Erstmal das wichtigste: Das Buch ist komplett schwarz-weiß!
(Bis auf den Umschlag natürlich.) Das ist ja nichts ungewöhnliches an einem Buch, aber dieses besteht hauptsächlich aus Bildern, diese Bilder sind auch noch nicht besonders deutliche Zeichnungen und sehr viel Text geht drauf um zu beschreiben, was man auf Fotos sehen würde und wo man sich die Gegenstände anschauen kann. Das Papier von dem Taschenbuch ist eigentlich gut und hätte sich auch mit Fotos bedrucken lassen.
Und sicherlich hätte das Papier nichts dagegen gehabt mit Informationen gefüllt zu werden. Doch gleich am Anfang eine seitenzerschlitzenden Doppelseite gleichartiger Fechtbildchen und darauf schlägt das oo anmutende Seiten-Schinder-Keulen-Kapitel mit achaischer Härte zu.
Die Schrift der Bildbeschreibungen ist sehr klein und der eigentliche Text sehr kurz und fehlt manchmal sogar ganz. Einige Zeichnungen sind durch "grizzlelich machen" aufgepeppt, um dem Auge des Betrachters ein detailreiches Bild vorzugaukeln. Das funktioniert auch und so suchen die Augen nach Bildinformationen, die es nicht gibt, bis sie wehtun.
Vergeudeter Platz wird mit stellenweise noch unzureichenderen Informationen ausgeglichen.
Zur AK47 gibts z.B. keine 40 Wörter in der Miniklein Schrift. Munitionsgröße, Feuergeschwindigkeit, Magazinkapazität - nichts über Genauigkeit usw. und nicht mal etwas über die Zuverlässigkeit.
Überhaupt fehlt es im kompletten Buch an Informationen zu Leistung,Kosten usw.
Fakten und Antworten bleibt das Buch schuldig.
Ich hab noch nicht mal irgendwas über das Ding auf dem Cover gefunden.
Das Buch könnte wirklich spannend sein und mit Technik faszinieren - so kommt es eher rüber wie eine Auflistung von Kriegsgerät mit den grafischen Mitteln des vorletzten Jahrhunderts. Ärgerlich