Die Survivor Series ist eines DER Großereignisse von WWE für mich. Das mag zum einen daran liegen, dass ich 1991 mit diesem PPV süchtig nach dem WWE-Virus geworden bin, zum anderen aber auch an den interessanten Konstellationen bei den traditionellen Tag-Team Matches.
2008 stand die Survivor Series ganz im Zeichen von Rückkehrer John Cena, der es sich auch prompt zur Aufgabe gemacht hat, den amtierenden WWE Champ Chris Jericho zu entthronen.
Beginnen sollte das Event jedoch mit einem von insgesamt drei traditionellen Ausscheidungsmatches. Angeführt von Shawn Michaels konnte das Team HBK den Sieg über JBL und Kane, MVP, The Miz und John Morrison einfahren. Die Chemie unter Michaels, Rey Mysterio, dem Great Khali und Cryme Tyme stimmte einfach. HBK höchst selbst + David & Goliath waren am Ende noch übrig. Im zweiten Ausscheidungsmatch des Abends standen sich die Diven der beiden Hauptkader gegenüber. Team RAW, bestehend aus Mickie James, Kelly Kelly, Candice Michelle, Jillian und Captain Beth Phoenix trugen den Sieg gegen Michelle McCool und die Smackdown Diven Maria,Maryse, Michelle McCool, Natlya und Victoria davon. In einem kurzweiligen, unterhaltsamen Match war die Glamazone die einzige, die schlussendlich noch stand.
In Match Numero 3 möchte der Undertaker ein für alle mal dafür sorgen, dass The Big Show in Frieden ruht. Ein Casket Match soll den Riesen endgültig aus dem Weg räumen. Und tatsächlich benötigte der Deadman nur knapp 13 Minuten, um Show in einen, auf der Rampe aufgebauten zweiten Sarg zu boxen.
Im dritten Suvivor Match müssen sich Captain Batista mit Matt Hardy, Kofi Kingston, CM Punk und R-Truth Cody Rhodes, Shelton Benjamin, William Regal, Mark Henry und Captain Randy Orton geschlagen geben. Eine kleine Unachtsamkeit Batistas sollte in einem RKO Ortons landen. Der Legendkiller unterstützte somit einmal mehr seinen momentanen Status als Topstar im Kader.
In einem von zwei Main Events sollten sich Jeff Hardy und Vladimir Kozlov gemeinsam mit Triple H um dessen WWE Champioship Gürtel prügeln. Problem: Hardy ist laut Angaben der WWE bewusstlos aufgefunden worden. Storyline hin oder her, es ist schon ärgerlich den Champion jetzt lediglich gegen den, meiner Meinung nach untalentierten Russen kämpfen zu sehen. Kozlov zeigte schließlich auch in erster Linie Haltegriffe und ähnlich langweilige Aktionen. Interessant wurde es erst, als Smackdown General Manager Vickie Guerrero mitten im Match auftauchte und verkündete, dass ?er? hier sei. ?Er? war jedoch Edge und dieser schnappte sich, frisch (und bärtig) wie er war, auch prompt den Titel. Daran konnte auch ein Jeff Hardy (mit Pflaster im Nacken... ähm, ja) nichts ändern, der ebenfalls kurzfristig zum Ring stürmte. Edge ist der neue Champion.
John Cena feiert bei der Survivor Series in seiner Heimat sein Comeback und hat nichts anderes im Sinn als Chris Jericho seinen World Heavyweight Titel abzuholen. Doch trotz Heimspiel hat der Chaingang Soldier ein Handicap: seine Nackenverletzung vom SummerSlam. Eine Narbe am Hals ist damit natürlich hervorragendes Angriffsziel für den Champ. Wird Cenas Rückkehr auch in sämtlichen Foren und Magazinen als fantastisch dargestellt, ist es doch ziemlich offensichtlich, dass es Jericho ist, der das Match die meiste Zeit über dominiert. Immer wieder blitzt Cena mit einigen coolen Aktionen auf und holt sich letztlich auch den Titel, doch darf man Jerichos Leistung deshalb keinesfalls schlechter machen.
Fazit: Die Survivor Series wird dank Top-Matches und interessanter Storylines und Wendungen auch weiterhin zu meinen Favs gehören. Well done!