schade kann man da nur sagen. diese aufnahme lebt allein vom dirigat bernsteins und dem sehr guten spiel des orchesters. meiner meinung nach hört man, wie sehr bernstein diese oper am herzen gelegen hat und ich finde die tempi keinesfalls überdehnt, ganz im gegenteil. bernstein erzeugt eine unglaubliche spannung mit teilweise ungehörten details.
leider hatte er dafür nicht die passenden sänger zur verfügung. anfang der achtziger gab es offenbar einen mangel an wagner-stimmen. hofmann ist total abgesungen und behrends eine eklatante fehlbesetzung, der , nicht erst beim liebestod, wirklich der atem ausgeht. sicher, es gibt vereinzelte töne und passagen, die von den stimmfarben her wirklich wunderbar sind (anfang liebestod z.b.), ansonsten bestätigt sie, was man auch schon vorher wusste. die stimme war immer für dieses fach zu klein, überbrustete töne, isolierte höhen, zuwenig atem und keine linien bzw. bögen. bei bernsteins tempi hätte es "echte" wagner-stimmen gebraucht. ausserdem ist bei behrends 90% des textes nicht zu verstehen, sie hangelt sich von vokal zu vokal.
weikl und sotin halten die fahne hoch, leider enttäuscht mich auch yvonne minton, im zweiten akt ist die intonation bei den wacht-rufen doch mehr als zweifelhaft, das hätte korrigiert werden müssen.
ich liebe diese aufnahme wegen bernstein und seiner tempi und die techniker haben einen sehr guten job gemacht.