Darf man Großes von einem PPV erwarten wenn er mit dem Match um die World Heavyweight Championship anfängt? Ich möchte fast sagen ja. Der Royal Rumble 2011 stand zudem unter einem gewaltigen Stern. Zum ersten Mal in 24 Jahren traten statt 30 diesmal 40 Superstars an, um sich durch den Sieg im Royal Rumble Match einen Platz im Main Event von Wrestlemania zu sichern.
Doch wie bereits erwähnt sollte das erste Großereignis 2011 mit dem Match zwischen Smackdown Champion Edge und seinem Herausforderer Dolph Ziggler beginnen. Dem konnte es nur Recht sein, dass seine "Freundin" Vickie offiziell hat verlauten lassen, dass Edges Spear illegal sei und zu einem Titelwechsel führen werde.
Das nahm natürlich einiges an Feuer aus der Geschichte, doch der "Rated-R Superstar" hatte seine eigenen Vorstellungen vom Regelwerk. Wie erwartet ein unterhaltsames, abwechslungsreiches Match, das noch einmal eindrucksvoll demonstriert, warum man Ziggler derzeit als Main Eventer handelt. Da kommt es auf das Ende dann auch gar nicht mehr an.
Match Nummer 2 ist dann auch schon das Duell um die WWE Championship... mein lieber Scholli, hier geht es Schlag auf Schlag (ist nur beim Boxen noch passender).
WWE Champ The Miz hat mit Randy Orton nicht gerade einen einfachen Gegner, mit A-Ri (langsam passt Gay-Ri besser) dafür aber einen Schergen, der mehr als nur nützlich ist. Ohne seine Ringbegleitung hätte Mizanin an diesem Abend womöglich alt ausgesehen. Das Match selbst ist dennoch nicht schlecht, wenngleich das Ende auch ein wenig enttäuscht.
Drittes Match und der dritte Titel ist in Gefahr. Um nicht Gefahr zu laufen Natalyas Titel im angesetzten Handicap-Match gegen LayCool wieder an 2 Diven abgeben zu müssen, macht der "anonyme RAW-Generalmanager" kurzerhand ein Fatal 4 Way daraus. Alle, die spontan auf Awesome Kongs Debüt gehofft hatten wurden enttäuscht, wobei es schon mies wäre, bei Eve als vierter Diva von einer Enttäuschung zu sprechen. Als eine solche ließe sich dann doch eher das Match bezeichnen. Viel zu kurz, um richtig Spannung aufkommen zu lassen. Dann soll man es doch lieber ganz sein lassen.
Schon im Anschluss daran kommt dann der Moment, dem nicht wenige entgegen gefiebert haben. Nach den obligatorischen Zahlen, die das Match eindrucksvoll zusammenfassen, beginnt das Royal Rumble Match. CM Punk macht sich als Erster auf den Weg zum Ring, dicht gefolgt von den The Corre Mitgliedern, dicht gefolgt von der New Nexus. Absolutes Chaos im Ring, bis der GM sich via Mail meldet und allen im Ring (außer Punk) mit der Disqualifikation droht, sollten sie sich nicht unverzüglich in ihre Umkleiden zurück begeben.
Das fruchtet und das Match kann regulär weiter gehen.
Ich kann nicht ganz genau sagen, woran es gelegen hat, aber ich habe mich bei Rumble Matches schon besser amüsiert. Kurz ein paar Eckdaten, die für sich sprechen. Die New Nexus dominiert für geraume Zeit den Ring. John Cena nimmt der Gruppierung gemeinsam mit Hornswoggle (!) diese Bürde ab. John Morrison zeigt fantastische Aktionen und fliegt viel zu früh raus.
Die WWE zeigt der Konkurrenz, was sie mit ihren ehemaligen Zugpferden anstellen kann. In dem Zusammenhang ist es wohl mittlerweile nicht zuviel verraten, wenn ich schreibe, dass Booker T und Diesel kurze Auftritte haben. Tyler Reks und Vladimir Kozlov zeigen unglaublich dicke Eier, Santino Marella macht seinen Negativ-Rekord kurz vergessen und als Gewinner steht letztlich... Nein, ich ärgere mich noch zu sehr.
Spaß macht es dann irgendwie doch wieder.