Da hat man sich bei der Ausleuchtung des eigenen Gartens nun jahrelang mit den kalten LED-Lichtern herumärgern müssen. Da wurde der Garten nicht nur nicht hübsch beleuchtet, sondern sah nachts lange Zeit eher nach einem Ufo-Landeplatz aus. Nun bekommt man endlich die atmosphärische Lichtlösung quasi in der Dose geliefert, die sich durch die Pilzform auch noch hervorragend in jeglisches Gestrüpp integrieren läßt, und dann essen die Leute die Teile einfach auf! Dieses kindliche Verhalten so mancher, alles, aber auch wirklich alles in den Mund stecken zu müssen, wird zunehmend unerträglicher.
Nun zu den technischen Details:
Bei einer Halbwertzeit von ca. 10.000 Jahren ist mit einer reichlichen Lichtausbeute "insgesamt" zu rechnen. "Insgesamt" deshalb, weil die Pilze nach mehrtägigem Aufenthalt an der frischen Luft, ihren Urzustand irgendwie aufgeben wollen. Zum einen sollte man hier den natürlichen Zersetzungsprozeß nicht außer acht lassen. Zum anderen meinte z.B. ich selbst zu bemerken, dass ich nach zwei Tagen Pilzbeleuchtung Nachbars Katze auch nachts sehen konnte. Da weiß man schnell, wer wieder genascht hat! Wie bereits angedeutet, "insgesamt" bleibt die Lichtwirkung aber erfreulicherweise erhalten (evtl. mit einer kleinen Tendenz zur Verbreitung im näheren Umfeld).
Den Unkenrufen möchte ich nun aber an dieser Stelle rechtzeitig trotzen: Nein, ich führe die leuchtend roten Ohren meines Nachbars nicht auf eine mögliche Selbstbedienung in meinem Garten zurück, sondern eher auf interne Zwiegespräche, die er mit seiner adipösen Angetrauten täglich führt, seitdem die beiden sich über ihre neu eingestellte (nicht unhübsche) 27 jährige Tagesmutter freuen dürfen. Ja ok, vielleicht war ich etwas verunsichert, als vor zwei Wochen der Mund meines Nachbars im 150er Lumenbereich abzustrahlen begann, ab dem Folgetag seine Gattin permanent auf der Stirn leuchtete, während die kurzberockte Tagesmutter täglich neue partielle Leuchterscheinungen aufwies, deren Orte als durchaus kreativ zu bezeichnen sind.
Nun zurück zu den Pilzen:
Klar, man kann auch Pilzsuppe daraus machen. Muß man aber nicht. Für die effektvolle Gartenbeleuchtung sind 5 Dosen völlig ausreichend. Wer sich noch ein wenig für seine Nachbarschaft interessiert, sollte monatlich ca. 2 Dosen nachlegen.