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Wagner, Richard - Lohengrin (NTSC) [2 DVDs]
 
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Wagner, Richard - Lohengrin (NTSC) [2 DVDs]

John Treleaven , Emily Magee , Peter Konwitschny    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 38,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: John Treleaven, Emily Magee, Luana de Vol
  • Regisseur(e): Peter Konwitschny
  • Format: NTSC, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Naxos Deutschland
  • Erscheinungstermin: 4. Juni 2007
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 223 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000Q7ZKVQ
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.238 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Werke" Richard Wagner: Lohengrin - Romantische Oper in drei Aufzügen "Interpreten" Reinhard Hagen, John Treleaven, Emily Magee, Hans-Joachim Ketelsen, Luana DeVol, Robert Bork Cor e Orquestra Simfônica del Gran Teatre del Liceu Leitung: Sebastian Weigle "Aufnahme" Gran Teatre del Liceu, Barcelona im Juli 2006 "Richard Wagner: Lohengrin" Es war ein echter Überraschungscoup, als sich am 18. Januar 1998 zu Peter Konwitschnys und Ingo Metzmachers neuem "Lohengrin" an der Hamburgerischen Staatsoper der Gazevorhang hob und man erkennen konnte, wo das Stück, das man doch so gut zu kennen glaubte, spielen würde. In einem Klassenzimmer? Vor einer Schultafel? Mit einem Volk von Brabant, das Schuluniform und kurze Hose trägt? Mit pubertierenden Pennälern, die Papierflieger werfen und Holzschwerter ziehen? Wer sich auf die Lesart von Konwitschny einlässt, spürt schnell, daß hier der Lohengrin von einer Leichtigkeit getragen und von einem schwärmerischen Elan vorangetrieben wird, den man zuvor kaum je in dem Werk wahrgenommen hat. "Aus einer Welt des Hasses und des Haders schien die Liebe verschwunden zu sein. [...] Aus der öden Sorge für Gewinn und Besitz, der einzigen Anordnerin alles Weltverkehrs, sehnte sich das unertötbare Liebesverlangen des menschlichen Herzens endlich wiederum nach Stillung eines Bedürfnisses, das, je glühender und überschwänglicher es unter dem Druck der Wirklichkeit sich steigerte, um so weniger in eben dieser Wirklichkeit zu befriedigen war." - Richard Wagner zu "Lohengrin"

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4.0 von 5 Sternen Illusionen der Jugend - Lohengrin im Klassenzimmer, 25. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Lohengrin (NTSC) [2 DVDs] (DVD)
Ein singendes Klassenzimmer? Lohengrin als cooler Typ" im Trenchcoat, das Volk von Brabant als Schulklasse, Elsa als Außenseiterin im Klassenverband? Peter Konwitschny schockierte 1998 die Besucher der Hamburger Staatsoper mit seiner Sichtweise auf Wagners traurigste Oper »Lohengrin«. Manche taten es als mehr oder weniger originelle Blüte des Regietheaters ab, aber an den Haaren sind Konwitschnys Gedanken nicht herbeigezogen. Zugegeben, wenn sich der Vorhang hebt, beschleicht einen der Verdacht, hier habe einer zu tief in sein Glas Feuerzangenbowle geguckt. Die Gedanken haben aber durchaus Tiefgang. Seine ungestüme Brabanter Schülerjugend ist Lichtjahre von den entrückten Sagen- und Märchenbildern verklärter Ritterwelten entfernt unserer Welt nahegekommen. Wenn die Pennäler Heil dem König" rufen, dann hat das auch keinen faden Nachgeschmack von Führerkult und Verführung, sondern es zeigt unschuldige Schwärmerei von Schulkindern und deren Hunger auf Leben, auf Aufbruch, kindliches Gemeinschaftserlebnis. Wenn am Ende Gottfried, der verschollengeglaubte Bruder Elsa nach dem Abschied Lohengrins zurückkehrt, lässt Konwitschny die Schüler - und mit ihnen die Zuschauer - aus ihrem Traum erwachen: Gottfried trägt Stahlhelm und ein Maschinengewehr. Es ist der ergreifende Moment der völligen Desillusionierung. Härter könnte der Gegensatz kaum sein. Überhaupt bilden die Sehnsüchte der Jugend, ihre Begeisterungsfähigkeit, die Hürden der Pubertät und das schwierige Erwachsenenwerden zentrale Motive von Konwitschnys Inszenierung, die nun in einer sehr guten Aufzeichnung aus dem Liceu in Barcelona, das neben der Hamburger Staatsoper Coproduzent war, als DVD bei EuroArts vorliegt. Ebendiese geschilderten Motive waren auch vielfach bei den Revolutionären von 1848/49 auszumachen; Wagner hatte bei ihnen mitgemischt und musste mit dem unfertigen Lohengrinmanuskript aus Dresden nach Zürich fliehen. Viel davon hat Eingang in den Lohengrin gefunden. Über Konwitschnys Sicht kann man trefflich streiten. Aber mit einem einfachen Handrückenstrich ist die Inszenierung auch nicht abzutun. Das Bühnenbild und die Kostüme von Helmut Brade sind konventionell und durchaus fürs Auge gemacht. Die musikalische Leitung von Sebastian Weigle bietet was fürs Ohr. Eine bemerkenswerte Aufführung.
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4.0 von 5 Sternen Der Ursprung des "Deutschen Gehorsams", 15. April 2011
Von 
mimek (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Lohengrin (NTSC) [2 DVDs] (DVD)
So kann Musiktheater sein: spannend, intelligent und witzig. Im Kern von Peter Konwitschnys Deutung steht die Frage: woher kam der sogenannte "Deutsche Gehorsam", wo hatte er seinen Ursprung? Konwitschnys Antwort: im Klassenzimmer der Wilhelminschen Ära. Darauf aufbauend entwickelte er ein Konzept, das dem Werk viele neue, überraschende Aspekte abgewinnt, die Grundstory jedoch unangetastet lässt und uns die Schicksale der handelnden Personen zugleich menschlich Näher bringt. Das alles ist klug durchdacht und handwerklich gekonnt umgesetzt.

Sängerisch bietet der Abend, wenn man von Luana De Vols hervorragender Ortrud absieht, nur solides Mittelmaß. Jedoch sind die Sänger immerhin zufriedenstellend und engagiert bei der Sache. Auf CD müsste man diese Leistungen nicht unbedingt bannen, aber als Theaterereignis auf DVD kann man diesen Abend wärmstens empfehlen.
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3.0 von 5 Sternen Lohengrin im Klassenzimmer, 24. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Lohengrin (NTSC) [2 DVDs] (DVD)
Peter Konwitschnys Inszenierung von Wagners Lohengrin im wilhelminischen Klassenzimmer ist heute bereits eine Kultregie. Beeindruckend ist die Personenführung des Regisseurs, dem auch beklemmende Bilder gelingen. Allein deshalb lohnt die Anschaffung dieser DVD, wenngleich die musikalische Seite nicht mithalten kann. Sebastian Weigles Dirigat klingt über weite Strecken allzu brav, der Chor reicht über solides Niveau nicht hinaus. Rollendeckend besetzt sind König Heinrich mit Reinhard Hagen und Telramund mit Hans Joachim Ketelsen. Auf sehr gutem Niveau agiert Emily Magee als berührende Elsa, souverän in Darstellung und Stimme ist Luana de Vol als furios dämonische Ortrud zu erleben. John Treleaven in der Titelrolle stellt leider eine Fehlbesetzung dar; die heldisch anmutende Stimme klingt allzu oft gequetscht und die saure Tongebung klingt in keiner Weise ätherisch, wie es der Rolle immanent wäre. Drei Sterne im Endergebnis scheinen daher gerechtfertigt.
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