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Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme)
 
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Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) [Box-Set]

Karl Böhm Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Musik

Bild des Albums von Karl Böhm

Biografie

Karl Böhm wurde am 28. August 1894 in Graz geboren. Sein Vater war Rechtsanwalt und daher studiert auch der Sohn zunächst Jura (Promotion 1919), wechselte jedoch zur Musik und studierte Klavier und Musiktheorie in Graz, dann am Wiener Konservatorium bei Eusebius Mandyczewski, der zum engen Kreis um Johannes Brahms gehörte. Erste Anstellungen hatten ihn 1917 als Repetitor an der Oper in seiner… Lesen Sie mehr im Karl Böhm-Shop

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Produktinformation

  • Dirigent: Karl Böhm
  • Komponist: Richard Wagner
  • Audio CD (7. Juni 1995)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 14
  • Format: Box-Set
  • Label: Philips (Universal)
  • ASIN: B000025ESY
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 37.892 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Kundenrezensionen

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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Aufnahmen des "Rings" im Bayreuther Festspielhaus, besonders für den Rundfunk, gab es im "Neubayreuth" der Wagner-Enkel oft und regelmäßig, doch auf Schallplatte erschien in den 50er und 60er Jahren davon zunächst keine einzige. Erst 1967 wurde der gesamte Ring, von Wieland Wagner kongenial wie radikal in Szene gesetzt, von Philips in Stereo aufgezeichnet. Liveaufnahmen galten ja damals noch als besonderes technisches Wagnis, und "der Böhm-Ring" hat unter Wagnerianern, besonders jenen, die die Solti-Studioaufnahme verachten, seitdem von seiner Faszination und seinem Referenzstatus nichts verloren.

Das liegt zum großen Teil an Böhms Dirigat. Er versteht es meisterhaft wie kein zweiter, Orchester und Solisten als eine Einheit musizieren zu lassen, der dramatische Funke, die Faszination an diesem Mammutwerk, reißt dabei während der knapp 15 Stunden nicht ab. Über Böhms Interpretationsstil zu schreiben, ist dabei recht schwierig, läßt er sich doch nicht in gängige Schubladen zwängen. Mit jeder Szene, jedem Takt hat man als Hörer das Gefühl, daß er sich einzig und allein dem Drama und den Intensionen des Komponisten verpflichtet fühlt, dem Orchester, sich selber und den Solisten dabei immer nur die Rolle zuweist, die dem Sinne des Gesamtkunstwerkes dienlich ist. Eine Überbetonung der orchestralen Passagen (s. Solti!) findet dabei nicht statt, obwohl Böhm auch Trauermarsch und Walkürenritt mit Emotion zu spielen weiß. Für die Zeit der Entstehung ungewöhnlich das recht hohe Tempo, was Böhm an den Tag legt, heute freilich gilt das als Durchschnitt. Einzige Kritikpunkte an der Orchesterarbeit wäre der Hang zum sehr kompakten, einheitlichen Klang, der manchmal feine Details der Partitur etwas zudeckt, und vereinzelte Intonationsprobleme gerade bei den Bläsern, das darf in Bayreuth eigentlich nicht sein.

Bei der Sängerbesetzung gibt es nichts zu diskutieren: Dies ist die Bestmögliche ohne Abstriche. Nicht nur die technische Qualität des Gesanges überzeugt, jeder Solist scheint auch bestens mit seiner Rolle vertraut zu sein, sie zu leben, ohne dabei die eigene Stimme zu weit in den Vordergrund zu rücken. Unvergleichlich die Besetzung der beiden großen Tenorpartien mit einem ungewohnt dunkel timbrierten James King als Siegmund (der wohl mit Leonie Rysanek das heimliche Traumpaar der Aufführung darstellt) und einem kontrastierenden, partiell lyrisch angehauchten, aber auf gleich hohem Niveau mit unglaublicher Kondition singenden Wolfgang Windgassen als Siegfried (und Loge, der Mann muß eine unglaubliche Kondition gehabt haben). Birgit Nilsson als Brünnhilde mit sehr hohem Krafteinsatz, aber unverkennbar "hochdramatisch".

Über die durchgehende Besetzung des Wotan/Wanderer mit Theo Adam kann man etwas erstaunt sein, aber die Rechnung geht bestens auf, auch wenn es Adam manchmal ein wenig an sonorem Schönklang mangelt, den er mit hervorragender Deklamation wieder ausgleicht. Die stimmliche Ähnlichkeit zu Gustav Neidlinger macht es dem Ersthörer etwas kompliziert, aber auch dieser singt auf höchstem Niveau. Über Erwin Wohlfahrts Mime darf man geteilter Meinung sein, aber eine Karikaturisierung der Partie mit keifend-flüsterndem Ton war damals einfach "en vogue". Annelies Burmester gibt eine sehr glaubwürdige, aber niemals "kreischende" Fricka. In der "Götterdämmerung" sind es neben den Protagonisten vor allem Martha Mödl als Waltraute und Thomas Stewart als Gunter, die den Weltklasserang der Produktion ausmachen, Josef Greindl als Hagen und Ludmilla Dvorakova als Gutrune liefern erstklassigen Gesang, aber eher flache Rollenportraits ab, ebenso wie Vera Soukupova als Erda. Was besonders positiv auffällt, daß alle Rollen innerhalb des Zyklus' konsistent mit den selben Solisten besetzt sind (Man denke an die Wotan-Besetzungsquerelen bei Solti und Karajan).

Das könnte also glatt eine "Überreferenzaufnahme" mit verdienten 6 Sternen werden - wenn da nicht die Technik wäre. Es ist eine Schande, daß ausgerechnet diese Aufnahme mit solchen Mängeln zu kämpfen hat. Der Gesamtklang geht dabei noch in Ordnung, ein gewisser Baßmangel ist zu verschmerzen. Die Technikern waren sichtlich bemüht, die Sänger lauter einzumischen als das Orchester, was in vielen Szenen nicht nur zu unplausiblen Lautstärkeverhältnissen, sondern auch zu technischen Fehlern wie Mehrfachabbildungen und springenden Schallquellen führt. Ansonsten gibt es die ganze Palette ungewollter Nebeneffekte einer Liveaufnahme: ständig knarzende Stühle, ein ungestüm hustendes Publikum (man fragt sich unwillkürlich, ob die Festspiele 1967 im Winter stattfanden), die Souffleuse immer zu hören, teilweise so laut wie die Solisten (Besonders in den leisen Passagen der Walküre nervt das ständige "sss....sss" ungemein), auch das Niveau des Grundrauschens ist für anno 1967 nicht gerade eine Empfehlung, teilweise machen sich aus ausfallende Mikrofone bemerkbar (Finale Rheingold) und derbe Schnitte (die ersten Takte von Götterdämmerung III). Die Dynamik der Musik wurde spürbar reduziert, zuweilen hört man sogar das "Pumpen" der Kompressoren bei Bühnengeräuschen (Finale I Walküre).

So wirkt diese Aufnahme, so modern und zeitlos Interpretation und Umsetzung des Dramas auch sein mögen, heute seltsam antiquiert, ein großes historisches Zeitdokument, aber keine Referenzaufnahme, die man immer und immer wieder hören kann und will. Im Verhältnis zu meiner uneingeschränkten Bewunderung für Interpretation und Gesang höre ich diese Aufnahme auch relativ selten in längeren Stücken. Anfänglich wird man immer wieder hineingezogen in den dramatischen Sog, den Böhm und die Solisten verursachen, um dann passagenweise jäh wieder von der Souffleuse oder den Störgeräuschen in präganten Stellen in die Realität gerissen zu werden. Besitzen muß man diese Aufnahme zweifelsohne, vielleicht ist es die größte Wagner-Sternstunde auf Tonträger - aber allzu oft hören wird man sie nicht, es sei denn, man stört sich an all den technischen Mängeln und Störgeräuschen nicht und hat die Imaginationskraft, sich selber geistig ins Festspielhaus zu versetzen.

Freuen wir uns, daß eines der größten Tondokumente zu haben ist, und vergessen wir die technischen Mängel.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Eines kurz vorweg: Ich kann mich anderen Rezensenten nur anschließen, die die Meinung vertreten, es gäbe keinen perfekten Ring. Es gibt einfach zu viele Variablen. Auch der Böhm-Ring (66/67) hat unbestreitbar seine Schwächen, auch er ist nicht perfekt, aber nachdem ich mich mittlerweile mit einer ganzen Reihe anderer Gesamtaufnahmen des Rings (Furtwängler '50, Krauss, Keilberth '55, Solti, Boulez, Levine, Janowski, Barenboim, Haitink, Neuhold. Es fehlen mir noch Karajan, Sawallisch etc.) auseinandergesetzt habe, kann ich sagen, dass mir Böhm (zumindest momentan und bis jetzt) am besten gefällt!

Meine Kritikpunkte vielleicht gleich vorweg: Da wäre zum einen die zweifelsohne ärgerliche Tatsache, dass die Souffleuse in ruhigen Passagen recht häufig zu hören ist, was vor allem beim ersten Hören und besonders für Ring-Neulinge wohl etwas irritierend wirkt. Mir ist schleierhaft, wie dieser Lapsus passieren konnte, denn es gibt aus dem selben Jahr (1966) an selber Stelle (Bayreuth) unter dem selben Dirigenten (Böhm) einen in dieser Hinsicht einwandfreien, sehr populären Mitschnitt von "Tristan und Isolde". Merkwürdig!

Mit dem unvermeidlichen (ja, das ist eine Übertreibung!) Wolfgang Windgassen als Siegfried hab ich immer schon ein bisschen Probleme gehabt. Er ist mit Sicherheit ein guter Sänger gewesen der immer viel Herzblut in seine Rollen gelegt hat und es gibt Aufnahmen, in denen er mir gut gefällt (z.B. die Fidelio-Aufnahme von Furtwängler, Euryanthe-Mitschnitt von Leitner), aber sein Timbre und die stets etwas weinerliche Stimme konnten mich nie sonderlich begeistern, wenn es um seinen Siegfried ging. Ich bin daher immer etwas verwundert, wie hoch sein Siegfried gepriesen wird. In dieser Aufnahme war Windgassen zudem nicht mehr der jüngste und das lässt den "Siegfried" innerhalb des Rings hier ein wenig abfallen. Erschwerend kommt hinzu, dass Windgassen hier nicht nur den Siegfried gibt, sondern im Rheingold auch noch als Loge auftritt. Er ist beileibe nicht schlecht, aber es gibt sicher bessere Loges!

Das wären meine Hauptkritikpunkte, nun aber zu den Gründen für meine 5 Sterne:

Da wäre zuächst das Dirigat Böhms. Er wird ja manchmal als "fleissiger Handwerker" etwas diffamiert, dem das Genie eines Furtwänglers oder Karajans fehlte. Zu unrecht. Zwar arbeitet Böhm die Feinheiten der Partitur nicht so heraus wie andere und an manchen Stellen ist mir sein sehr flottes Tempo etwas zu schnell (Rheingold-Vorspiel beispielsweise), aber gerade diese zügigen Tempi sowie die Bayreuther Live-Atmosphäre entwickeln einen dramatischen Sog, der mir so in keiner anderen Aufnahme begegnet ist. Und im Gegensatz zu Solti überfährt er die Sänger nicht mit einer Klangwalze. Große Teile des Sänger-Ensembles stimmen ja mit dem von Solti überein, aber hier wirkt das Ganze viel natürlicher und weniger brachial, die Sänger haben mehr Luft zum atmen.
Jemand meinte in einer Rezension mal, Böhms Todesmarsch in der Götterdämmerung sei es etwas trocken. Das kann man durchaus so sehen, aber dafür ist das wenig später folgende Instrumental-Finale mit dem Erlösungsmotiv von atemberaubender Schönheit, das hat kein anderer so hingekriegt!!!

Das Orchester: Die Bayreuther spielen mit schwer zu überbietender Leidenschaft, fantastisch! Hier wird das Musikdrama gelebt!

Zu den Sängern:
Alberich ist eine meiner absoluten Lieblingsfiguren aus dem Ring und darum fange ich hier mal mit ihm an: Der Jahrhundert-Alberich von Gustav Neidlinger (dem meiner persönlichen Einschätzung nach nur Oleg Bryjak unter Neuhold das Wasser reichen kann, ja richtig gelesen, Bryjak, Neuhold!) ist ja in einer ganzen Reihe von Aufnahmen zu hören (Keilberth, Krauss, Knappertsbusch, Solti) und es ist jedesmal und immer wieder ein Genuss. Dies ist seine letzte Ring-Aufnahme und hier gefällt er mir eigentlich am besten. Seine Stimme hat vielleicht nicht mehr ganz die Gewalt aus den 50gern, dafür gestaltet Neidlinger die Rolle hier differenzierter als in den frühen Aufnahmen. Die Kombination von Live-Atmo und Stereo-Sound macht das ganze noch beeindruckender. Was ist köstlicher als sein "... das hörte der Dieb jetzt gern!", was fieser als "... lüstern lechz ich nach euch!", was schauriger als "... sterb er lechzend dahin ..." ???

Der zweite ganz dicke Pluspunkt ist für mich James Kings Siegmund. Der beste Siegmund, den ich bislang auf CD gehört habe. Was für Wälse-Rufe, "vereint sind Liebe und Lenz!" - grandios! Ramon Vinay und Jon Vickers haben vielleicht ähnlich viel Feuer, aber nur King kommt mit der deutschen Sprache einwandfrei zu recht. Vor allem bei Vinay stört nicht nur der Akzent (das wäre für mich noch akzeptabel), sondern er schludert einfach mit dem Text! (Deshalb kann ich mich auch nicht restlos für die so viel gerühmte Keilberth-Walküre von '55 begeistern) Und sowohl Vinay als auch Vickers klingen manchmal etwas grob, nicht so James King. Die "Walküre" (besonders der erste Akt und die Todesverkündung) wird dank ihm zu einem mitreissendem Erlebnis. Leonie Rysanek als Sieglinde ist ebenfalls große Klasse, wenn auch nicht ganz so over-the-top wie King. Gabriele Maria Ronge im Neuhold-Ring bleibt da vor allem wegen ihrer jugendlicheren Stimme meine Favoritin.

Theo Adam als Wotan stand ja immer im Schatten von Hans Hotter und es gibt viele, die seine Stimme nicht besonders mögen, speziell als Wotan. Zugegeben, seine Gesangtechnik ist nicht immer ideal und elegant, die mächtige Stimme eines Hotters hat Adam auch nicht, aber er singt im Gegensatz zu Hotter sehr textverständlich und schafft ein (fast) gleichberechtigtes, intelligentes Rollenporträt mit vielen starken Augenblicken (vor allem die Szene im Rheingold, in der Wotan den Ring nicht hergeben will, hat mich schwer beeindruckt, da steckt wirklich Energie drin! Auch in der Walküre hat er jede Menge geniale Momente, im Siegfried ist er leider schwächer). Adam ist mit Sicherheit nicht der stimmschönste Wotan, aber von der Gestaltung der Rolle ist er fast jedem anderen Wotan-Interpreten (weit) überlegen, davon kann z.B. James Morris bei Levine nur träumen!

Martti Talvela schafft es wie kein anderer, beim Zuhörer Sympathien für seinen Riesen Fasolt zu wecken. Es bricht einem fast das Herz! Kurt Böhme überzeugt auf voller Linie als Fafner. Der Kampf mit Siegfried ist der gruseligste, den ich bislang gehört habe.

Birgit "Steelson" als Brünnhilde. Ja, ihre Stimme ist schon irgendwie der Wahnsinn und es ist nicht grundlos, dass ihre Interpretation der Rolle so berühmt wurde, sie hat enorm viel Power. Aber manchmal würde ich mir eine etwas menschlichere, wärmere Brünni wünschen ... aber im Ganzen natürlich sehr gut!

Erwin Wohlfahrt als Mime ist gut, manchmal ein bisschen überdreht ("Fafner, Fafner!"). Markwort, Zednik, Kuehn & Stolze finde ich da besser.

Josef Greindl singt den Hagen und er macht das auf seine alten Tage immer noch beeindruckend ("Zu seinem Verderben dient er mir schon ..." geht einem durch Mark und Bein!). Thomas Stewart ist ein spitzenmäßiger Gunther, Ludmila Dvorakova ist eher eine durchschnittliche Gutrune.

Annelies Burmeister singt eine überzeugende Fricka.

Anja Silja begeistert als Freia und 3.Norn.

Bleibt als Schlusspunkt noch die Waltraute von Martha Mödl: der Hammer! So dramatisch wie hier gibt es die Szene Brünnhilde/Waltraute nirgendwo anders, bei einigen ist sie meistens ja sogar ziemlich zäh ...

Bevor ich nun zum Schluss komme, nochmal kurz ein paar Worte zum Sound: Wenn diese Sache mit der Souffleuse nicht wäre, dann wäre er wirklilch spitze, aber auch so bin ich sehr zufrieden mit diesem ehemals ersten Stereo-Live-Ring (jetzt gibt es ja den Testament-Ring unter Keilberth von 1955, auch in Stereo). Der Sound ist satt, mitreissend und sehr gut ausbalanciert.

Abschließend bleibt zu sagen, dass man sicherlich hier und da was an diesem Ring aussetzen kann, aber als Gesamtwerk kenne ich bislang keine andere Aufnahme, die das Weltendrama Wagners so plastisch und lebendig zum Leben erweckt. Für den ersten Gesamt-Ring würde ich Einsteigern allerdings eher zu Neuhold raten. Den gibt es spott-billig, ist trotzdem sehr gut, man hört keine Souffleuse und Neuhold ist nicht ganz so flott unterwegs wie Böhm (trotzdem spannend!), was vielleicht besser ist, um Wagners geniales Werk erst mal kennenzulernen.

P.S.: Der Box ist ein kleines Booklet mit Inhaltsangaben, einem kleinen Essay über Karl Böhm und einigen netten Fotos beigefügt.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Live aufgenommen in den späten 60er Jahren in Bayreuth sticht dieser Ring hervor durch seine exzellenten Sänger: Birgit Nilsson als Brünhidle und Wolfgang Windgassen als Siegfried sind überragend. Auch in den kleinen Rollen exzellent besetzt: Anja Silja, Martha Mödl et al, wenn auch Theo Adam als Wotan etwas knödelt. Karl Böhm dirigiert souverän, wenn er auch aus heutiger Sicht die Details zu wenig herausarbeitet. Hier sind jüngere Aufnahmen (Boulez) oftmals reicher. Dem großen Dirigenten gelingt es aber hervorragend die großen Spannungsbögen zu ziehen, die Leitmotive treten plastisch hervor, alles wirkt sehr satt und voll, immer im richtigen Zeitmaß, nie so hoppsend wie der fast gleichalte Karajan "Ring" aus dem Studio. Die Booklet Texte sind hochinteressante Interpretationen der komplexen Thematik. Kurz: Beste Einsteiger Live-Version in die Welt der Götter und Nibelungen. Darf in keiner Opern-Sammlung fehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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