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Wagner, Richard - Tannhäuser (2 DVDs)
 
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Wagner, Richard - Tannhäuser (2 DVDs)

Robert Gambill , Waltraud Meier , Nikolaus Lehnhoff    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Robert Gambill, Waltraud Meier
  • Regisseur(e): Nikolaus Lehnhoff
  • Format: Classical, Dolby, DTS, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (PCM Stereo)
  • Untertitel: Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Arthaus Musik GmbH
  • Erscheinungstermin: 16. Januar 2009
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 205 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001OBT3DO
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.221 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Aufnahme"
Live Recording from the Festspielhaus Baden-Baden, 2008

"Interpreten"
Tannhäuser - Robert Gambill
Elisabeth - Carmilla Nylund
Venus - Waltraud Meier
Wolfram von Eschenbach - Roman Trekel
Landgraf - Stephen Milling
Walther von der Vogelweide - Marcel Reijans

"Musik"
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Philharmonia Chor Wien
Conductor: Philippe Jordan

"Richard Wagner - Tannhäuser"
Robert Gambill war als Tannhäuser schier unübertrefflich... Als Elisabeth brillierte Camilla Nylund mit makellosen Höhen und explizit schönem Klang. Waltraud Meier war eine glutvolle Venus, Roman Trekel gab einen Wolfram von elegantem (Stimm-) Format - ein weich strömender Bariton, dessen Abendstern-Gesang einem das eigene Herz rührte. Kraftvoll Stephen Milling als Landgraf, auch väterlich mild, wunderbar sonor und würdevoll, barsch und beißend Tom Fox in der Rolle des Biterolf.
Am Pult des Deutschen Symphonieorchesters sorgte Philippe Jordan für exzellent dramatischen Wagnerklang. Ein großer Verdienst war, dass nie die Sänger zugedeckt wurden, so dass der Text gut verständlich blieb. Gespielt wurde die Wiener Fassung (die auf der Pariser fußt) mit einem extra Bläserensemble auf der Hinterbühne, das viel Eindruck machte. Überhaupt gelang Jordan ein sehr plastischer Orchesterklang, der auch in den Einzelstimmen immer wieder schönste Klangeindrücke hervorbrachte. Mit großem Engagement folgten die Instrumentalisten seinem zupackenden, temperamentvollen Dirigat. Philippe Jordan gab seine Visitenkarte als künftiger Musikdirektor der Bastille-Oper höchst glaubwürdig ab. Fazit: ein Augen- und Ohrenschmaus und keine regietheatralische Irritation: höchst kulinarische Oper. - Christoph Wurzel


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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartige Klangpracht 11. Februar 2009
Von Th. Fritz TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Der Tannhäuser beschäftigte Wagner sein Leben lang und wie er meinte, der Welt noch einen Tannhäuser schuldig zu sein, so blieb für mich die Plattenindustrie bis heute einen wenn schon nicht "perfekten", so doch wenigstens überwältigenden Tannhäuser schuldig. Annäherungen boten Barenboim und Solti. Die nun vorliegende Aufnahme aus Baden-Baden übertrifft nun erfreulicherweise die vorliegenden CDs und DVDs erheblich.

Nikolaus Lehnhoff dokumentiert seine Auseinandersetzung mit Wagner nach Parsifal und Lohengrin weiter. Er erzählt keine andere Geschichte, nimmt das Stück beim Wort und verweist manchmal gar überdeutlich auf die Aktualität des Stückes, was es im Fall der Mikrophone beim Sängerkrieg nicht bedurft hätte. Die Personenführung zeigt den Regieprofi - viele "Profis" im besten Sinne sind ja heute nicht mehr unterwegs und erspart uns besondere Verfremdungen. Das ganze spielt in und vor eine helixartigen Wendeltreppe - verschieden ausgeleuchtet, verschieden umbaut - schafft diese Treppe über 3 Akte eine Einheit und wirkt immer anders. Ein seit langem wieder mal suggestives, grandioses Bühnenbild. Auch die technische Seite ist da nur zu bewundern.

In diesem Rahmen singt und spielt wohl das beste zur Zeit mögliche Tannhäuserensemble - bis zu den Minnesängern wie der kraftvolle Tom Fox als Biterolf. Stephen Milling gibt zu schönsten Basshoffnungen Anlass, sein Landgraf ist warm und engagiert, das hat auch Pape nicht besser gemacht. Roman Trekel in seiner Leib- und Magenrolle geht den Wolfram als Liedsänger an, versucht aber auch ein bisschen Temperament in diese doch etwas blutleere Figur zu bringen. Waltraud Meier überrascht immer wieder, die Stimme klingt doch wieder voll und rund wie früher, vom zarten Schmeicheln zum großen Ausbruch - immer noch konkurrenzlos. Camilla Nylund singt wunderschön und sieht auch noch wunderschön aus (die Frauen mögen den Männern eine kleine Schwärmerei nachsehen), spielt die Elisabeth auch als kraftvolle, leidenschaftliche, dann tief verletzte Frau. Überhaupt löst sich der Gegensatz von sündiger Liebe und keuscher Liebe hier auf, zwei verschiedenartige Frauen ringen um einen Mann und Elisabeth zeigt viel Begeisterung für Tannhäusers anfänglichen Preis auch der Liebeslust. Die Titelrolle selber ist wohl doch unsingbar, mir fällt keiner ein, der absolut überzeugt. Da reiht sich Robert Gambill auch ein. Er ist - für einen Tenor - ein intelligenter, auch meistens textverständlich und intensiv spielender Sänger, die Romerzählung gestaltet er intensiv, das "erbarm dich mein" im großen Ensemble des 2.Aktes schmerzt dagegen schon ( ist aber auch eine mit Verlaub furchtbare Stelle). Insgesamt aber trotz mancher mehr eckig gestemmter, als wirklich gesungener Töne ein überzeugendes Rollenporträt.

Was die Aufnahme nun aber zum ganz besonderen macht, ist das Dirigat von Philippe Jordan und das Spiel des Deutschen Sinfonie-Orchesters Berlin. Jordan arbeitet alles heraus, was den Tannhäuser ausmacht, von der Cellokantilene des Abendstern bis zur Durchorganisation der großen Ensembles und der räumlichen Klangwirkungen. Dazu lässt er sich Zeit und erzeugt einen stellenweise kathedralenartigen Klang (Blech im Vorspiel des 3. Akts). Er scheut auch nicht eine gewissen Härte und die auftrumpfende Geste, was viele der heutigen Wagnerdirigenten wie der unsägliche Welser-Möst vermissen lassen. Der junge Mann wäre sicher eine Bereicherung für Bayreuth.

Abschließend sei die technische Seite gelobt. Es handelt sich um eine aufwändige Produktion. So perfekt wie alles eingefangen und gesungen wurde, ist das nicht das Abbild eines Abends, sondern ähnlich den Unitelproduktionen aus Bayreuth das Ergebnis mehrerer Aufführungen. Dazu eine perfekte Balance zwischen Singstimmen und kraftvollem Orchesterklang, hier wurde sich wohl richtig Mühe gegeben mit dem Klangbild wie in der guten alten Zeit der Studioproduktionen. Auch die Publikumsgeräusche halten sich in Grenzen. Auf den Einzug der Gäste muss ich einfach besonders hinweisen, hier kommt das Surroundverfahren wirklich mal zum tragen, Orchester, Chor und 12 Trompeten schaffen eine Klangorgie vor der mit 20.000 Lichtern beleuchteten Wendeltreppe - einfach toll. Große Oper, wie sie es nicht mehr oft gibt.

Unbedingte Kaufempfehlung auch und gerade für Wagnerneulinge ein idealer Einstieg in den Wagnerschen Kosmos.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von J. Fromholzer TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Von Amazon bestätigter Kauf
Ein düsterer Tannhäuser voller Nachtgestalten, ein hypnotisches Bühnenbild, das an Erich Wonder erinnert (Set Design: Raimund Bauer) und eine perfekte erotische Venus (Waltraud Meier natürlich, keine Jüngere könnte erotischer sein!). Die Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff läßt viel Freiraum in den Köpfen und erinnert auch wegen der Kostümbildnerin Andrea Schmidt-Futterer an die Regiearbeiten von Peter Mussbach.

Der durchwegs gute Dirigent Philippe Jordan liebt es vor der Kamera zu Posen, was in Großaufnahme nur noch grotesk wirkt. Aber das soll diese überdurchschnittliche Tannhäuser-Produktion nicht schmälern. In der Titelrolle ist jedoch Robert Dean-Smith hörbar besser - Robert Gambill ist eine solide Besetzung dafür; mehr nicht.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hans-Georg Seidel TOP 500 REZENSENT
Lehnhoffs großartige,farbstark akzentuierende Inszenierung mit einem inspirierten, magisch involvierenden Bühnenbild, schafft die Basis für eine außergewöhnliche Aufführung. Sängerisch ein ganz herausragendes Ensemble, daß schon an die Grenzen des heutigen Optimums geht.Besonders zu erwähnen: Camilla Nylund singt eine begeisternde, involvierend gleißende, sopransilbrige Elisabeth, ein Ereignis. Waltraud Meier ist Venus mit jeder Pore ihres Singkörpers. Sie gestaltet hinreissend intensiv und hautnah. Robert Gambill als Tannhäuser gestaltet zwar hervorragend, hat aber gelegentlich Stimmprobleme.Roman Trekel singt einen subtil liedhaft intonierenden, emotional sehr berührenden Wolfram. Orchestral hervorragendes Spiel, daß die Partitur klangsinnlich exzellent auslotet. Insgesamt eine beeindruckende Aufführung, mit kleinen Abstrichen, eine Sternstunde der Oper.
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