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Waffenstillstand
 
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Waffenstillstand

Max von Pufendorf , Matthias Habich , Lancelot von Naso    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,13 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Max von Pufendorf, Matthias Habich, Thekla Reuten
  • Regisseur(e): Lancelot von Naso
  • Komponist: Jonas Bühler, Oliver Thiede
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
  • Erscheinungstermin: 18. November 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 98 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0045XSNIY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.093 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Die Leiterin einer Hilfsorganisation und ein Arzt wollen einen 24-stündigen Waffenstillstand nützen, und medizinische Hilfsgüter nach Falludscha in die Hochburg des irakischen Widerstands bringen. Ein junger, die Chance für einen Exklusivbericht witternder Journalist, und sein dem Plan abgeneigter erfahrener Kameramann schließen sich ihnen an. Dem Quartett samt irakischem Fahrer bleiben nur wenige Stunden für die gefährliche und nicht ganz legale Mission.

Video.de

Mit der Mischung aus Drama, Politthriller und Roadmovie gibt Lancelot von Naso sein mehrfach preisgekröntes Regiedebüt. Sein auf Emotion und Spannung setzender Irakkriegs-Film nimmt eine ungewöhnliche Perspektive ein: Er schildert nicht aus Soldatensicht, sondern universell den Verlust von Menschlichkeit. Matthias Habich und Hannes Jaenicke gehören zum starken Ensemble des mehrfach prämierten Films, dessen Kommerzialität begrenzt, das Engagement aber stets spürbar ist.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Arzt Alain(Matthias Habich) ist verzweifelt. Seit Jahren ist er im Irak, um dort zu helfen, aber momentan ist die Lage aussichtslos. Wir schreiben das Jahr 2004 und befinden uns in Falludscha, zu dieser Zeit eine der heiß umkämpftesten Gegenden im Irak. Die Schlange der verletzten Menschen reisst nicht ab, doch das Krankenhaus hat weder Medikamente noch Verbandsmaterial. So machen sich Alain und die Krankenschwester Kim(Thekla Reuten) auf den Weg, um diese dringend benötigten Dinge in Bagdad zu organisieren. Angeblich soll bis zum nächsten Morgen ein Waffenstillstand gelten, aber so genau weiß das niemand. Als die Medikamente zusammengestellt sind, fragtt Kim das deutsche Fernsehteam Oliver(Max von Pufendorf) und Ralf(Hannes Jaenicke), ob sie mit nach Falludscha fahren wollen. Für Oliver ist das die Chance, kein Team konnte bisher aus der Stadt filmen. Frank, der erfahrene Kriegsberichterstatter, sieht dem Job mit gemischten Gefühlen entgegen. Als der Fahrer Husam(Husam Chadat) die Gruppe ins Kriegsgebiet fährt, scheint zunächst alles glatt zu gehen. Die Schwierigkeiten beginnen allerdings, als sich herausstellt, dass Kim keine Genehmigung für die Fahrt eingeholt hat. Zudem scheint der propagierte Waffenstillstand nicht mehr als eine Illusion zu sein. Sehr schnell wird der engagierte Hilfstrip zu einer lebensgefährlichen Mission...

Lancelot von Naso hat mit -Waffenstillstand- eine engagierte, wirklich stark gefilmte deutsche Produktion an die Kinokassen gebracht. Der Film hat Format genug, um auch im internationalen Geschäft zu bestehen. Vor allem die Besetzung ist vom Allerfeinsten. Matthias Habich ist eine der zentralen Figuren als desillusionierter, drogenabhängiger Arzt Alain, der augenscheinlich gegen Windmühlen kämpft. Als Kontrast dazu gibt Thekla Reuten eine fast schon berufene Helferin, die in ihrer "Hilfsmission" andere Menschen unnötig in Lebensgefahr bringt. Max von Pufendorf als idealisierter Journalist und Hannes Jaenicke, dem die Rolle des Ralf geradezu auf den Leib geschrieben wurde, vervollständigen das starke Darstellerquartett. -Waffenstillstand- überzeugt vor allem durch die Spannungen innerhalb dieser Gruppe, während einiger heftiger Ausnahmesituationen.

Gedreht wurden die Außenaufnahmen in Marroko. Die Drehorte sind dabei von den originalen Kriegsschauplätzen kaum zu unterscheiden. Die Bilder der Zerstörung und Trostlosigkeit sind dabei wirklich beeindruckend gelungen.

Von Naso baut im Film eine bedrückende, traumatische, manchmal fast irreal beängstigende Atmosphäre auf. Die Hilf- und Ausweglosigkeit einer Gruppe von zivilisierten Menschen, die im Krieg zum Spielball unvorhersehbarer Kräfte werden, ist dem Regiseur perfekt gelungen. Auch die Spannungsschraube stimmt und -Waffenstillstand- hat keinerlei Längen.

-Waffenstillstand- hat schon einige Filmpreise eingeheimst. Meiner Ansicht nach zurecht. Auch wenn ich Filme wie -Battle for Haditha- oder -Redacted- für noch schonungsloser und offener halte, ist -Waffenstillstand- ein Fanal für den Frieden. Man muss natürlich auch die finanziellen Möglichkeiten der verschiedenen Produktionen bedenken. Was von Naso wirklich gut rübergebracht hat, ist die Erkenntnis: Es gibt kein Für und Wider des Krieges. Es gibt nur ein Wider! In diesem Sinn kann ich ihnen -Waffenstillstand- empfehlen. Ein starkes Stück Film mit jeder Menge Authentizität.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Falludscha 17. Juli 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Wer Namen wie Matthias Habich, Maximilian von Pufendorf oder gar Hannes Jaenicke liest, wird eher an seichte Fernsehunterhaltung denken als an ein hochklassiges und brisantes Drama im nicht zur Ruhe kommenden Irak. Doch was Lancelot von Naso 2010 mit seinem vielfach gelobten und preisgekrönten TV-Film "Waffenstillstand" abgeliefert hat, braucht sich vor manchem etatstarken Kinofilm nicht zu verstecken.

FALLUDSCHA

Man sollte einiges über Falludscha wissen, um im Film fallende Hinweise besser einstufen zu können.

Bereits im Golfkrieg 1991 hatten die Briten zweimal das "strategische Ziel", eine Brücke über den Euphrat zu zerstören, verfehlt und jeweils den Marktplatz getroffen - mit hunderten ziviler Opfer. Doch die USA übertrafen 2003-2004 die Briten noch durch ständige Schießereien auf Zivilisten in ihren Anstrengungen, in Falludscha aus Freunden Feinde zu machen; was schließlich darin gipfelte, dass 4 Leichen von Agenten der Blackwater Security Consulting, des mit 40000 "Mitarbeitern" größten privaten Militärunternehmens der Welt, verbrannt und zwei von ihnen an einer Brücke aufgehängt worden sind.

Inzwischen ist durch Wikileaks belegt, dass dieses Söldner-Unternehmen, das von Bush und Cheney mit Milliardenaufträgen gefüttert worden ist, für schwere Missbrauchshandlungen und Ermordungen im Irak verantwortlich ist.

In Rahmen der der Filmhandlung vorausgehenden 4-wöchigen Belagerung und Bombardierung Falludschas haben US-Truppen den international geächteten weißen Phosphor, Streubomben und Uranmunition eingesetzt und ein Hiroshima durchaus vergleichbares Erbe hinterlassen.

"Aktuelle Analysen belegen einen 38-fachen Anstieg der Leukämie-Erkrankungen, einen 10-fachen Anstieg der Brustkrebs-Erkrankungen bei Frauen und beachtliche Anstiege der Lymphom-Erkrankungen, der Anzahl der Hirntumore bei Erwachsenen sowie der Säuglingssterblichkeit." (Wikipedia)

INHALT

Die Niederländerin Kim (Thekla Reuten, 35) setzt all ihre Kräfte für das humanitäre Engagement der "medica mundi" in Bagdad ein. Mit dem französischen Arzt Alain Laroche (Matthias Habich, 70), dem deutschen TV-Journalisten Oliver (Max von Pufendorf, 34) und seinem Kameramann Ralf (Hannes Jaenicke, 50) versucht sie, während einer kurzen Waffenpause in einem Kleinbus mit dem einheimischen Fahrer Husam (Husam Chadat) medizinische Hilfsgüter nach Falludscha zu bringen. Doch die Fahrt ist nicht genehmigt, die Nerven liegen auch bei den US-Truppen blank und zum Morgengebet fliegen die Granaten.

Das Buch setzt die reale Situation im Irak nach dem verheerenden Angriff der USA auf Falludscha im April 2004 um. Dabei gelingt es überzeugend, ein Gefühl für die Gemengelage im Kampfgebiet und für die Hintergründe des Geschehens zu vermitteln. Deutlich werden auch Ursachen, Methoden und Wirkungen des US-Weltbeherrschungswahns gezeigt, hinsichtlich der zynischen Sprachregelungen der Militärs könnte man fast von einem Lehrstück sprechen. Dies geschieht aber keineswegs aufdringlich, sondern aus glaubwürdigen Dialogen "echt" klingender Figuren - oft auch mit gebührendem Sarkasmus.

Die besondere Qualität machen eben die fein gezeichneten Charaktere der gegenüber der Brutalität der Gewalt chancenlosen Individuen aus, wobei die bedingungslose Intensität einer Thekla Reuten ebenso überzeugt wie die leise, zynische Resignation, die Matthias Habich zeigt. Selbst ein Jaenicke lässt das sonst so stereotype Rollenbild durch überzeugendes Spiel völlig vergessen - Respekt.

Wichtig für den überaus positiven Gesamteindruck des Films ist aber auch die oft beeindruckende Fotografie der bedrückenden, allerdings laut IMDB in Marokko gefilmten, Szenerien von Felix Kramer, denen man allerdings noch die Überzeugungskraft einer zeitgemäßen Digitalkamera gewünscht hätte. Doch zumindest beim ersten Anschauen ist man ohnedies zu sehr vom Geschehen eingespannt, als dass man sich um technische Belange Gedanken machen würde.

Wahrhaft ein Dutzend Damen und Herren haben bei der Produktion mitgewirkt. Viele Köche verderben den Brei? Nicht bei diesem Film, der auch in dieser Kino-bezogenen Wertung deutlich aus dem Durchschnitt herausragt.

film-jury 4* A0681 17.7.2011e 7A 3T 1E

TECHNIK

Im Original 96 Minuten, Format 1,85:1 auf 16 mm Film, DD (IMDB). An diesen Angaben sind Zweifel erlaubt - die DVD propagiert eine Spieldauer von 98 Minuten, was einer Kino-Länge von 102 Minuten entspricht.

Der schmale Film liefert natürlich nicht ganz die von 35 mm oder gar digitalen Produktionen gewohnte Schärfe, ist aber, was Störungen und Rauschen, auch in den vielen dunklen Szenen, angeht, durchaus unauffällig. Der Ton kommt klar und gut verständlich.

Thekla Reuten (* 16. September 1975 in Bussum, Niederlande)
-----------------------------------------------------------
2008 3* A0654 Brügge sehen... und sterben? - [Blu-ray]
....... R: Martin McDonagh D: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes
....... D: Elizabeth Berrington, Thekla Reuten
2009 4* A0681 Waffenstillstand
....... R: Lancelot von Naso D: Matthias Habich, Thekla Reuten
....... D: Hannes Jaenicke, Max von Pufendorf, Husam Chadat
2010 -* A0000 The American
....... R: Anton Corbijn D: George Clooney, Thekla Reuten, Violante Placido
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Um es gleich vorweg zu nehmen: Waffenstillstand ist ein absolut empfehlenswerter Film. Er erzählt von dem Versuch, dringend benötigte Medikamente ohne militärische Unterstützung ins umkämpfte Falludscha zu bringen. Wir sind im Jahr 2004, als der irakische Widerstand gegen die amerikanischer Besatzungstruppen auf seinem Höhepunkt war.

Initiiert wird der höchst riskante Medikamententransport von einer idealistischen Krankenschwester und einem ehrgeizigen Kriegsreporter. Gemeinsam mit einem morphinsüchtigen Arzt, einem abgebrühten Kameramann und dem einheimischen Fahrer versuchen sie ihre wertvolle Fracht während eines kurzen und brüchigen Waffenstillstandes mit einem klapprigen Kleinbus ans Ziel zu bringen. Von den amerikanischen Besatzungstruppen werden sie schikaniert und belächelt, von den Aufständischen beschossen und bedroht. Ein bisschen erinnert die Aktion an die deutsche Haltung zum Irakkrieg, als man erst eine große Schweiz sein wollte, um dann wenig später doch in den Krieg gegen den Terror glaubte ziehen zu müssen.

Die Rollen sind allesamt hervorragend besetzt; am besten hat mir Hannes Jaenicke als zynischer Kameramann gefallen, aber dies ist nur ein subjektiver Eindruck. Die Geschichte wird überzeugend erzählt und die Bilder machen trotz des vergleichsweise geringen Budgets einen ausgesprochen authentischen Eindruck. Man merkt dem Film an, wie intensiv und sorgfältig sich der Regisseur Lancelot von Naso auch um Details gekümmert hat. Der Erzählstil ist angenehm ruhig, humorvoll wenn es angebracht ist und ernsthaft ohne sozialpädagogische Belehrungen. Waffenstillstand ist ein eindrucksvoller, spannender und gut erzählter Film: Unbedingt ansehen.
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Äußerst gelungen!
'Waffenstillstand' hat mich recht berührt! Ein absolut gelungener Film, der so authentisch und überhaupt nicht kitschig die Themen 'Irakkrieg' und das Schicksal der dort... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Heinz Bärbel veröffentlicht
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