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Wagner - Tristan und Isolde (GA) Box-Set

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Produktinformation

  • Audio CD (26. März 2004)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 4
  • Format: Box-Set
  • Label: EMI Classics
  • Spieldauer: 255 Minuten
  • ASIN: B0001E8C14
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.798 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Martin Resch am 19. April 2009
Format: Audio CD
Musikalisch wie dramatisch stellt "Tristan und Isolde" einen Wendepunkt in der Musikgeschichte dar. Geplant war ein Werk, das keiner Bühne größere Aufführungsschwierigkeiten bereiten und dessen Thema, die Liebe, aller Völkern der Erde gleichermaßen verständlich sein sollte. Wie so oft bei Wagner kam es anders.
Unter dem Eindruck der Liebe zu Mathilde Wesendonck, die, wohl auch durch den Reiz des Verbotenen gestärkt, außerordentlich tief gewesen sein muß, gestaltete Wagner den hochmittelalterlichen Ritterroman des Gottfried von Straßburg auf ureigene Weise. Der Liebestrank löst bei ihm nicht die Liebe zwischen Tristan und Isolde aus, vielmehr setzt er lange unterdrückte Gefühle frei. An die Stelle einer quasi unter Zwang entstandenen Liebe tritt eine Leidenschaft, deren höchste Erfüllung nur noch im völligen ineinander Aufgehen, in der Auflösung ins Nichts, im Tod gefunden werden kann.
Zu diesem für die Zeit unerhörten Thema schrieb Wagner eine Musik, die alle damaligen Konventionen überschritt. Mit Ausnahme des langen Duettes im zweiten Akt und dem Liebestod der Isolde hat die Musik über die ganze Dauer des Werkes keinen Ruhepunkt, befindet sich in ununterbrochener Bewegung und stellt plastisch die innere Aufwühlung der handelnden Personen dar. Die Musik stößt ins Seelische vor, läßt Träume und Sehnsüchte aufblühen, negiert die "reale" Existenz. Sehr lange Zeit schreckte jedes Theater vor der unmöglich scheinenden Aufführung des Werkes zurück.
Als diese Aufnahme entstand, führte der "Tristan" allerdings bereits seit beinahe 90 Jahren ein lebendiges Bühnendasein.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von - Joachim Wagner - TOP 500 REZENSENT am 24. April 2012
Format: Audio CD
Als Ergänzung von "vully" und Martin Resch nur noch zur Klangqualität ein paar Worte:
Tatsächlich warte ich noch auf eine endlich dem Potenzial der Originalbänder angemessene CD-Veröffentlichung, denn diese bieten wesentlich mehr als alle bisherigen CD-Ausgaben!
Ich besitze die LP-Box (deutsche Pressung) aus der Reihe DACAPO von EMI. Wenn man diese Schallplatte hört, glaubt man klangtechnisch eine völlig andere Aufnahme vor sich zu haben: Klar, präsent, hell, nicht verfärbt, ganz natürlich - ein viel direkteres klangbild! Wenn die CDs nach gefühlten "Anfangvierzigern" klingen, so empfindet man den Klang der LP als absolut aktuell - halt mit minimalem Rauschen und in Mono...
Vielleicht tut sich bei der EMI ja endlich mal was bezüglich Remastering. Die VÖs der letzten Jahre waren so oft qualitative Flops - besonders das unsensible einsetzen von Frequenz- und Rauschfiltern bin hin zu den unschönen Digitalisierungseffekten, wie sie Überspielungen von Biligfirmen wie "Documents" o.ä. hervorbringen.
Wie schade - EMI! Bei diesem Archiv an Sternstunden der interpretatorischen Musikgeschichte...!

Ergänzung vom 19. August 2013:

In Japan (erhältlich bei HMV-Japan oder Japan-CD) gibt es eine Überspielung, die endlich der technischen Qualität der Aufnahme gerecht wird - wenn auch sehr teuer, so doch unbedingt empfehlenswert!

- - - - -

Über ein Feedback (Bewertung JA oder NEIN, Kommentar - wie und welcher Art entscheiden natürlich SIE!) zu meinen Bemühungen des Rezensierens würde ich mich freuen!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von vully TOP 500 REZENSENT am 21. August 2004
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Vorweg: Der perfekte Tristan ist auch dies nicht, den gibt es leider immer noch nicht, aber es ist eine sehr überzeugende Annäherung:

Natürlich konnte Furtwängler 1952 in mono (und mit einem nicht immer ganz sauber spielenden Orchester) noch nicht den Klangzauber auf Platte bannen, den man aus Aufnahmen aus den 60er (Böhm), 70er (Karajan) oder 80er Jahren (Kleiber) kennt. Dafür lässt er die Musik (und die Sänger) so natürlich atmen wie in keiner anderen Aufnahme. Der erste Ausdruck, der mir einfiel, war "entspannt" - wohlgemerkt nicht spannungslos, im Gegenteil, sondern natürlich und weder süßlich noch hektisch.

Die beiden Hauptdarsteller tragen dieses Konzept voll mit:

Kirsten Flagstad war zum Zeitpunkt der Aufnahme schon 57 Jahre alt, ist deshalb natürlich weder eine jugendliche (Leider, Price) noch eine energisch-dramatische (Nilsson, Mödl) Isolde, verfügt auch nicht mehr über die stimmliche Kraft ihrer Live-Mitschnitte von 1936 und 1937, mit dem sie selbst den Maßstab für alle späteren Isolden gesetzt hatte. Was sie aber auch 1952 noch auszeichnete, war eine große Wärme und Zartheit in den lyrischen Passagen, eine gewisse Gelassenheit auch im ersten Akt (was das Verhalten der Isolde m. E. glaubwürdiger macht), eine fast weise Grundmelancholie. Einige Schärfen in der Höhe (und die von Elisabeth Schwarzkopf übrigens sehr schön gesungenen Spitzentöne, z. B. im 2. Akt, 2. Szene) stören mich da weniger.

Auch Ludwig Suthaus hatte nicht die Urgewalt eines Lauritz Melchior in der Stimme (wer außer vielleicht noch Jon Vickers hat die schon?
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