind die Wahnsinnigen" kritisieren könnte (wenn man denn unbedingt wollte), und das wäre die ab und zu sehr polemische Darstellung gemischt mit einer sehr scharfzüngigen Wortwahl. Dieser sprachlichen Mittel bedienen sich die bei Jugendlichen und Junggebliebenen populären Fernsehmoderatoren und Jungautoren (Harald Schmidt, Stefan Raab, Christian Ulmen, Benjamin v. Stuckrad-Barre und wie sie alle heißen...)jedoch ebenso, und das noch um einiges drastischer. Die Fakten, die der Autor dieser Enthüllungssaga zu Protokoll gibt, sind nicht mehr abzustreiten und für jedermann nachzurecherchieren. Diese unumgänglichen Fakten machen das Buch erst so interessant, denn sie unterscheiden Christian Schmid unverkennbar von den labernden "Eierköpfen" Fischer, Cohn-Bendit und Co, die in diesem Buch gehörig ihr Fett weg bekommen. Es ist durchaus interessant zu lesen, wie die Vergangenheit der jetzt staatstragenden Persönlichkeiten im Einzelnen aussah. Durch "Wir sind die Wahnsinnigen" lernt man jedoch sher genau auch die Komplexität politischen Zusammenhänge in diesem Land und das von der "Frankfurter Gang" mitgestaltete Netzwerk der Macht zu verstehen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das Buch in den einschlägigen Medien gerade von Redakteuren verrissen wurde, die in jungen Jahren selbst Mitglied der revolutionären Frankfurter Bewegung waren. Sicherlich ist auch Schmid mit Vorsicht zu genießen, denn um einen minimalen hetzerischen Charakter kommt man als Autor eines Buches, in dem mit heutigen Regierungsmitgliedern abgerechnet wird, scheinbar nicht herum. Dennoch muss man dieses Buch empfehlen, weil es einfach hilft, das enge Gepflecht der Macht nachzuvollziehen, das politische Entscheidungen in diesem Land trifft. Und dabei geht es nicht nur um Außenminister Fischer und seine zahlreichen Jugendfeunde, die heute entscheidende Ämter in der rot-grünen Regierung innehaben, sondern ganz besonders um die wunderbaren Beziehungen zwischen Politik und Presse (besonders aber den Springer-Konzern, in dessen Reihen nicht wenige ehemalige "Frankfurter" installiert wurden).

Unbedingt lesen!

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Christian Schmidt ist mit diesem Buch eine längst fällige und zudem sehr amüsante und fundiert recherchierte Abrechnung mit Joschka "Joseph" Fischer und seiner Bande gelungen. Schmidt macht aus seiner Abneigung gegenüber den beschriebenen Personen keinen Hehl, er steht von Beginn an dazu, dass ihm die Mitglieder der ehemaligen Spontigang zutiefst zuwieder sind, weswegen man ihm den Vorwurf der unangebrachten Pamphlethaftigkeit dieses Werkes wirklich nur sehr bedingt machen kann. Schmidt entlarvt Fischer, Cohn-Bendit und wie sie alle heissen (manchmal tatsächlich zu aufgebracht und undistanziert) als rücksichtslose und unglaublich dreiste Opportunisten, deren wichtigste Pfründe ihr taktisches und vor allem auch ihr rhetorisches Können bzw. ihr Zusammenhalt als Spontitruppe bis in die heutige Zeit sind. Geradezu unglaublich stellt sich vor allem die Entwicklungsgeschichte von Joschka Fischer dar, der laut Schmidt noch nie anderes im Sinn hatte als die Ausübung von Macht, zuerst in Form von brutalen, geradezu leidenschaftlich und militärisch organisierten Strassenschlachten mit der Frankfurter Polizei, dann als grüner Turnschuhminister in Hessen und schliesslich als bundesdeutscher Aussenminister. So unglaublich Schmidts Thesen die anpassungsakrobatischen Fähigkeiten Fischers und Co. betreffend auch klingen mögen, sie sind keineswegs das Werk irgendeines verirrten "Fundi-Spinners" (übrigen ist der Begriff "Fundi" laut Schmidt auch eine abwertende Bezeichnung, die sich die von Spontis zu Grünen-Realos Anfang der 80er so wundersam mutierten Fischers und Cohn-Bendits ausgedacht haben!), sondern gut recherchierte und eigentlich skandalöse Fakten. Wer`s zu ungeheuerlich findet, um wahr zu sein und Fischer und Konsorten nach der Maxime "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" beurteilt, sollte sich mal Schmidt Prophezeiungen (aus dem Jahr 1999) im vorliegenden Buch hinsichtlich rot-grüner (Realo-)Politik anschauen und diese mit der in der Zwischenzeit tatsächlich veranstalteten Politik vergleichen. Fazit Schmidts am Schluss seines Buches, bezogen auf Fischers Eintreten für den Kosovokrieg: "Wenn Politiker aus Gründen des Machterhalts auf Menschen Bomben werfen lassen, spätestens dann hört der Spaß auf." Recht hat er.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
genial 19. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Ein Buch wie ein Donnerschlag. Fakten über Fakten. Gut und locker geschrieben beinhaltet es Zündstoff und Details, daß man sich fragen muß, wie konnten solche Plapperer und Traumtänzer es überhaupt bis in oberste BRD-Ämter schaffen. Fast minutiös wird die "Karriere" der Kumpels Fischer und Bendit geschildert, eine Karriere, die sogleich eine Bankrotterklärung der BRD ist, weil solch gescheiterte Existenzen Minister werden konnten. Der Eine in Brüssel, der Andere bei uns. Dieses Buch sollt größtmögliche Verbreitung finden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Informativer Volltreffer!
Auch wenn das Buch inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist, so ist es unbedingt lesenswert für jeden der wissen möchte, welche Wege Deutschlands "Elite" ging, die in... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Hubert Bauer veröffentlicht
unbedingt lesen!
Diese mal etwas andere Biographie sollte jede/r "grüne" Wähler/in gelesen haben. Es zeigt die Geschichte vom Taxifahrer zum Millionär, beeindruckend!
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Morgan
Ein abgeschlossenes Sammelgebiet
Die Fernsehbilder aus Gorleben motivierten mich, endlich mal das Buch zu lesen, was sich problemlos an einem Wochenende machen ließ. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. März 2001 von Winterreisender
Ein schlechtes Buch - dennoch interessant
Der Autor will mit diesem Buch, wie er selbst sagt, Joschka Fischer und seinesgleichen "eins draufgeben". Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2001 von Ulrich Hartmann
Köstliches und Delikates aus dem Frankfurt der 70er Jahre
In launigen Worten beschreibt der Jungautor Schmidt den (un)aufhaltsamen Aufstieg des Joschka Fischer. Dabei prasseln die Pointen nur so, da ist Lachen garantiert! Lesen Sie weiter...
Am 22. Januar 2001 veröffentlicht
Ein großer Spaß
Der Autor war damals in Frankfurt selbst dabei - das ist gleichzeitig Vorteil und Nachteil des Buches. Vorteil weil es wirklich interessante Einblicke in Fischers Gang bietet. Lesen Sie weiter...
Am 22. Juni 2000 veröffentlicht
Bitterboese Abrechnung mit dem gruenen Trauerspiel
Wer sich schon einmal gefragt hat, warum Fischer, Schily Trittin und Co ganz von allen guten Geistern verlassen wurden seitdem sie die Macht in Bonn erobert haben, sollte dieses... Lesen Sie weiter...
Am 29. Juli 1999 veröffentlicht
Eine Reise in die Politvergangenheit
In seinem Buch "Wir sind die Wahnsinnigen" schildert Christian Schmidt das werden des Joschka Fischer - seine Entwicklung von einem, der antrat, das System zu... Lesen Sie weiter...
Am 14. Juni 1999 veröffentlicht
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