Bei diesem Lohengrindokument kann man nur eines tun:die Stereoanlange anlassen,aber den Fernseher ausschalten!Denn was man grandios hört,das beisst sich in einer Inszenierung,die jedes Ansatzes entbehrt,mit dem Stoff hat es rein gar nichts zu tun!Aktualisierte Aspekte können einem Werk zugeordnet werden,aber diese müssen im Ansatz im Werk enthalten sein,was hier restlos daneben geht!Einschläfernd und spannungslos stellt sich die Regie dar,daneben stehen grossartige Sänger,die sich für diesen Schwachsinn missbrauchen lassen,schade...Selten oder schon lange hat man keinen derart grossartigen Telramund erleben können,wie der von Wolfgang Koch,was darstellerische Intensität,Deklamation und auch Nuancierungen angeht,was manche Vertreter dieser Partie oftmals vermissen lassen;Kaufmann ist in diesem Fach bestens aufgegehoben (Vorfreude auf einen "Stolzing" mit ihm kommt auf),sowie alle anderen Protagonisten,was hätte das für ein Ereigniss werden können!So aber kann man getrost den Mantel des Schweigens über eine Inszenierung legen,die diese Apostrophierung nicht verdient.Die Zeiten einer Everdinginszenierung,ebenfalls aus München von 1979 mit Kollo,Ridderbusch,Ligendza,Roar,Randova und Brendel,werden schmerzlich vermisst,daher sollte man doch einmal diese Aufführung der damaligen Opernfestspiele auf DVD bringen,der Bayerische Rundfunk hat sie damals ausgestrahlt,es wäre ein notwendiger Kontrast zu diesem Regieschwachsinn der hier vorliegenden Aufnahme.
Wolfgang A.Palm