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Wagner, Richard - Götterdämmerung (2 DVDs)

Albert Bonnema , Hernan Iturralde , Peter Konwitschny , Hans Hulscher    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 42,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Wagner, Richard - Götterdämmerung (2 DVDs) + Wagner, Richard - Das Rheingold
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Produktinformation

  • Darsteller: Albert Bonnema, Hernan Iturralde, Franz-Josef Kapellmann
  • Regisseur(e): Peter Konwitschny, Hans Hulscher
  • Format: Anamorph, Classical, Dolby, DTS, PAL, Widescreen
  • Untertitel: Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: TDK (Naxos Deutschland GmbH)
  • Erscheinungstermin: 29. März 2004
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 269 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0001MDNYC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 93.125 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Götterdämmerung: Claus Spahn schreibt im Beiheft dieser DVD: Ungemein lebendig, konkret, gleichwohl vielfältig schillernd erscheinen die Figuren in der Stuttgarter Götterdämmerung. Bestürzendes und Komisches liegen in der Inszenierung ganz nah beieinander. Siegfried ist ein naiver, von den Bosheiten der Zivilisation völlig unverdorbener Charakter, der jede Kuchenschüssel ausleckt, die man ihm hinhält, und so unweigerlich in die offenen Messer der Gibichungen rennt. Mit ihm stirbt tatsächlich eine Hoffnung. Brünnhildes tragische Fallhöhe von den Albernheiten in der kitschigen Walkürenfelsenstube über die Erniedrigung durch Gunther/ Siegfrieds Vergewaltigung bis zum Furienauftritt vor dem Rache-Terzett, bei dem sie sich an einem Napfkuchen abreagiert, entwickelt Konwitschny atemberaubend. Darsteller: Siegfried: Albert Bonnema Gunther: Hernan Iturralde Alberich: Franz-Josef Kapellmann Hagen: Roland Bracht Brünnhilde: Luana DeVol Gutrune: Eva-Maria Westbroek Waltraute: Tichina Vaughn Erste Norne: Janet Collins Zweite Norne: Lani Poulson Dritte Norne: Sue Patchell Woglinde: Helge Ros Indradottir Wellgunde: Sarah Castle Floßilde: Janet Collins Musiker: Staatsorchester Stuttgart. Leitung: Lothar Zagrosek

Produktbeschreibungen

Claus Spahn schreibt im Beiheft dieser DVD "Ungemein lebendig, konkret, gleichwohl vielfältig schillernd erscheinen die Figuren in der Stuttgarter Götterdämmerung. Bestürzendes und Komisches liegen in der Inszenierung ganz nah beieinander. Siegfried ist ein naiver, von den Bosheiten der Zivilisation völlig unverdorbener Charakter, der jede Kuchenschüssel ausleckt, die man ihm hinhält, und so unweigerlich in die offenen Messer der Gibichungen rennt. Mit ihm stirbt tatsächlich eine Hoffnung. Brünnhildes tragische Fallhöhe von den Albernheiten in der kitschigen Walkürenfelsenstube über die Erniedrigung durch Gunther/ Siegfrieds Vergewaltigung bis zum Furienauftritt vor dem Rache-Terzett, bei dem sie sich an einem Napfkuchen abreagiert, entwickelt Konwitschny atemberaubend."

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Kundenrezensionen

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Provozierendes und geniales Regietheater 1. August 2008
Wer diese Inszenierung zum ersten Mal sieht, kann schon geschockt sein ... Wenn etwa Brünnhilde und Siegfried in ihrer ersten Szene (Prolog) sich auf einer Art Nebenbühne des Schlierseer Bauerntheaters wiederfinden und vorne Flämmchen aus Papier "lodern", könnte man meinen hier würden Wagner und Zuschauer kräftig verhohnepiepelt. Doch das Gegenteil ist der Fall! Wagner wird sehr ernst genommen - Siegfried ist ja imgrunde ein Naivling, ein Allesglauber, der wie der Dummling aus dem Märchen in die aus Machtstreben und Intrigantentum gewebte Welt Gibichungs hineinstolpert wie eine Fliege ins Spinnennetz.
Oder die grandiose Szene Brünnhilde - Waltraute am Ende des 1. Aufzuges!
Luana deVol wird hier als Brünnhilde mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Und wie sie das darstellt! Hin und hergerissen sitzt sie als Frau mit ihrer (göttlichen) Halbschwester am Frühstückstisch und rückt Servietten herum, dann kommen ihr die Tränen, sie schluckt sie hinab und verteidigt ihre Liebe zu Siegfried (der sie wenige Minuten später in Diensten Gunthers vergewaltigen wird!) - das alles ist ein Kammerspiel feinster seelischer Regungen - und perfekt umgesetzter Wagner! Hier sind natürlich die Großaufnahmen der DVD unglaublich vorteilhaft - besser als jeder Opergucker.
Auch alle anderen Rollenverkörperungen (z.B. Hunding, Alberich) sind sehens- und hörenswert.
Wer also nicht (fälschlicherweise!) glaubt, dass "Werktreue" mit Plüsch und Plunder gleichgesetzt werden muss, sollte sich diese Inszenierung unbedingt anschauen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Flickenteppich der Moderne 20. August 2011
Von Hans-Georg Seidel TOP 500 REZENSENT
Der Abschluß des von der Presse hochgeloben Stuttgarter Rings ist in der Regie von Peter Konvitschny auf die Bühne gebracht worden. Etwas Einstimmungslektüre über die Vorstellungen des Regisseurs ist vorausgegangen. Das Brechen von Pathos als Akzentsetzung gegen den rein kularisch, narkotischen Genuss, würde ich mal rein schlagwortigartig zusammenfassen, ohne natürlich die "Weltanschauung" des Regisseur damit auch nur halbwegs getroffen zu haben. Dieses Ziel hat er erreicht, dabei aber aus meiner Perspektive einen "Flickenteppich" an unterschiedlichsten Milieus auf die Bühne gebracht. Sicher ergibt das für ihn eine Rundung, ich konnte diese aber nicht erleben. Zudem kam eine teils schon atemberaubend geschmacklose Anmusterung als Kostümgestaltung hinzu. Klar das ist subjektiv, aber hier war die Schwelle für mich doch überschritten. Ich meine damit nicht offenherzig, um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen. Insbesondere die teils kasperlehafte Anmutung von Siegfried. Klar er war jung und unerfahren, aber als kommendender Erlöser muß er schon Potential in sich gehabt haben, daß man schlecht mit der Darstellung eines fast grenzdebilen Charakters mit Steckenpferd erreichen kann, die fast schon parodistische Züge hat. Da trifft eine aufgebrezelte Schick-Micki Gutrune auf einen germanisch tumben Kasperle - Siegfried usw.. Für mich ist das keine Entpathetisierung sondern das Brechen der personalen Struktur. Ein bißchen Tiroler Bauerntheater, ein Häppchen entmythologisiertes Regietheater und immer so weiter mit diesen Brüchen.
Die Inszenierung bietet aber auch sehr starke Szenen, z.B. die Szene Hagen, Gutrune, Gunter zu Beginn oder der Gibichsmannen-Chor, die Waltraute Szene. Eine geschlossene Inszenierung auf diesem hervorragend singschauspielerischen Niveau wäre herausragend, aber eben nicht Peter Konvitschny gewesen.
Sängerisch bewegt sich die Inszenierung ingesamt auf hervorragendem Niveau. Wo hört man schon eine Gutrune wie die, der jungen Eva-Maria Westbroek. Auch Franz Josef Kapellmann als Alberich im Dialog mit Hagen, ist ein abolutes Highlight. Die Waltraute von Tichina Vaughn beeindruckt, auch der Hagen von Roland Bracht überzeugt mit kleinen Abstrichen gegen Ende. Luana de Vol als Brünnhilde bis Mitte der Aufführung herausragend, dann etwas schwächer werdend. Hermann Itturalde als Gunther überwiegend sehr stark.

Insgesamt ist das natürlich eine Konzept, das absolut nichts für traditionelle Seher ist. Wer sich aber über Regie-Konzepte unterschiedlicher Regisseure informieren will, dem sei dazu geraten. Wagnerianer haben ja wohl so etwas wie ein unreflektiert extatisches Moment in den Genen. Dieses wurde bei mir nicht geweckt.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Ring ist komplett! 24. Mai 2004
Nun: dies ist nichts für Puristen oder Traditionalisten; Herr Konwitschny enttäuscht die Freunde des Regie-Theaters nicht. Es werden Zitate historischer Inszenierungen benutzt, aber wirklich nur benutzt, um die Götterdämmerung in eine andere Zeit zu transponieren. Nicht immer gelingt dies glaubhaft, aber die Personenführung einer Gutrune oder eines Gunther sind schon faszinierend. Luana deVol befriedigt wie zu erwarten in ihrer Rolle der Brünhilde, während andere Mitglieder des Ensambles doch Wünsche offen lassen. Und dann den Untergang Wallhalls auf dem Vorhang mitlesen zu können, ist schon ein guter Einfall.
Doch ohne viel Wort zu verlieren, wer den Ring in Stuttgart bisher mag, muss sich diese Aufnahme zulegen; wer eher Konventionelles mag, sollte davon ablassen. Mich könnte jedoch eine Produktion wie die aus der MET nicht 5 Stunden am Bildschirm verharren lassen; diese hier schon. Und überhaupt: Konwitschny-Fans greifen einfach zu.
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