Es war überfällig: ein eigenes, auf Wagner begrenztes Album, des an der Berliner Staatsoper beheimateten Basses Rene Pape - eingespielt mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, gewaltig an Volumen, wie immer. Rene Pape, einer der besten Bässe weltweit, nicht alle wissen das bereits (sein Münchner Liederabend im Jan. dieses Jahres im Herkulessaal war ziemlich leer!).
Die gelungene Auswahl, beginnend bei der "Walküre" und endend beim "Tannhäuser", verzichtet nur auf die Partie des König Marke, aus "Tristan", da sich der lange Marke-Monolog schon auf Papes letztem Album, "God, Kings & Demons", befindet. Besonders gefreut habe ich mich über den "Abendstern" aus dem "Tannhäuser", da man in dieser Partie, auch in Berlin, das letzte Jahrzehnt über fast ausschließlich Roman Treckel hören konnte. Der "Wolfram", nicht bloß der letzte Track dieses Albums, es ist ein würdiger Abschluß. Als Dreingabe ist auch noch Placido Domingo zu hören, beim "Parsifal".
( J. Fromholzer )