VISTA:
Nach dem installieren der Treiber startet gleich ein Lernprogramm, welches in die Benutzung eines Grafiktabletts einführt. Strom bekommt das Grafiktablett über das USB-Kabel. Der Stift benötigt keine Batterien.
Die vier beleuchteten Tasten lassen sich über die mit den Treibern installierte Software anpassen. Neben bereits vorgefertigten Befehlen, wie z. B. den Desktop anzeigen lassen, oder dem öffnen eines bestimmten Programmes, kann auch eine beliebige Tastenkombination eingegeben werden (StrgZ und StrgY z. B.)
Hier können auch die Funktionen des Stiftes eingestellt werden.
Nach dem starten des PC dauert es eine Weile, bis das Tablett die Position des Stiftes richtig anzeigt. Wenn diese kurze, aber dennoch lästige Phase vorbei ist, in der man nicht einmal alle Bereiche des Bildschirms mit dem Stift anwählen kann, funktioniert alles einwandfrei. Der Stift arbeitet sehr präzise, wenn auch die Arbeit gewöhnungsbedürftig ist, wenn man jahrelang nur eine Maus benutzt hat.
Der Stift funktioniert sehr gut mit Gimp 2.4 und Photoshop Elements 6. Man kann Einstellen, auf was sich der Druck des Siftes auf dem Tablett auswirken soll (Deckkraft, Größe ...). Auch Auswahlen mit dem Lassowerkzeug lassen sich einfacher als mit einer Maus erstellen. Funktionen wie Kontrast/Helligkeit lassen sich mit dem Stift ebenfalls sehr gut einstellen. Wenn man den Stift umdreht, arbeitet er automatisch als Radierer.
Der runde Bereich oben zwischen den vier Tasten kann zum Scrollen und Zoomen benutzt werden. Das wäre in EBV-Programmen ab und zu nützlich, aber gerade das Zoomen funktioniert in Gimp und PSE nicht, dafür aber beim FastStone ImageViewer und in OpenOffice. Es ist generell lästig, daß manche Funktionen nicht in allen Programmen funktonieren. Hält man die vordere Taste des Stiftes gedrückt, kann man mit dem Stift scrollen. Das funktioniert z. B. beim Windows-Explorer und im AcrobatReader, warum aber nicht in OpenOffice?
Als nette Spielerei betrachte ich den Schreibblock. Den letzten Satz habe ich übrigens damit geschrieben, und zwar in Schreibschrift, die merkwürdigerweise besser erkannt wird als Druckbuchstaben. Man schreibt mit dem Stift in einen festgelegten Bereich, das Programm erkennt automatisch den Text, der dann z. B. in ein Textverarbeitungsprogramm eingefügt werden kann. Die Erkennungsrate ist unglaublich hoch, das hätte ich nie für möglich gehalten. Allerdings kann ich Maschine-Schreiben, darum ist das für mich viel langsamer. Wer allerdings seine Mühe mit der Tastatur hat, bekommt hier eine interessante Alternative.
Ich habe das Tablett auch kurz mit WinXP ausprobiert:
Nach dem installieren der Treiber funktioniert das Grafiktablett auch mit XP. Hier läßt sich auch das beigefügte JustWrite installieren, welches für Vista anscheinend nicht nötig ist, allerdings scheint das Programm nur mit den Office Programmen von Microsoft zu funktionieren. Bei OpenOffice habe ich keine Veränderungen bemerkt. Die komplette Schreibblock-Funktion habe ich in XP nicht gefunden. Auch Photoshop Elements macht ein wenig Probleme, man kann zwar die Stifteinstellungen wie Deckkraft und Größe deaktivieren, aber das hat keine Auswirkungen. Die Stärke des Drucks wirkt sich weiterhin aus. Bei Gimp funktioniert das einwandfrei, aber dafür bleibt Gimp bei mir hängen, wenn man mit dem Stift auf eines der Programmfenster kommt. Bis ein Bild geöffnet wurde, dann funktioniert Gimp komischerweise wieder, auch wenn das Bildfenster wieder geschlossen worden ist. Das habe ich aber auch unter Vista beobachtet, aber nicht so oft wie unter XP.
Generell scheint mir die Präzision unter Vista etwas größer zu sein.
Fazit: Unter Vista kann ich das Grafiktablett empfehlen, es macht viel Spaß, damit zu arbeiten. Allerdings nur, wenn man das auch in EBV-Programmen oft nutzt. Ansonsten würde ich eine gute Maus vorziehen.