Jonathan Fong präsentiert in dem Buch eine Zusammenstellung von 24 kreativen Wandgestaltungen ohne Pinsel und Farbe, die in sechs Themenbereiche eingeordnet sind. Diese Themenbereiche heißen: "Mit Stoffen zaubern", "Mit edlen Metallen", "Spezialeffekte", "Papier-Power", "Anhaftende Ideen" und "Ihre Wand als Kunstwerk". Die Projekte sind ausführlich zum Nachmachen erläutert und bebildert. Es sollten eigentlich keine Fragen offen bleiben. Die Anregungen sind wirklich vielfältig, so dass jeder sicher etwas für sich findet. Alle Gestaltungen wird man sowieso nicht gut finden. Darüber hinaus sind nicht alle Ideen neu (Stoffe als Wandverkleidung, CDs in Hüllen oder Zitate an der Wand), aber damit verbundene Tipps machen die Umsetzung sicher leichter. Allerdings hat wahrscheinlich nicht jeder in Deutschland eine Wand, in die man tackern kann. Amerikanische Wände sind dafür bestimmt häufiger geeignet. Die Musikempfehlung zu jedem Projekt ist wohl als Gestaltungsgag für das Buch zu verstehen. Ich sehe da jedenfalls keinen Zusammenhang. Oder soll man tatsächlich 8 Stunden lang "Bat out of Hell" von Meatloaf (Projekt 5) hören? Der locker-flockige Ton ("Sie werden nicht glauben, wie leicht sich die Zweige an der Wand befestigen lassen.") und das reichliche Eigenlob ("Alle, die diese Wandgestaltung gesehen haben, wollten sie nachmachen.") erinnern sehr an Teleshopping-Sendungen. Aber darüber kann man getrost hinwegsehen. Preiswerter als ein Eimer Wandfarbe dürften die meisten Wandgestaltungen auch nicht sein und wirklich schneller geht's sicher auch nicht. Positiv hervorzuheben sind noch die Reinigungstipps für die Wände, was einen aber gleich auf das Hauptproblem stößt. Auch wenn das mit den Tipps sehr einfach gehen soll - eine gemalerte Wand muss man gar nicht reinigen. Man sollte sich also gut überlegen, ob man einen Baum an die Wand nagelt. Wenn ich mir so meine eingestaubten Zimmerpflanzen anschaue...