Ich bin Softwareentwickler und benutze das Tablet als Zeigegerät für meinen Entwicklungsrechner, einen Dell Studio 17 Notebook mit Ubuntu (einer Linux Distribution) als Betriebssystem.
Das Tablet macht einen hochwertigen Eindruck und arbeitet sehr Präzise. Der Stift wird mittels eines hochfrequenten elektrischen Wechselfeldes vom Tablet aus mit Strom versorgt, sodass keine Batterien benötigt werden ("passiver Stift").
Das Tablet funktioniert auch unter Linux hervorragend. Allerdings muss man sich hierfür die Mühe machen und ein Modul des "Linux Wacom Projects", sprich eines Drittanbieters, "von Hand gegen den Kernel compilieren". Bevor man das tut, wird das Gerät vom Pinguin leider nicht erkannt. Diesen Vorgang muss man bei jedem Kernelupdate wiederholen. Schade, dass Wacom sich hier nicht an die Standards hält. Würde sich das Gerät als "Human Interface Device" zu erkennen geben (ein "Human Interface Device" ist ein Eingabegerät, das ein standardisiertes Protokoll verwendet, um mit dem Computer zu kommunizieren), dann wäre das Third-Party Modul überflüssig. Allgemein ist das Compilieren des Kernelmoduls aber sehr einfach zu bewerkstelligen, wenn man das nötige Handswerkszeug im Umgang mit Linux mitbringt.
Leider muss man für Drag-and-Drop Aktionen die Spitze durchgehend gedrückt halten (die Spitze ist quasi die "linke Maustaste") und den Stift dabei über die Oberfläche des Tablets bewegen. Langfristig dürfte das sicher zu einer gewissen Abnutzung derselbigen führen, noch ist aber kein Verschleiß zu erkennen. Wacom liefert zum Tablet allerdings bereits drei Ersatzspitzen, sowie ein Werkzeug zum Wechseln der Spitzen und wenn man etwas Vorsicht walten lässt dürften die Spitzen auch sehr lange halten.
Wenn man druchgehend mit dem Tablet arbeitet wird man das Scrollrad vermissen, das an gängigen Mäusen zu finden ist. Es gibt einen "Softwareersatz" in Form von Stiftbewegung in Kombination mit der vorderen Taste des Stifts (das Äquivalent zur "mittleren Maustaste"), aber ein kleines Rädchen am Tablet (oder noch besser direkt vorne am Stift) wäre definitiv die bessere Lösung gewesen.
Das USB-Kabel ist fest mit der Elektronik im Tablet verlötet. Eine Steckverbindung wäre für den Transport allerdings besser gewesen.
Alles in allem ein gutes, wenn auch nicht perfektes Stück Hardware.