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Wagners Hitler: Der Prophet und sein Vollstrecker
 
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Wagners Hitler: Der Prophet und sein Vollstrecker [Taschenbuch]

Joachim Köhler
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 504 Seiten
  • Verlag: Siedler (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442755476
  • ISBN-13: 978-3442755479
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,7 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 732.653 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joachim Köhler
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Daß Adolf Hitler von frühester Jugend an ein Bewunderer Richard Wagners war, ist bekannt. Viel weniger bekannt ist, wie sehr Hitler sich zeitlebens mit dem Wagnerschen Gedankengut identifiziert hat. Joachim Köhler hat alle verfügbaren Quellen und die gesamte relevante Literatur ausgewertet und zeigt uns hier einen Hitler, der durch und durch von Wagner geprägt ist, nicht nur in inhaltlicher Dimension, sondern auch hinsichtlich der Dramaturgie und des Pomps seines Auftretens, seiner Theatralik, seiner rhetorischen Grundmuster.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Polemik pur! 20. April 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Richard Wagners Antisemitismus und seine Rezeption im Dritten Reich sind Themenfelder, die spätestens seit den 70er Jahren von Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Fachdisziplinen ausgiebig beackert wurden. Leider sind dabei mindestens genau so viele schlechte wie gute Publikationen herausgekommen, wobei Joachim Köhlers "Wagners Hitler" mit Sicherheit zu den ganz besonders schlechten zu zählen ist. Das liegt nicht so sehr am Inhalt des Buches, sondern an der angewendeten Methode. Wagner war weder Schuld am Holokaust, noch ist er ganz unschuldig. Seine Beiträge zur Antisemitismusbewegung der 1870er Jahre (vor allem die zweite Fassung des "Judentums in der Musik" sowie "Erkenne dich selbst") sind ein wichtiger Bestandteil dieser Bewegung, verdienen aber eine differenzierte historische Betrachtung in ihrem geistesgeschichtlichen Kontext. Gerade dies versucht Köhler nicht ein mal...sein Buch hätte besser "Hitlers Wagner" geheißen. Seine Quellen bezieht er zum aller größten Teil aus einer Zeit, in der Wagner längst tot war (die Bayreuth-Hitler Problematik hist hinlänglich bekannt)...und die Vermutungen des Autors, Hitler habe sich hier oder dort "wohl wie Parsifal" gefühlt, können wohl kaum als Argument für irgendwas herhalten. Wer sich mit der Problematik des Wagnerschen Antisemitismus auseinander setzen möchte, dem sei wärmstens Jacob Katz "Richard Wagner - Vorbote des Antisemitismus" ans Herz gelegt. Bezüglich der Rezeption im Dritten Reich bietet der Symposionsbericht "Richard Wagner im Dritten Reich" von Rüsen/Friedländer einen gehaltvollen Überblick. Vorliegende Publikation von Köhler ist ihr Geld nicht wert...da hilft auch der reißerische Titel nicht weiter.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der reißerische Titel des Buches entspricht seinem Inhalt, leider. K. hat wenig an neuen Quellen zu erschließen, und methodisch verfährt er kaum zuverlässig. Die recherchierten Daten über die Hitlernähe Alt-Bayreuths sind seit langem bekannt, die wertenden Legenden allerdings auch. Teilweise geht K. mit den zitierten Quellen geradezu fahrlässig um: zitierte Texte findet sich gar nicht in der angegebenen Quelle oder in einem Kontext, der ganz andere Schlüsse nahelegt. Der Ton seiner Darstellung desavouiert zudem ihren moralischen Anspruch: nicht Haß und erfinderische Kombination der Daten , sondern nur nüchterne Analyse werden dem ernsten Thema gerecht. Was dem Buch sachlich zu entnehmen ist, enthält das Wagner-Handbuch (Stuttgart 1987) längst, ferner die Recherchen von Borchmeyer und Fischer (über das "Judentum in der Musik"). Dieser Beitrag klärt nicht auf, sondern zementiert Fehlurteile - ohne historische oder sonstige Methode. Ein in wissenschaftlicher Hinsicht überflüssiges Buch.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wagner befand sich lange Jahre in nicht erfreulichen Lebenslagen, künstlerisch verkannt, unverstanden und verschmäht. Ein menschliches, aber nicht gut zu heißendes Verhalten ist es, die Schuld für das (scheinbar oder reell) geschehende Unrecht anderen zu geben. Wagner hielt viel von sich und seiner Kunst und war wie viele Komponisten vor ihm auf der Suche nach dem deutschen Gesamtkunstwerk (einem Gemeinsinn schaffenden Gesamt(deutschen)kunstwerk, das die deutsche Kunst erhebt und abgrenzt). Seine über Musik und Drama hinausgehenden Schriften enthalten kaum genug Sprengstoff oder Neues, um einen Stein ("Initialzündung für die Judenlösung") wirklich ins Rollen bringen zu können, es sei denn, man instrumentalisiert sie gewollt - und das könnte man heute noch mit jeder 1. Seite der Bild-Zeitung machen. Es handelt sich also um ein allzu sehr aufreißerisches anti-Wagner Buch, in dem auf vielen Seiten doch nur dieses eine Motiv verarbeitet wird: "Wagner war gegen die Juden. Wagner war gegen alle, die nicht für ihn waren; eigentlich war Wagner nur für Wagner" - und eigentlich sind wir auch heute von vielen Menschen umgeben, die nur für sich sind, doch bedauerlicherweise ist keiner dazu imstande, einen Tristan zu komponieren (Zitat nach Marcel Prawy).
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