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Wachsen Ananas auf Bäumen?, 2 Audio-CDs [Audio CD]

Harald Martenstein


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Kurzbeschreibung

2002
Ihre Freunde, Verwandten oder Nachbarn erwarten ein Kind? Und Sie möchten die künftigen Eltern schonend darauf vorbereiten? Ihre Freunde, Verwandten oder Nachbarn haben schon ein Kind? Und Sie möchten die leidgeprüften Eltern bei Laune halten? Dann schenken Sie »Wachsen Ananas auf Bäumen?« von Harald Martenstein: Denn so komisch können Erziehungstipps sein, die Eltern wieder Hoffnung geben!
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Harald Martenstein, geboren 1953, ist leitender Redakteur beim Berliner Tagesspiegel und Vater eines neunjährigen Sohnes. Der Buchmarkt verdankt ihm u.a. die Werke "Das hat Folgen. Deutschland und seine Fernsehserien" und "Die Mönchsrepublik. Erotik in der deutschen Politik von Adenauer bis Claudia Nolte". -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Toleranz

Ein dreifach donnerndes "Hip, hip, Hurra" auf Multikulti! Deutschnational sind wir schon mal nicht. Die Völker sind verschieden, das stimmt schon. In den USA betrat ich einen Supermarkt und ging staunend lange Regale mit Arzneien gegen jedes nur erdenkliche Zipperlein entlang. Die dürfen dort alle möglichen Medikamente einfach so ins Regal stellen, sofern das Medikament nicht Nikotin enthält und solange auf dem Beipackzettel keine kommunistische Propaganda steht. Andererseits müssen die Amerikaner auf die Pappbecher bei McDonald' s "Vorsicht! Heiß!" draufschreiben. Ein Pappbecher mit Kaffee gilt als gefährlich, Medikamente gelten als harmlos so unterschiedlich empfinden die großen Weltkulturen beim Thema "Sicherheit von Lebensmitteln". Ich lud den Einkaufswagen mit Pillen und Wässerchen voll, die mir vom Design oder der Rezeptur her interessant vorkamen. Seitdem schlucke ich gelegentlich zum Spaß eine amerikanische Pille gegen Haarausfall, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Wechseljahrbeschwerden und warte ab, was passiert. Es passiert nie was. Sonst wären die Amerikaner ja längst ausgestorben. Das, was die Amerikaner mit ihren Mitteln gegen Haarausfall und Wechseljahrbeschwerden tun, mag einem fremdartig oder sogar unsinnig vorkommen, aber man sollte es respektieren.
Angehörige andersartiger Nationen stoßen auch bei uns zu Hause in ihrer jeweiligen Andersartigkeit jederzeit auf Akzeptanz, da gibt es nix. Obwohl es einem die anderen Nationen nicht immer leicht machen. Denn das Kind sieht fern, dadurch erfährt es so allerlei.
Letztes Wochenende haben wir ein Hühnchen gebraten. Das Kind sagte: "Ich mag das Hühnchen nicht. Es ist ein belgisches Huhn. Belgisches Essen ist giftig." Ich antwortete: "Nein, keine Angst. Das Huhn kommt aus Deutschland. Ein deutsches Huhn. Bestimmt." Das Kind war nicht zu überzeugen. Es fragte: "Stimmt es, dass die Belgier auch die Cola vergiftet haben?" Ich antwortete: "Nicht die Belgier. Einige Belgier. Es gibt sehr viele nette Belgier. Belgier, die keine Cola vergiften. Belgier sind Menschen wie wir." Die übliche liberale Tour. Ob es was genutzt hat?
Vierzehn Tage davor wussten die Kinder nicht einmal, dass es Belgien gibt, jetzt äußerten sie schon eine dezidierte Meinung dazu. Es besteht die Gefahr, dass eine belgierfeindliche Generation heranwächst. Da kommt eine Herausforderung auf Schulen und Elternhäuser zu vielleicht sollten wir deutschbelgische Wochen veranstalten, mit gemeinsamem deutschbelgischem Eierkuchenessen. Aufklärung ist wichtig. Aber erst in ein paar Monaten, wenn die Aufregung sich gelegt hat.
Deutsche Hühner für deutsche Kinder! Wir sind auf einen Kinderbauernhof gefahren und haben uns das deutsche Huhn in Aktion angeschaut. Der Kinderbauernhof hieß "Storchenwiese", es gab Schafe, Ziegen, Ponys, Meerschweinchen, Kaninchen, eine 75jährige Schildkröte, einen Heuboden und einen Biergarten. Alles, bloß keine Störche. Kinder dürfen die Tiere anfassen, bis diese wegrennen oder zubeißen, das ist bei einem Kinderbauernhof alles im Preis drin.
Ja, und Hühner waren da. Deutsche Hühner. Sie pickten zufrieden im Sand. "Die Belgier sperren ihre Hühner in Fabriken ein", sagte das Kind, "wo sie sich kaum bewegen können." Ich antwortete: "Das machen die Deutschen leider auch. Das hier sind besondere Hühner. Die haben verdammtes Glück gehabt, diese Hühner hier." Mein Sohn schaute mich an. "Immer hältst du zu den blöden Belgiern", sagte er. Ich schwieg. Auf die heranwachsende Generation werden wir gut aufpassen müssen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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