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  • Wagner, Richard - Rienzi, der letzte der Tribunen (2 Discs, NTSC)
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Wagner, Richard - Rienzi, der letzte der Tribunen (2 Discs, NTSC)


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Produktinformation

  • Darsteller: Torsten Kerl, Camilla Nylund, Ante Jerkunica, Krzysztof Szumanski
  • Regisseur(e): Philipp Stölzl
  • Format: Classical, NTSC, Widescreen
  • Sprache: Niederländisch (Unknown), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (PCM Stereo)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Arthaus Musik (Naxos Deutschland GmbH)
  • Erscheinungstermin: 6. September 2010
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 156 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003X8597A
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 80.731 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Mit Rienzi, der dritten vollendeten Oper Richard Wagners, erreichte der Komponist seinen ersten musikalischen Erfolg, der ihm einst den Durchbruch bescherte. Der Volkstribun Cola di Rienzo aus dem 14. Jahrhundert wird 500 Jahre später als Rienzi zur Titelfigur der literarischen Geschichtsschreibung und erlebt damit seine Wiedergeburt. Richard Wagner nahm sich den Roman des englischen Schriftstellers Edward Bulwer-Lytton aus dem Jahr 1835 als Grundlage, um seine heroische Oper vom Aufstieg und Fall des Rienzi zu schreiben. Heute gilt das Werk als Scheiterstück. 1905 erlebte Adolf Hitler die Aufführung von Rienzi und war begeistert. Er bekannte diese Oper bald zu seiner Lieblingsoper, die alsbald auch zu nationalsozialistischen Propagandazwecken genutzt wurde.

Philipp Stölzl gab 2010 mit Rienzi sein Regie-Debüt an der Berliner Oper. Der Regisseur wagte den Schritt, das Werk als Parabel auf den Aufstieg Hitlers zu inszenieren. Das hauseigene Ensemble sowie die herausragenden Sänger unter der Leitung von Sebastian Lang-Lessing überzeugen das Publikum mit ihrer Leistung. Ausgezeichnet disponiert sind Torsten Kerl als Protagonist Rienzi, aber
auch die erstklassige Camilla Nylund in der Rolle der Schwester Irene oder Ante Jerkunica als Steffano Colonna.

"Musik"
Orchestra of the Deutsche Oper Berlin
Conductor: Sebastian Lang-Lessing
Chorus and Extra-Chorus of the Deutsche Oper Berlin
Chorus Master: William Spaulding

"Interpreten"
Rienzi - Torsten Kerl
Adriano - Kate Aldrich
Irene - Camilla Nylund
Steffano Colonna - Ante Jerkunica
Paolo Orsini - Krysztof Szumanski
Cardinal Orvieto - Lenus Carlson
Baroncelli - Clemens Bieber
Cecco del Vecchio - Stephen Bronk
Rienzi Stand-in - Gernot Frischling

Rezension

spectacularly thanks to brilliant pseudo-historic footage in the style of Leni Riefenstahls Nazi propaganda filmsThe production is a knockout.'' --The Sunday Times

Perhaps one of the strengths of this evening is that it helps one to be distrustful --Die Zeit

This new release,the only official filming of the opera to date,provides a committed and well-sung preview of Rienzi's attractions in a lively production. --Gramophone,Mar'11

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Karlchen am 18. Dezember 2013
Format: Blu-ray
Rienzi entstand 1842, nur wenige Jahre vor der Revolution von 1848. Rienzi ist Wagners Freiheitsheld, der mutig gegen eine gewalttätige Adelsherrschaft aufsteht. Wenn dies Hitlers Lieblingsoper wurde, so nicht wegen dieser politischen Botschaft, sondern weil er sich mit dem Volksheld Rienzi identifizierte.

Was Hitler nicht wahrnahm, ist der Gegensatz zu der von ihm errichteten Diktatur: Rienzi erstrebt nicht für sich die Macht, er will nicht König werden, das Volk soll frei sein. Hitler blendete das alles aus.

Das Regiekonzept Philipp Stölzls folgt nicht Wagners Absichten, sondern der verzerrten Wahrnehmung Hitlers. Überdeutlich, geradezu penetrant, wird Rienzi mit Hitler gleichgesetzt. Zu Wagners Text passt das überhaupt nicht, ebenso wenig zur Musik. So hat der Zuschauer stets zwei entgegengesetzte Botschaften zu verarbeiten: Es wird von Befreiung gesungen, gleichzeitig eine Diktatur inszeniert.

Müssen wir Hitlers Torheiten wiederholen? Schade um die hier hervorragend wiedergegebene Musik Wagners.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von JoMü am 30. September 2011
Format: DVD Verifizierter Kauf
Rienzi war - neben den Meistersingern - Hitlers Lieblingsoper. Das ist aber kein Grund den Rienze als "Hitler" erscheinen zu lassen. Die Regie liegt zwischen Schwachsinn und Dummheit. Und das beginnt schon bei der Ouvertüre. Die war, wie mir schein, Charly Chaplin nachempfunden. Doch der hat sein Handwerk beherrscht.
Das Gebet des Rienzi - um nur ein Beispiel zu nennen - empfinde ich als geschmacklos. Und dann die Unart alles mit Videos zu kommentieren. Hier wird der Zuschauer wohl für dumm gehalten. Um nur drei Probleme aufzuzeigen. Diese Regie-Fehlleistung erzeugt soviel Ärger, dass die musikalische Gestaltung auf der Strecke bleibt. Trotz der hervorragenden Sänger.
Schade - hier wurde eine Chance vertan!
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Boa Thor am 1. Januar 2011
Format: Blu-ray Verifizierter Kauf
Rienzi, eines von Wagner heute eher unpopulären Werken, ist politisch ein heisses Eisen. Unter der Regie des Namenhaften Philipp Stölzl ist hier eine moderne Inzenierung gelungen die durch Simplizität und dabei ganz unverkünstelt beeindruckt. Menschenmassen, hartes Licht und drei dunkel gehaltene Bühnenbilder sind die Kernelemente der Inszenierung. Insbesondere der letzte Akt beeindruckt durch Einfallsreichtum. Erst hier spitzt sich das Drama um den hier gnadenlosen Rienzi in der kurz gehaltenen Inszenierung zu. Der letzte Akte spielt gekonnt auf die letzten Stunden des tausendjährigen Reiches an.

Zum Inhalt:
Dies ist jedoch bei weitem nicht die einzige Anspielung. Rienzi setzt sich beim Streit zwischen dem Stadtadel als Retter des Volkes in Szene und entledigt sich anschliessend in einer Nacht der langen Messer von "Verrätern" und Opposition. Doch einigen gelingt rechtzeitig die Flucht aus der Stadt, der Gegenschlag wird durch Verrat und Rebellion möglich, das wankelmütige Volk wechselt schliesslich die Seiten und Rienzi ist mit seinem Genossen plötzlich isoliert. Sicher ist das keine 1:1 Umsetzung des wagnerschen Meisterwerks um den letzten Tribun, aber eine Leseart die durchaus ihren Reiz hat.

Zum Gesang:
Vollmundig und Wohlklingend, ja Rienzi beherrscht meiner Meinung nach sein Organ. Das kann man aber leider nicht von allen Rollen behaupten, insbesondere die weibliche besetzte Nebenrolle schwächelt etwas.

Fazit
Ich habe die Oper auch Live in Berlin gesehen, die Inzenierung gewinnt besonders durch die Kürze an Würze, nicht nur wegen der katastrophalen Bestuhlung in der deutschen Oper.
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Von Warum? am 14. April 2014
Format: DVD Verifizierter Kauf
Das war o.K. und ist doch schon lange erledigt!ä ä ä ä ä ä ä ä ä ä ä ä
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15 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von clipperc am 26. November 2010
Format: DVD
Ich bin Richard Wagner Fan. Deshalb meine Frage: "warum tut man einem Toten so etwas an?" Dieser Herr Philipp Stölzl sollte Bildhauer werden. Granit vergiest keine Tränen. Richard würde sich im Grabe umdrehen, wenn er diese unsägliche Interpetration anschauen müsste. Aber anzuhören ist sie dank sehr guter Sänger wundervoll. Nur hätte ich mir die Bilder von Herrn Philipp Stölzl gern erspart. Schade ums Geld!
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12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rubicon am 12. Januar 2011
Format: DVD
Inszenierung:
Die vorliegende Rienzi-Inszenierung mag Geschmacksache sein, das zeigen auch die Rezensionen in der Presse. Philipp Stölzl hat aber aus meiner Sicht eine zumindest in sich stimmige Deutung des Rienzi vorgelegt und lässt seinen Rienzi in einem faschistoiden Umfeld spielen. In Deutschland gelingt eine solche Atmosphäre am leichtesten durch Anspielungen auf die Hitler-Diktatur. Schon während der Ouvertüre blickt man aus dem Panoramafenster von Hitlers Berghof, wo Rienzi als Diktator zum einen die Ouvertüre mitdirigiert und zum anderen einen Tanz in Trance abliefert. Auch im weiteren Verlauf spart Stölzl nicht mit Anspielungen auf die Nazi-Dikatur (Modelle von "Germania", Videos vom "neuen Rom", die stark an Wochenschau-Berichte erinnern, Wehrmacht-Helme der Soldaten usw.). Die Inszenierung thematisiert aber nicht das Dritte Reich, sondern veranschaulicht sehr gut die Gefahr, der auch jeder Held ausgesetzt ist, wenn ihm vom Volk unermesslich viel Macht geschenkt wird. In diesem Fall von einem Volk, das sich in totaler Identifikation freiwillig uniformiert, sich im zweiten Teil zunehmend von Rienzi entfremdet, weil ihm dieser nicht radikal genug ist, und ihn am Ende schließlich stürzt.

Das spezifisch faschistische Umfeld zwingt sich aufgrund der Vorlage zwar nicht unmittelbar auf, erscheint aber stimmig, weil dieser Rienzi in der ehemaligen "Reichshauptstadt" der Nazi-Dikatur inszeniert wurde und weil Rienzi nun einmal Hitlers Lieblingsoper war.
Insgesamt finde ich die Inszenierung sehr gelungen, wer jedoch werkgetreue Aufführungen bevorzugt, sollte die Finger davon lassen.
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