Dorothee Markert gehört zu denen, die sehr früh von den Ideen aus Italien begeistert waren. Seit Jahren arbeitet sie durch Übersetzungen und Vorträge daran mit, dieses Denken im deutschen Kontext zu vermitteln. Und zwar nicht, indem sie es auf abstrakte Weise "erklärt", sondern indem sie seine Bedeutung für konkrete Situationen und Fragestellungen sichtbar macht, die nicht in Italien spielen, sondern hier bei uns. Wie können Frauen ihr Wünschen, Wollen und Begehren in die Welt bringen? Wie sehen konstruktive Beziehungen zwischen Frauen aus? Wie können Machtbeziehungen durch Autoritätsbeziehungen ersetzt werden? Ist "Gerechtigkeit" wirklich ein sinnvoller politischer Maßstab? - solche Fragen sind es, die im Mittelpunkt des Buches stehen, und die eben nicht abstrakt und abgehoben, sondern anschaulich und gut verständlich erläutert werden.