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Wahnsinn. Eine kleine Kulturgeschichte
 
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Wahnsinn. Eine kleine Kulturgeschichte [Gebundene Ausgabe]

Roy Porter
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 238 Seiten
  • Verlag: Dörlemann; Auflage: 1., Aufl. (28. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3908777062
  • ISBN-13: 978-3908777069
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 817.801 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Roy Porter
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Roy Porter erzählt in dieser kleinen Kulturgeschichtge des Wahnsinns - in einem Bogen, der sich von Antike bis in die Gegenwart spannt - von den sich radikal verändernden Auffassungen von Wahnsinn, vom Umgang mit den Kranken und den Bemühungen, sie zu heilen.

Über den Autor

Roy Porter, geboren 1946 in London, war weltweit renommiert als Medizinhistoriker. Er studierte an der Cambridge University und lehrte ab 1972 am dortigen Churchill College (1977: Dean). 1979 kehrte er nach London zurück, wo er - seit 1993 als Professor - am Wellcome Institute for the History of Medicine tätig war und wegen seiner schier unerschöpflichen Tatkraft und seiner glänzenden Vorlesungen berühmt wurde. Er starb viel zu früh am 3.2.2002 in Hastings. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungene Einführung 29. Juli 2009
Von Uncle1927
Format:Broschiert
Das Buch erläutert, welche Verhaltensmuster von der Antike bis zur Gegenwart als "Wahnsinn" klassifiziert- und welche Konzepte zur Behandlung bzw. Heilung der Betroffenen entwickelt und praktiziert wurden. Überlegungen zu biologischen und sozialen Ursachen von Geisteskrankheiten spielen hingegen keine Rolle. In den Exkursen zur Antike rekurriert der Autor dabei auf Fallbeispiele aus Ägypten und Griechenland, während er sich für die Neuzeit weitgehend auf England konzentriert. Vereinzelt richtet er den Blick jedoch auch auf Frankreich, auf Deutschland und Österreich, sowie auf die USA. Andere Länder spielen hingegen keine Rolle.

Sprachlich ist das Buch eindeutig auf interessierte Laien ausgerichtet: Fachtermini, deren Bedeutung erst recherchiert werden müsste, spielen überhaupt keine Rolle. Die Darstellung gleitet jedoch nie ins Populärwissenschaftliche ab. Man verliert an keiner Stelle das Gefühl, dass der Autor als Wissenschaftler sein Metier souverän beherrscht, wenngleich er manche Thesen zugunsten der Lesefreundlichkeit zweifellos stark zugespitzt formuliert hat.

Mein wesentlicher Kritikpunkt richtet sich darauf, dass die Darstellung an einigen Stellen über eine etwas uninspiriert wirkende Aneinanderreihung einschlägiger Autoren und Werktitel nicht hinaus kommt, wobei die Informationen zu den von jenen Autoren vertretenen Kernthesen oftmals arg knapp ausfallen. Eine stringente, analytische Durchdringung der Materie im Sinne des Herausarbeitens der entscheidenden, langfristigen Entwicklungslinien, des Scheidens von Wesentlichem und Unwesentlichem, gelingt meines Erachtens nach nicht immer.

Durch die ausführlich kommentierte Liste weiterführender Literatur wird dieser Mangel jedoch ein gutes Stück weit kompensiert: Durch sie wird dem Leser die Suche nach Publikationen sehr erleichtert, in denen er sich bei Bedarf zu einzelnen Aspekten der Darstellung ausführlicher informieren kann.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Porter in Hochform 5. April 2005
Von Czwikla
Format:Gebundene Ausgabe
Genau wie schon im Titel "Geschröpft und zur Ader gelassen" zeigt sich Porter auch hier in Höchstform bei der Schilderung eines gesundheitlichen Zustands und seiner gesellschaftlichen Bewertung und (Nicht-) Behandlung im Lauf der Jahrhunderte. Zusätzlich zu den höchst informativen, in Porters flüssigem und leichtverständlichen Stil - und von Christian Detoux kongenial übersetzten - verfassten Kapiteln enthält der Band ausgewählte Illustrationen, die den jeweiligen Umgang der Gesellschaft mit den bedauernswerten Kranken um so nachdrücklicher belegen.
Der Band hat mich sehr gefesselt und mich außerordentlich nachdenklich gestimmt.
Fazit: Medizingeschichte auf höchstem Niveau, unterhaltsam und intelligent, auch und gerade für den Laien äußerst empfehlenswert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wahnsinnig schlecht 16. April 2011
Format:Broschiert
Der Autor stellt Geisteskrankheiten als ausschliesslich sozio-kulturelles Phänomen dar, das nicht existieren würde, wenn die Menschen toleranter wären. Dass Depressionen oder Schizophrenie ernste Krankheiten sind, scheint ihm völlig unbekannt, oder er ignoriert es. Zwischendurch gibt es Angriffe auf die Kirche und Freud, ohne dass diese begründet werden. Das Buch ist eine Aneinandereihung von Behauptungen, ohne jede Argumentation. Möglicherweise hat das Buch unter der Übersetzung ins Deutsche gelitten, aber so wie es ist, ist es nicht lesenswert.
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