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Wach [Gebundene Ausgabe]

Albrecht Selge
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

15. Juli 2011
Er kann nicht mehr schlafen, muss immerzu gehen: abends, nachts, immer länger, immer weiter. August Kreutzer sucht Erleb­nisse, sammelt Bilder und die dahinter verborgenen Geschichten – in heruntergekommenen Laden­zeilen, in Eckkneipen, auf Fried­höfen und auf dem Weg zur riesigen Mall, wo er arbeitet. Dort, in einer künst­lichen Welt ohne schlechtes Wetter, kreiert er Einkaufserlebnisse. Ruhe findet er nur bei Manja, der Crêpe-Ver­käuferin, die ihm Süßes serviert und Geschichten aus ihrem Leben. So vergeht der Sommer zwischen immer längeren Streunereien und der zehrenden Routine des Tags, in bleierner Müdigkeit, die zugleich die Sinne schärft: August sieht sich verfolgt von einem Doppelgänger, der unter seinem Namen obszöne Einträge im Internet verbreitet; und er wird sich selbst verdächtig. Zwischen Tag und Traum, Stadtrand und Hochglanzvierteln entspinnt sich ein heutiges Leben, das vibriert vor vergangenen und verborgenen Möglichkeiten. «Wach» zeichnet ein Bild unserer Zeit, vielfarbig, klar und fein durchzogen von den Fäden viel älterer Geschichten. «Die neue Entdeckung der Langsamkeit: Der Berliner Schriftsteller Albrecht Selge legt mit ‹Wach› ein Romandebüt vor, das die Stadt zur Heldin macht. Ein subtil komponiertes Adagio für kleine Besetzung.» FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG «Albrecht Selges Debüt ‹Wach› ist ein mal scheues, mal wortmutiges Buch über einen eigenwilligen Streuner, der uns verführt, ihn zu begleiten beim Erforschen all der unbegreiflichen Bewegungen im öffentlichen Raum.» STERN «Unbedingt lesenswert.» DIE ZEIT «Ein bemerkenswertes Debüt.» NEON

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: 2 (15. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871346942
  • ISBN-13: 978-3871346941
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 311.735 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein bemerkenswertes Debüt. (Neon )

Albrecht Selges Debüt ?Wach? ist ein mal scheues, mal wortmutiges Buch über einen eigenwilligen Streuner, der uns verführt, ihn zu begleiten beim Erforschen all der unbegreiflichen Bewegungen im öffentlichen Raum. (Stern )

Die neue Entdeckung der Langsamkeit: Der Berliner Schriftsteller Albrecht Selge legt mit ?Wach? ein Romandebüt vor, das die Stadt zur Heldin macht. Ein subtil komponiertes Adagio für kleine Besetzung. (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Ein schönes, stilles, oft auch komisches Buch. (Süddeutsche Zeitung )

Schaurig schön und unbedingt lesenswert. (Zeit ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Albrecht Selge geboren 1975 in Heidelberg, aufgewachsen in Westberlin, studierte Germanistik und Philosophie in Berlin und Wien. 2004 war er Finalist beim Literaturwettbewerb Open Mike, er nahm am Klagenfurter Literaturkurs und an der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums teil. Für seine Arbeiten erhielt er unter anderem das Autorenstipendium des Berliner Senats. Albrecht Selge lebt als freier Autor mit seiner Frau und zwei Kindern im Berliner Bezirk Moabit. «Wach» ist sein erster Roman; er wurde 2011 als «bestes literarisches Debüt des Jahres» mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Facettenreiches Debüt 18. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ein ungewöhnliches Debüt, das es in sich hat, auf das man sich aber auch einlassen muss: Auf den ersten Blick geschieht nicht viel in diesem Roman über August Kreutzer, einen 36jährigen Junior Center Manager", der nicht schlafen kann und durch die nächtliche Großstadt streunt. Das Buch lebt zunächst von den Abseitigkeiten und scheinbar belanglosen Beobachtungen am Rande. Die Sprache ist beiläufig notierend. Das stellt Wach" in eine Reihe mit der klassischen Flaneursliteratur.
Doch von Anfang an spuken einige Geister durch den Text: der durchgeknallt-sentimentale Vorgesetzte Xerxes in seiner monströsen Shopping-Mall etwa oder ein ominöser Internet-Doppelgänger mit pornographischen Neigungen. Und so steuert das Buch auf ein rasantes Finale zu, das die Meinungen spalten dürfte.
Unbedingt hervorheben muss man noch die sich dezent anbahnende Liebesgeschichte mit der Crepeverkäuferin Manja und den oft sehr leisen, im Einkaufscenter dann auch wieder krachenden Witz des Buches!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auf so eine nüchterne art poetisch 4. April 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist lange her das ich ein Buch mit Genuss in einem Zug durchgelesen habe und das ist hier so gewesen, wobei es nicht nur unterhält, sondern auch inspiriert. Das dabei viele Sprünge und Unzusammenhängende Kleingeschichten aufeinander folgen, ist eben bei einer Flaniergeschichte unvermeidbar, hängt am urbanen Lebens, in dem der Erzähler steckt.

Ich bin über einen Sz-Artikel auf das Buch aufmerksam gemacht worden und mich interessierte zunächst das Thema des Flanierens, wobei ich etwas skeptisch wurde, weil im Artikel nur positives, lobendes gesagt wurde. Und zu meiner Überraschung: manchmal gibt es eben durchwegs inspirierte Geschichten, die irgendwie anders sind.
Ich werds' irgendwann nochmal lesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen mühevolles Leseereignis bei verborgenem Sinn 8. Januar 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Was will der Autor zum Ausdruck bringen? Mir blieb es verborgen. Er ist wirklich ein Meister nicht enden wollender Assoziationsketten. Die Beobachtungen sind extrem vielfältig und sprachlich präzise. Ein allwissender Erzähler teilt uns mit, was August Kreutzer sieht und erlebt. Leider hat er keinen Zugang zum Innenleben des Protagonisten. Er bleibt extrem seelenlos. Es lässt sich auch nicht erschließen. Auch seine Interaktionen zu Menschen aus der Gegenwart sowie der Vergangenheit bleiben seltsam beziehungslos, ja blutleer. Das gleiche gilt für die Orte, die August aufsucht. Alles scheint beliebig und assoziativ knüpft sich ein Thema an das nächste an. Auf Seite 228 gesteht August einem Fremden "Ich bin bloß krankgeschrieben, wegen Insomnie und Gehzwang. Seit 5 Wochen habe ich kein Auge zugetan. Ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ist zu schlafen". Ich halte dieses Geständnis für die Fehlkonstruktion des gesamten Romans. Mag das mit dem Gehzwang noch stimmen, aber wer kann 5 Wochen Schlaflosigkeit überleben? Unmöglich! Wie wirkt sich Schlaflosigkeit auf unseren Körper, auf unsere Wahrnehmung, auf unser Erleben, auf unsere Stimmung, auf unser Verhalten aus? Ich habe nichts darüber erfahren. Selbst der Gehzwang lässt sich nicht erschließen. Die psychologische und psychiatrische Forschung zählt Zwänge den Ängsten zu. Kommt der an Zwängen Leidende diesem Verhalten nicht nach, wird er von Ängsten übermannt. Leider bekommt man keine Idee davon, welche Ängste der Protagonist durch seinen Gehzwang kompensiert.... Lesen Sie weiter... ›
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend 18. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Dem Autor gelingt es durch seine scharfe Beobachtungsgabe, Entdeckungen im Alltagsleben zu machen, die anderen Menschen nicht vergönnt sind. Und es gelingt ihm, diese Entdeckungen in einer beeindruckend schönen und überraschenden Sprache niederzuschreiben.

Ein tolles Debüt.

Vielen Dank.
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