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Wagner, Richard - Tristan und Isolde [3 DVDs]
 
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Wagner, Richard - Tristan und Isolde [3 DVDs]

Waltraud Meier , Ian Storey , Patrice Chereau , Patrizia Carmine    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 30,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Waltraud Meier, Ian Storey, Michelle DeYoung, Matti Salminen, Daniel Barenboim
  • Regisseur(e): Patrice Chereau, Patrizia Carmine
  • Format: Classical, PAL
  • Sprache: Unbekannt (Dolby Digital 2.0), Unbekannt (Dolby Digital 5.1), Unbekannt (DTS 5.1)
  • Untertitel: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: EMI Music Germany GmbH & Co.KG
  • Erscheinungstermin: 7. November 2008
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 257 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001EZ79V8
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.432 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Auf dieses Opernereignis blickte die Welt: Am 7. Dezember 2007 eröffnete der Dirigent Daniel Barenboim die Spielzeit an der Mailänder Scala - aber nicht etwa mit einer Verdi-Oper oder Belcanto-Repertoire, sondern mit Wagner. Patrice Chéreaus Inszenierung von "Tristan und Isolde" stand auf dem Spielplan - glänzend besetzt mit Waltraud Meier, Ian Story, Michelle DeYoung, Gerd Grochowski und Matti Salminen. Jetzt erscheint die Produktion auf DVD als Dokument eines wahren Höhepunkts in der Operngeschichte.

"Interpreten"
Isolde - Waltraud Meier
Tristan - Ian Storey
Brangäne - Michele DeYoung
König Marke - Matti Salminen
Kurwenal - Gerd Grochowski
Melot - Will Hartmann
Chor und Orchester der Mailänder Scala
Leitung: Daniel Barenboim

"Musik"
Orchestra and Chorus of Teatro alla Scala
Conductor: Daniel Barenboim
Chorus Master: Bruno Casoni

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der richtige Weg 11. Januar 2009
Von Dan Savio
Format:DVD
Um es gleich vor weg zu sagen, dieser Tristan ist sicherlich nicht perfekt, aber geht eben den richtigen Weg. Meiner Meinung nach ist es Chereau hier gelungen dieses Meisterwerk neu zu inszenieren ohne dabei so zu scheitern, wie es unsere gesamte Opernwelt zur Zeit tut.
Das Bühnenbild überrascht mit seiner somnambulen Schönheit. Eine Mauer ist das Bühnenleitmotiv der Inszenierung, eine Mauer, in deren Mitte ein hausförmiger Durchgang ist, welche eine Art Barriere darstellt, die es zu überwinden gilt. Vielleicht ein Tor zum Jenseits?
Das Bühnenbild gelingt! Es übermittelt den Eindruck des Absoluten : Das Spiel vor der Todesmauer. Eine Metapher, die es schafft der Musik gerecht zu werden. Sowohl im Sinne der Atmosphäre (der Regisseur drängt sich nicht auf, er unterstützt), als auch als Motor für Wagners der Erlösung zu steuernden Musik.
Die Beleuchtung ist wohl eines der wirklich großen Verdienste dieser Aufführung. Sie ist auf die Musik abgestimmt. So im ersten Akt dunkel. Schwarze, dunkelblaue, violette Töne, die am Ende durch das helle saftige rot von Isoldes Königsmantel visuell durchbrochen werden.
im zweiten Akt herrscht erst Nacht und der Wandel zum Tag verläuft konsequent und stimmig. Die Farben sind heller, den die Liebesnacht unterscheidet sich ja vom dunklen ersten Akt. Und Chereau begreift das.
Es sind auch italienische Zypressen zu sehen, die zwischen den hohen Mauern grüne Akzente setzen. Ein Bild, dass an die Caracalla-Thermen erinnert. Ein kleiner Augenzwink an Italien, dem Land der Aufführung.
Im dritten Akt ist die Beleuchtung grau und fahl. Die Mauern dienen nun als Burg Kareol.
Chereaus große Leistung war ja schon im Jahrhundert.Ring die Personenregie. Hier ist sie es auch. Der erste Akt gelingt hier überwältigend. Die letzten 10 Minuten habe ich noch nie so spannend dringlich inszeniert gesehen. Wie sich Isolde und Tristan fragen anschauen bis sie das Wunder des Tranks begreifen und dann schließlich über einander herfallen und nur schwer von den Statisten getrennt werden können. Das alles ist große Regie. Man kann mehr als gut nachvollziehen, dass diese beiden Menschen sich wieder sehen müssen!
Im zweiten Akt allerdings, brilliert nur Waltraud Meier als Isolde. Die Mimik dieser Sängerin ist das schönste, welches ich von einer Opernsängerin gesehn habe. Sie leidet, freut sich oder wundert sich. Ist passioniert und das Wichtigste : Sie versteht die Partitur! Ihr schönes Wesen, einer Isolde würdig, verschmilzt mit der Rolle und man beginnt sie zu lieben! Stimmlich rutiniert und klangschön, dabei niemals erschöpft agierend. EIne überragende Schauspilerin, wie sie es schon häufig bewiesen hat!
Ganz anders der Tristan von Ian Storey. er ist stimmlich eher schwach und schauspielerisch träge. Es wirkt dadurch unfreiwillig unglaubwürdig, wenn die schöne hingebungsvoll überzeugende Waltraud Meier diesen unattraktiven, schnaubenden Tristan liebt, dem oft die Puste ausgeht. er wirkt starr, wie ein Opernsänger vergangener Zeiten. ganz anders als der Kurwenal von Gerd Grochowski, der einen warmen ordentlichen baritonalen Gesang abliefert und sich schauspielerisch passend einbringt. und auch zu erwähnen die Brangäne von Michelle de Young. Stimmlich nicht erstklassig, aber gut und vor allem im Spiel überzeugend. Selbes kann man von Matti Salminen behaupten, welche den König Marke mimt.
Der Liebestot ist ein Highlight der Inszenierung. Chereau hat sich etwas neues, sehr passendes dazu überlegt. Ich will hier nicht verraten.
Warum ich trotz einzelner Kritik 5 Sterne geben ist einfach zu begründen : Die Inszenierung ragt heraus. Denn perfekt war eine solche noch nie. Mögen Windgassen und Nilsson diese Partien besser gesungen haben, aber darstellerisch hat es zumindest Letztere überhaupt nicht. Und so gilt es immer Abstriche zu machen und bedenkt man die riesige Anzahl schlechter Tristandeutungen, die eigentlich schon eine Beleidigung für jeden Wagnerliebhaber sein müssten, ist diese endlich eine gelungene. Allein wegen der Regie von Patrice Chereau, dem Bühnenbild von Richard Peduzzi und der Isolde der Waltraud Meier lohnt und gibt diese Interpretation.
Das Bild der DVD ist gestochen scharf und das muss sie sein, um zu wirken. Der Ton klar.
Bleibt noch das Dirigat von Daniel Barenboim zu loben, der hier sein bestes gibt und dabei warme breite Klangteppiche erzeugt. Vielleicht hält er sich im zweiten Akt und im Liebestod ein bisschen zu sehr zurück, doch die Profitierenden sind dabei die Sänger . Barenboim zeigt, dass er ein Opernprofi ist und das Orchester der Scala zeigt, dass sie Italiener sind. Oft scheint hier das Italienische durch, was aber wiederum nicht stört sonder teilweise belebt. Genannt sei hier der dritte Akt und seine Jubelmusik, wenn Kurwenal sieht, dass Tristan erwacht.
Um das ganze zu beschließen : Eine Investition von Zeit und Geld, die sich doch über alle Maßen lohnt!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gemi-b
Format:DVD
patrice chereau und richard peduzzi, die beiden grossen schon heute legendären theater-macher haben nach ihrem - dem! - 'jahrhundert-ring' in bayreuth (dt.grammophon-dvd ) ihre lang erhoffte und sinnreiche 'tristan' -inszenierung nun in mailand ev.endgültig und grandios realisiert.
eine musik-theater-, scala-sternstunde.

ihnen ist eine stilistisch geschlossene, plausible und überzeugende inszenierung gelungen,
die dem mythos von leben-liebe-leid-verrat-tod den archaischen grund-boden entwirft,
in die sinnvolle gestalt umsetzt und sichtbar macht, was durch die musik
allein schon vollzogen und 'ausgestaltet' wäre ... -
und viele tristan-kenner bevorzugen ja die rein akustische wiedergabe, der individuellen
imagination wegen, die irgend-wessen sentimentalische oder gar kitschig-vordergründige bildassoziationen ausschliesst -
aber chereau (peduzzi und m.bickel, die prägnante kostümbilder erfand) hat die tiefen-
einsicht, den langen atem für das kontemplative, auf den klangraum bezogenes kontinuierlich-kreisendes momentum der changierend-schwül-zehrenden musik auch so begriffen,
dass ihm frappierend 'authentische' und dekor-freie (tafel-)bilder gelingen:
reduziert auf das wesentliche und unterstützt von adäquaten sing-schauspielern:
wie die alle überragende waltraud meier, die isolde unserer zeit, so wie ian storey,
als verloren-taumelnd-stoischer held-typus, wie der grossartig agil-jungenhafte
kurwenal des jungen gerd grochowski -
eindrucksvolle darsteller, auch die selbstbewusst agierende brangäne der de youngs, und
salminens alter marke zeigt immer noch eine imposante statur.

sie sängerischen darbietungen sind alle zumindest akzeptabel, auch besonders der chor.
neben der meier gibt es zwar keine überragenden vokalen leistungen
(und auch meier hat nicht mehr den flutend-leisen atem für isoldes schlussgesang), aber
alle sind dem gesamtkunstwerk des chereau hinreichend überzeugend, vor allem
darstellerisch seinem hohen anspruch gewachsen.
besonders die männer des chors der scala, die die notwendige, zumal auch (homo-)erotische färbung dieser liebes-geschichte in einer archaischen männer-welt überzeugend gestisch vergegenwärtigen,
der meisterhaften personenregie wegen.

und barenboim, der sensualistisch-über-musikalische, formt empfindungsvoll alles
von der piano-stille zum bezwingenden klang-rausch, was das scala-orchester glänzend
nachvollzieht, um die 'zeitlosen' tag-traum-räume klangsinnlich zu füllen.

so ist dieser dvd-mitschnitt alles in allem eine überzeugende, vor allem szenisch-ästhetisch erstrangige produktion, die chereau (und sein team) - nach wagners ring, bergs wozzeck und
mozarts cosi - erneut als einen meister des musiktheaters dokumentiert, der mit barenboim und meier zwei 'bewährte' und so inspirierte musiker für sich hat, die wissen, worauf es ankommt, bei diesem überdimensionalen markstein der musikgeschichte.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Leopold Berger TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieser (nicht nachgebesserte) Mitschnitt der Saisoneröffnung am 7.12.2007 an der Mailänder Scala mit Wagners "Tristan und Isolde" brachte das lange erwartete Ergebnis der Auseinandersetzung von Patrice Chereau mit dem legendären Werk.
Man wird nicht enttäuscht! In den düsteren Bildern von Richard Peduzzi und den dazu passenden Kostümen von Moidele Bickel agieren Waltraud Meier (wieder atemberaubend in Gesang und Darstellung) und Ian Storey (ein männlich gereifter Tristan mit gut baritonal fundierter Heldentenorstimme) als ein Paar, das im Grunde einander nicht wirklich nahekommt. Todessüchtig zieht Tristan Isolde, die ihn liebt, in die dunkle Sphäre seiner Obsession. Dazu finden sich im Begleitheft hochinteressante Notizen von Chereau.
Die Oper ist auf 3 DVDs aufgeteilt, das Bild und der Ton sind brilliant. Daniel Barenboim, einer der besten Dirigenten dieses Werkes, bietet mit dem glänzend spielenden Orchester der Scala ein musikalisches Spiegel-Bild menschlicher Zerrissenheit und Ekstase, das einen nur begeistern kann - so wie auch das Premierenpublikum in Mailand hingerissen war!
Auch wenn man schon mehrere "Tristan"-Einspielungen hat: Unbedingt zu empfehlen.
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