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Wahlverwandt und ebenbürtig: Caroline und Wilhelm von Humboldt
 
 
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Wahlverwandt und ebenbürtig: Caroline und Wilhelm von Humboldt [Gebundene Ausgabe]

Hazel Rosenstrauch
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 333 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag (der Verlag mit der Fliege); Auflage: 1 (13. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821847719
  • ISBN-13: 978-3821847719
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 316.262 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hazel Rosenstrauch
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»die Kulturwissenschaftlerin Hazel Rosenstrauch ... hat ... mit ihrer Doppelbiografie des Ehepaars Caroline und Wilhelm von Humboldt eine Art Reiseführer in Europas Moderne geschrieben, für Angstlose, abenteuerlich gut, auf geradezu erholsame Weise geistreich, ein sehr politisches Buch, hinreißend gestaltet obendrein. Ein Buch über die Liebe, das den Sinn für geistige und politische Reisefreiheit weckt, für alle, die nicht dauernd bloß lesen.« (Elisabeth von Thadden, Die Zeit, 25. Juni 2009)

»Rosenstrauchs Buch [ist] mehr als nur eine Facette im Familienalbum der großen preußischen Dynastie. Es ist eine sorgfältige und beeindruckende Studie über die Welt der Gefühle am Vorabend der Moderne.« (Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur, 15. Mai 2009)

»Fast erscheint es unglaublich: dass die Frauen-Gleichberechtigung nach einer Caroline von Humboldt noch derart lange warten musste. Diese Biografie ist gleichzeitig ein fesselndes Porträt der Zeit, in der die Humboldts ... lebten und kräftig mitmischten« (Beatrix Novy, NDR-Kultur, 5. Mai 2009)

Kurzbeschreibung

Das Wunder einer vernünftigen Liebe Verdanken wir das Ideal einer humanistischen Erziehung dem Alltag einer außergewöhnlichen Beziehung? Hazel Rosenstrauchs kritische und wissensgesättigte Annährung an ein Ehepaar, das seiner Zeit weit voraus war. Wilhelm von Humboldt: der große Reformer unseres Bildungswesens, der Diplomat, der Ästhet, der dem Wesen der Antike auf der Spur war, der Sprach-Philosoph, der Goethe- und Schiller-Freund. Seine Persönlichkeit ist nicht denkbar ohne seine Frau, Caroline von Dacheröden, Mutter seiner fünf Kinder, in den Hauptstädten Europas zu Hause: eine Partnerin, die ihm an Weltneugier, Bildung, Kunstsinn und an tätiger Humanität ebenbürtig war. Die beiden verband keine allzu leidenschaftliche Beziehung, doch eine Liebe »auf gleicher Höhe«. Die »Individualitäten eines jeden Charakters... in einem so engen Verhältnis wie die Ehe respektiert zu sehen«, schrieb sie ihm, »war das einzige, was ich bei dem Mann suchte, dem ich meine Hand geben wollte ...« Das entsprach seinem Wunsch »in dem engsten Verhältnis die höchste Freiheit zu behalten«. Anhand unzähliger Briefe, die sich die beiden über Jahrzehnte geschrieben haben, zeichnet Hazel Rosenstrauch mit kritischer Sympathie das Bild einer selbstbewussten Frau, deren Begriff von Liebe und Partnerschaft weit in die Moderne vorauswies, und das ihres Gefährten, der - an ihrem freien Wesen gewachsen - zu einem der großen liberalen Geister unserer Geschichte wurde.

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Format:Gebundene Ausgabe
Wahlverwandt und ebenbürtig: mit dieser Charakterisierung ist treffend das Verhältnis zwischen Wilhelm von Humboldt und Caroline von Dacheröden beschrieben. Sie waren zum Ende des ausgehenden 18. Jahrhunderts um die dreißig Jahre alt und standen sich geistig und seelisch nahe, fühlten sich vertraut und ebenbürtig.

Beide entstammten dem Adel, verloren früh einen Elternteil und schlossen sich Bewegungen an, in denen es um Freiheit und Gleichberechtigung ging. Sie lernten sich über Karl von La Roche kennen und begegneten den Frauen der Romantik in deren literarischen Salons. Zu den bekannten Frauen der Romantik gehörte Brendel, die Tochter Moses Mendelssohns, Henriette Herz, Caroline von Wolzogen und neben weiteren als bekannteste Rahel Varnhagen von Ense.
Gegen Ende des 18.und zu Beginn des 19. Jahrhunderts blühten die ersten Jugend,- Freundschafts - oder Tugendbünde, in denen sich Seelenverwandte zusammenfanden, die sich u.a. der Erforschung der inneren Befindlichkeit hingaben.
Zur Freiheit gehörte für Caroline und Wilhelm die damals noch ungewöhnliche Vorstellung, sich den Partner selbst zu wählen. Caroline von Dacheröden war eine selbständig denkende und handelnde Person, die in Wilhelm von Humboldt den Gleichgesinnten erkannte und von sich aus um ihn warb. Schon bald nach der ersten Begegnung zeigte sich, dass die beiden gleiche Gedanken - und Denkmodelle teilten.

Es entstand eine Verbindung, die unvergleichlich war sowohl in der Gestaltung der Ehe, als auch in der Freiheit, die sie einander auch im Liebesverhalten zugestanden.
Wilhelm von Humboldt war Kenner der Antike, früher Anthropologe und wurde als Vorläufer der Linguistik gefeiert.
Beruflich genoss Wilhelm hohes Ansehen als Staatsmann, Gelehrter und Mitbegründer der Berliner Universität, der heutigen Humboldtuniversität.

Beide Partner zeigten ungewöhnlich starke Charaktere. Wilhelms Aufgaben im Dienste der preußischen Kultusbehörde führten zu langen Trennungen von seiner Frau und den Kindern und damit zu einer ausgedehnten Korrespondenz zwischen den beiden. Die Briefe legen beredt Zeugnis ab von der tiefen Verbundenheit zwischen dem Paar.

Mit der Abschrift zahlreicher Briefe, dem Aufführen ausgedehnter Zitate und bibliographischer Belege lässt uns die Autorin an einer Entwicklung teilnehmen, die eng verknüpft war mit der französischen Revolution von 1789 und dem damit verbundenen Zeitalter der Aufklärung. Der Denkansatz Humboldts war der eines reflektierenden Individuums, das durch eigene Anschauung und Erfahrung zur Emanzipation und Befreiung des einzelnen führen sollte.

Es ging den Vordenkern der Französischen Revolution um geistige und seelische Befreiung aus traditionellen Zwängen und um ein Ende der feudalen Herrschaft. In kritischen Analysen wusste Wilhelm von Humboldt die missbräuchlichen Auswüchse der Revolution von den Ansätzen zu freiheitlichem Denken zu unterscheiden.

In den Ausführungen von Rosenstrauch kommen viele bekannte Wissenschaftler und Philosophen des 18. und 19. Jahrhunderts zu Wort. Dazu gehörten Schiller und Goethe, die Schwestern von Lengefeld, der Philosoph La Roche und viele andere mehr. Ohne Kants berühmten und aussagekräftigen Satz '"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit"'' ist die Zäsur in der Geschichte schwer vorstellbar.

Gut zu lesen, klug und einfühlsam geschrieben und hervorragend recherchiert bildet die Biographie zusammen mit einem ausführlichen Anhang eine ausgezeichnete Grundlage zur Erweiterung des eigenen Wissens.
Die feine, bibliophile Aufmachung des Buches aus der Reihe "Die andere Bibliothek"' vom Eichborn Verlag betont das Besondere des Sujets, mit dem man sich hier zu befassen hat.
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Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Dein Glück ist immer das einzige Ziel meines Lebens gewesen." So schrieb Wilhelm von Humboldt an seine Frau Caroline. Sie war ihm wichtiger als alles auf der Welt, was den ihn nicht hinderte, sich auch einmal bei anderen Frauen, auch Prostituierten "umzuschauen". Ihre Beziehung war auf Liebe, auf Vertrauen und auf ein großes Maß von Liberalität gegründet - und hat so bestens funktioniert. Das aber nur dann, wenn die Partnerin ein ebenbürtige Persönlichkeit ist. Und das war Caroline von Humboldt in jeder Hinsicht.

Und so ist der Titel, den Hazel Rosenstrauch für ihre "Doppelbiografie" bestens gewählt: Wahlverwandt und ebenbürtig - das waren beide sehr komplexe Persönlichkeiten in der Tat. Und so bemüht sich die Autorin auch erfolgreich, Caroline und Wilhelm die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken.

Für Caroline verlässt Humboldt sofort nach seiner Heirat den Staatsdienst, eigentlich ein hervorragender Job, bei dem er sicher reüssiert hätte. Stattdessen ist er bemüht, mit großem Aufwand und mit ebenso großer Leidenschaft, seine Persönlichkeit zu bilden, umfassendste Kenntnisse zu erwerben. Er privatisiert auf höchstem Niveau, was allerdings den Vermögensverhältnissen doch nach und nach etwas abträglich ist.

Noch einmal also in den Dienst des preußischen Staates. Reformen sind seine Sache und Patriotismus in Zeiten der Restauration um 1815 herum. Und dieses Geschäft betreibt er oft mit Starrsinn, unbeugsam und beharrlich. Was wiederum nicht jedermanns Sache war. Er demissioniert erneut. Nicht einmal eine von "Ew. Königlicher Majestät" gewährte Fortzahlung seines Gehalts will er annehmen. Es wäre im peinlich, ließ er sie wissen.

Und Caroline von Humboldt? Acht Kinder hat sie ihm - trotz ständiger Wohnwechsel und Reisen quer durch Europa - geboren. Mitglied eines "Tugendbundes" war sie. In Rom, wo sich die Familie längere Zeit aufhielt, galt sie als kluge und sachkundige Förderung der Künste in Erscheinung. Einen eigenen Kopf hatte sie - wie wir aus der Korrespondenz des Ehepaares wissen. Sie war patriotisch bis zum Fanatismus, sie war teilweise antisemitisch bis zur Peinlichkeit.

Hazel Rosenstrauch arbeitet die Charakterzüge des Paares hervorragend heraus, stellt mit sehr viel Einfühlungsvermögen ihre Privatheit (so sie aus den Quellen herauszulesen ist) dar und weiß dies alles noch bestens in den Kontext der Zeit, der historischen und politischen Gegebenheiten zu stellen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eine sehr gut recherchierte Vorlage für mein Historienspiel im Jahre 1813, in der Caroline v. Humboldt eine wesentliche Persönlichkeit im damaligen öffentlichen Leben spielte.
Das Werk ist sehr informativ und gut gestaltet.
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