Wahnsinn hat versprochen, was ich mir erwartet habe. Nein, eigentlich wars sogar besser, als ich erwartet hatte. Das Buch ist in gewisser Weise eine Mischung aus "Amokjagd" (wegen der unglaublichen Spannung) und "Evil" (aufgrund der realistischen Schreibweise).
Kurz zum Inhalt: Nach einer kurzen Einführung in der das Leben von Liddy und Arthur, lernen sich die beiden kennen und lieben. Sie zeugen einen Sohn, Robert, aber Liddy merkt zunehmend, dass Arthur einen Hang zum Perversen und auch Brutalen hat. Sie schaut sich das ganze einige Zeit an, reicht nach einem Vorfall jedoch die Scheidung ein. Vor der Scheidung sind ihr schon einige Veränderungen an dem kleinen Robert aufgefallen und nach und nach kommt sie dahinter, was der Grund dafür ist und nimmt den Kampf gegen Arthur und dessen Familie auf.
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Schon lang nicht mehr hat mich ein Buch so gefesselt - ich hatte es in wenigen Stunden durchgelesen. Man fiebert und leidet mit, man bangt und drückt Liddy und Robert die Daumen und hasst diesen Arthur und denkt sich zwischendurch einfach nur "nein" - nicht das, tus nicht usw. Also wie bei nem richtig guten Film und das macht ja ein richtig gutes Buch aus oder? Man ist in dem Buch drinnen und wenn es ein Buch wie dieses ist, das so realitätsnah geschrieben ist, dann denkt man natürlich noch Tage danach an das Gelesene. Der Schluss war leider für mich persönlich wenig zufriedenstellend. Es war ein Schluss, der schlüssig war, aber ich hätte mir ehrlich gesagt einen anderen Schluss gewünscht. Vor allem in Büchern, in denen die Hauptfiguren so viel durchmachen, hätte man doch gerne, dass sie für all ihr Durchhaltevermögen belohnt werden und dass es wenigstens ein Happy End gibt ...
Fazit: Wahnsinn ist neben Amokjagt für mich das beste Buch von Ketchum, denn es ist an Spannung kaum zu überbieten!! Wer Ketchum kennt und mit seiner oft detaillierten Art zu schrieben gut klar kommt, den wird dieses Buch nicht enttäuschen!