"No Way Out" ist die zweite WWE-Großveranstaltung des Jahres und selbige wartete dieses Jahr mit einer Premiere auf. Gleich zwei Elimination Chamber Matches wurden ausgetragen; eins mit den Athleten des RAW-Kaders, das andere mit den Superstars von Smackdown und ECW.
Die "Road To Wrestlemania" hat hiermit für 2008 ihr (PPV-) Ende gefunden und versprach erneut ein Highlight zu werden
Die Elimination Chamber (im deutschen auch gerne Ausscheidungskammer genannt) ist ein großer Käfig, der den kompletten Ring umgibt: laut Angaben der WWE summa summarum 16 Tonnen Stahl und Ketten. Innerhalb des Käfigs befinden sich 4 Plexiglaskammern. 2 Wrestler starten das eigentliche Match, während 4 weitere in besagten Kammern eingeschlossen sind. Alle 4 Minuten wird ein Athlet nach dem Zufallsprinzip frei gelassen und ist somit im Match. Wird ein Kämpfer gepinnt, scheidet er aus und muss die Konstruktion verlassen. Ein weiterer Haken ist der Ringrand: fällt man nach einem Wurf über die Seile normalerweise einen guten Meter tief (aber immerhin auf Matten), so knallt man bei der Elimination Chamber unmittelbar auf ein Stahlgitter. Disqualifikationen gibt es in dieser Matchart nicht und so bieten beide Matches auch bei "No Way Out" höchsten Unterhaltungswert.
Den Anfang machte jedoch ein recht mittelmäßiger Kampf zwischen dem Straight Edge Superstar CM Punk und Chavo Guerrero. Von diesen beiden ist man eigentlich besseres gewohnt, doch für einen Eröffnungskampf immerhin noch akzeptabel.
In der ersten Elimination Chamber des Abends trafen anschließend 6 Wrestler des SMACKDOWN und ECW Kaders aufeinander. The Great Khali, Big Daddy V, Finlay, MVP und vor allem Batista und der Undertaker (die das Match auch starteten) zeigten eine fantastische Leistung mit einem grandiosen Ende.
Im folgenden Kampf ging es um die Karriere des "Nature Boy" Ric Flair und dass diese nicht von Mr. Kennedy (Kennedy!) beendet würde, dürfte jedem Fan von vornherein klar gewesen sein. Nichtsdestotrotz machte Kennedy es Flair alles andere als leicht. Erneut konnte der Mann aus Green Bay Wisconsin beweisen, dass er mehr als nur eine große Klappe hat und er selbst für den 16-fachen Champ Flair eine ernst zu nehmende Gefahr darstellt.
Edge wird wohl nie mein großer Held sein; dafür gewinnt der "Rated R Superstar" seine Matches einfach zu oft durch fragwürdige Methoden. Spätestens seit der Liaison mit Eddie Gurreros Witwe Vickie hat der Mann ohne Nachnamen sämtliche Sympathien meinerseits verspielt. Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen dass er bei "No Way Out" ein Spitzenmatch gegen Rey Mysterio um den World Heavyweight Titel geliefert hat. Abwechslungsreich, spannend und ausnahmsweise mal nicht unfair. Geht doch...
Auch Randy Orton und ich werden wohl nie Freunde, doch hier kommt noch hinzu, dass seine Leistungen im Ring zusehends schlechter werden. Beim Kampf um sein Championgold gegen John Cena zeigte er noch halbwegs ordentliches Wrestling, doch allein das unrühmliche Ende des Kampfes spricht gegen den "Legend Killer"; da kann der Rest noch so gut gewesen sein. So etwas kann einen Guten Kampf zu einem unbefriedigenden machen (bis auf die letzten Minuten besaß der Kampf nämlich durchaus Topniveau).
Im letzten Match des Abends ging es erneut in die "Elimination Chamber", diesmal ausschließlich mit Stars des RAW-Kaders. Schwer zu sagen, welches Chamber Match das bessere war, doch ich würde sagen, dass die RAW Stars die Nase ein wenig weiter vorn hatten. Vieles schien besser arrangiert und durchdacht und auch hier war der Sieger zwar keine Überraschung, aber dennoch würdig.
Als letzte Großveranstaltung vor DEM Ereignis der WWE, namentlich Wrestlemania, kann man "No Way Out" getrost als guten "Appetizer" sehen. Nicht zuletzt dank der 2 Chamber Matches ein überdurchschnittlicher PPV.